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Die Tagung unseres Lebens

04.09.2013
Die 43. Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie präsentiert vom 9. bis 13. September eine riesige Bandbreite von Wissen über das Leben auf unserem Planeten, wie wir es verändern und wie wir es erhalten können.

Ein wichtiges Ziel ist dabei auch, die Fachleute aus ihren Nischen zu holen und einen Überblick zu geben, was Kolleginnen und Kollegen anderer Disziplinen und Bereiche machen und wo ihr Wissen Anwendung finden kann.

Denn die Aufgaben der heutigen Forschung betreffen meist gesellschaftliche Phänomene und sind nur gemeinsam zu lösen. Deshalb heißt das Motto dieses Jahr "Brücken bauen", nach innen und nach außen. Was die Teilnehmer erwartet, erzählt der GfÖ-Präsident im NeFo-Interview.

Egal ob Australischen Eukalyptusbäumen in Chile für die Papierindustrie oder Energiepflanzen in Europa: Überall führen intensive Monokulturen mittel- und langfristig zum Ausfall so genannter Ökosystemleistungen wie Bodenfruchtbarkeit, Krankheitsresistenzen, Wasserspeicherung usw. Biologische Vielfalt, das belegen viele Studien, stabilisieren Ökosysteme und machen sie widerstandsfähig gegen Störungen wie den Klimawandel. Ihr Verlust führt meist auch zum Verlust dieser Leistungen.

Wie komplex der globale Wandel ist - nämlich so komplex wie die ökologischen Beziehungen, auf denen das Leben auf dem Planeten basiert - zeigt das Programm der Jahrestagung der Gesellschaft für Ökologie (GfÖ). Die viertägige Tagung gehört zu den bedeutendsten und umfangreichsten Fachtagungen für Ökologie im deutschsprachigen Raum. Von der Ameisen bis zum Mammutbaum, vom Regenwald bis zur Kulturlandschaft, von genetischen Analysen bis zur Satellitenerkundung, von der Datenaufnahme im Freiland bis zu Computermodellen, von ökologischen Auswirkungen des Klimawandels bis zur Lichtverschmutzung und von der Grundlagenforschung bis zur naturschutzfachlichen Praxis: Mit 41 Sessions zu ökologischen Forschungsfragen bietet die Tagung eine enorme thematische Bandbreite mit aktuellen Fragen in der terrestrischen Ökologie.

Das Motto der 43. Jahrestagung lautet" Building Bridges in Ecology - Linking Systems, Scales and Disciplines". Der Veranstalter, dieses Jahr die Universität Potsdam, möchte dazu anregen, den Blick über den (fachlichen) Tellerrand zu wagen, um neue Wege zu einer grenzüberschreitenden modernen Ökologie zu finden. „Das ist bei den heute an die ökologische Forschung gestellten Fragen aus der Gesellschaft wichtiger denn je", meint GfÖ-Präsident Prof. Volkmar Wolters im NeFo-Interview. Ökologen seien oft nicht offen genug für andere Forschungsbereiche. „Aber gesellschaftliche Probleme wie etwa die nachhaltige Ernährungssicherung machen vor Systemgrenzen nicht halt, etwa zwischen Agrarland und Binnengewässern."

Außerdem müssten, um auf gesellschaftsrelevante Fragen adäquate Antworten an die Politik liefern zu können, Forschende aus den verschiedensten Disziplinen zusammenarbeiten. Wolters betont as Anliegen der GfÖ, Ökologie im Kontext zur Evolution zu sehen und bspw. auf Modelle und Theorien hinzuarbeiten, die sich dann auch in der Praxis anwenden lassen. Interdisziplinäre Brücken sind hier eine notwendige Bedingung.

Gerade durch die verstärkte Ausrichtung der GfÖ auf gesellschaftlich relevante Fragestellungen hält die Tagung viele Themen bereit, die auch Laien faszinieren dürften. Grundsätzlich wünscht sich Wolters für die Veranstaltung seiner Gesellschaft stärkeren Zuspruch aus der Öffentlichkeit - möglichst ohne die üblichen Horrorszenarien aufmachen zu müssen. Denn mit denen möchte man als Wissenschaftler nur ungern punkten.

>>zum Artikel und Interview
http://www.biodiversity.de/index.php/de/fuer-presse-medien/top-themen-biodiversitaet
Presseakkreditierungen sind willkommen bei Heike Kuhlmann unter
info@gfoe-2013.de
Sebastian Tilch
NeFo-Pressereferent
Telefon: 0341-235-1062
E-Mail: sebastian.tilch@ufz.de
http://www.biodiversity.de
Netzwerk-Forum zur Biodiversitätsforschung Deutschland (NEFO) ist eine Kommunikationsplattform für Wissenschaftler und Anwender von Wissen zur biologischen Vielfalt. Das Projekt wird im Rahmen von DIVERSITAS-Deutschland e.V. durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ein wichtiges Ziel ist es, die Forschung unterschiedlicher Disziplinen, die sich mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen zur Biodiversität befasst, stärker ins öffentliche Licht zu stellen und mit aktuellen relevanten Politikprozessen zu vernetzen. Hierzu stellen wir direkte Ansprechpartner für Fragen aus Medien, Politik und Öffentlichkeit bereit, arbeiten aktuelle Themen auf und vermitteln Experten.

Projektpartner sind das Museum für Naturkunde Berlin, Universität Potsdam und Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung - UFZ

Sebastian Tilch | idw
Weitere Informationen:
http://www.biodiversity.de

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