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Tagung: Environmental Change in Historical Perspective

22.07.2011
Das auf drei Jahre angelegte interdisziplinäre Forschungsprojekt „Climates of Migration – Klimawandel und Umweltmigration in historischer Perspektive“ untersucht aktuelle und historische Beispiele von umweltbedingten Migrationsbewegungen. Den Auftakt bildet am 5. und 6. August 2011 in München die internationale Fachtagung „Environmental Change in Historical Perspective“.

Dort diskutieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über historische Beispiele von klimabedingten Völkerwanderungen etwa in Indien, Papua Neuguinea, Nigeria, Bolivien oder Nordamerika.

Große Teile der Weltbevölkerung sind von der Veränderung der globalen und lokalen Klimaverhältnisse betroffen. Zu den Auswirkungen gehören auch Migrationsbewegungen, die heute bereits beobachtet werden können und die in Zukunft noch zunehmen werden. Seit längerem geht es daher in der Klimadebatte auch um „Umweltflüchtlinge“: Historische Beispiele werden dabei immer wieder herangezogen, obwohl sie bislang kaum sozialwissenschaftlich fundiert untersucht worden sind. Das auf drei Jahre angelegte interdisziplinäre Forschungsprojekt „Climates of Migration – Klimawandel und Umweltmigration in historischer Perspektive“ soll dies nun ändern. Den Auftakt bildet am 5. und 6. August 2011 in München die internationale Fachtagung „Environmental Change in Historical Perspective“. Dort diskutieren internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über historische Beispiele von klimabedingten Völkerwanderungen etwa in Indien, Papua Neuguinea, Nigeria, Bolivien oder Nordamerika.

Das Forschungsprojekt „Climates of Migration“ wird sich in den kommenden Jahren aktuellen und historischen Beispielen von umweltbedingten Migrationsbewegungen widmen. Untersucht werden dabei verschiedene Erscheinungsformen solcher Migrationstendenzen, etwa Wanderungs-bewegungen aufgrund von verknappten Ressourcen (z.B. nach Agrarkrisen) oder als Resultat von klimatischen oder meteorologischen Extremereignissen. Es geht daneben aber auch um die Frage, wie Umweltveränderungen das soziale, kulturelle und politische Leben von Gesellschaften beeinflussen. Das Projekt ist eine Zusammenarbeit des Kulturwissenschaftlichen Instituts Essen (KWI) und des Rachel Carson Centers München (RCC) und wird gefördert mit Mittel des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

ReferentInnen:
Anthony Oliver-Smith (University of Florida), Lawrence Culver (Utah State University), Kevin C. Brown (Carnegie Mellon University, Pittsburgh), Stefanie Belharte (RCC), Robin Bronen (University of Alaska), C. Valatheeswaran (Centre for Development Studies, Thiruvananthapuram, Kerala), Annelies Zoomers (Utrecht University), Vipul Singh (University of Delhi), Ndu Life Njoku (Imo State University, Owerri, Nigeria), David Soll (Lafayette College, Easton), Fei Sheng (Peking University/Australian National University), Sílvio Marcus de Souza Correa (Universidade Federal de Santa Catarina, Florianópolis), Ranjan Chakrabari (Jadavpur University, Kolkata), Giacomo Parrinello (University of Siena), Johnson Okorafor Ndubuisi (Imo State University, Owerri, Nigeria).
Begrüßung: Christof Mauch (Rachel Carson Center München)
Leitung: Uwe Lübken (Rachel Carson Center München), Franz Mauelshagen (Kulturwissenschaftliches Institut Essen).
Datum: Freitag, 5. August, bis Samstag, 6. August 2011.
Ort: Internationales Begegnungszentrum der Wissenschaft (IBZ), Amalienstraße 38, 80799 München.

Teilnahme: Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 28. Juli bei uwe.luebken@carsoncenter.lmu.de.

Die Tagungssprache ist Englisch. Weitere Informationen und Tagungsprogramm unter: www.kulturwissenschaften.de

Pressekontakt:
Uwe Luebken, Rachel Carson Center (RCC) an der Ludwig-Maximilians-Universität München, 089 - 2180 – 72364, uwe.luebken@carsoncenter.lmu.de und Viola Noll, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Tel. 0201/7204-152, viola.noll@kwi-nrw.de.
Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.
Über das Rachel Carson Center München:
The Rachel Carson Center (RCC) is an international, interdisciplinary center for research and education in environmental studies located in Munich, Germany. It was founded in 2009 as a joint initiative of the LMU Munich (Ludwig-Maximilians-Universität) and the Deutsches Museum, with the generous support of the German Federal Ministry of Education and Research. The Center is named after the American biologist, nature writer, and environmentalist Rachel Carson, whose accessible writing raised awareness worldwide about threats to the environment and human health. The Rachel Carson Center aims to advance research and discussion concerning the interaction between human agents and nature, and to strengthen the role of the humanities in current political and scientific debates about the environment. By bringing together scholars who work in various disciplines and national contexts, and communicating the results of their research, the RCC aims to internationalize environmental studies and to raise its profile as a globally significant and growing field. The Center's working language is English.

Viola Noll | idw
Weitere Informationen:
http://www.kulturwissenschaften.de/

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