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Tag des Wissenschaftsmanagements 2010

22.11.2010
Welche Entwicklungsimpulse gehen von der Exzellenzinitiative für die Hochschulstrukturen aus? Und wie lässt sich die schwierige Balance von Zentralität und Dezentralität realisieren?

Diesen Fragen widmete sich der Tag des Wissenschaftsmanagements 2010. Das Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V. (ZWM) konnte rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie hochkarätige Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wissenschaftsförderung und Politik begrüßen.

Befürwortende und kritische Stimmen kamen auf der Tagung zu Wort, so dass in den Beiträgen und der abschließenden Podiumsdiskussion eine vielfältige Sicht auf die aktuelle Situation der Exzellenzinitiative gegeben werden konnte.

An zahlreichen universitären Einrichtungen werden derzeit Anträge erarbeitet, um in der nächsten Runde der Exzellenzinitiative die Fördergelder des Bundes und der Länder einzuwerben. Diejenigen, die sich um eine Fortsetzung ihrer Förderung bewerben, wissen: Mit dem Geldsegen gehen auch viele offene Fragen hinsichtlich der strukturellen Umsetzung einher.

Wie lassen sich die neu geschaffenen Organisationsformen in die bestehenden Universitätsstrukturen integrieren, beispielsweise ganz konkret im Hinblick auf institutionelle Kooperationen? Welche Gestaltungsmöglichkeiten werden eröffnet? Zugleich geht der Blick auf eine Zeit nach der Exzellenzinitiative. Welche Strukturen bewähren sich und können auf eine Verstetigung hoffen? Wie sehen Finanzierungsmodelle aus, die in der Lage sind, die geschaffenen Strukturen wettbewerbstauglich zu erhalten?

Die Einschätzung der positiven und negativen Auswirkungen der Exzellenzinitiative erfolgte zunächst über den Rückblick auf die Ausgangsbedingungen im deutschen Hochschulsystem. Eine Bewertung der Entwicklungsperspektiven, so die mehrfach geäußerte Meinung, sollte vor dem Hintergrund des deutschen und internationalen Gesamtsystems Hochschule vorgenommen werden. Wenngleich die durch die Exzellenzinitiative entstandenen strukturellen Veränderungen im Vordergrund der Tagung standen, wurde doch in vielen Beiträgen deutlich, dass die Strukturen nur dann ihr Wettbewerbspotential entfalten können, wenn Sie durch die Menschen, die in und mit ihnen arbeiten, getragen werden. Insofern muss auch die Suche nach wissenschaftsadäquaten bzw. wissenschaftsimmanenten Evaluationskriterien, die ebenfalls kritisch diskutiert wurden, bei diesen Menschen ansetzen.

Als Ergebnisse lassen sich unter anderem festhalten, dass weiterhin Neugier und Gestaltungswillen auf der einen Seite und Skepsis auf der anderen gleichermaßen fortbestehen. Es bleibt abzuwarten, was von der Exzellenzinitiative nach der Exzellenzinitiative Bestand hat; die Gestaltungsfreiheiten werden jedoch vielerorts genutzt. Das ZWM schätzt das Thema weiterhin als eines der relevantesten ein und wird dieses auch im kommenden Jahr auf weiteren Veranstaltungen in den Fokus rücken.

Weitere Informationen und Kontakt:
Zentrum für Wissenschaftsmanagement e.V.
Dr. Thorsten Mundi (Geschäftsführer)
Freiherr-vom-Stein-Str. 2
67346 Speyer
Fon. (0 62 32) 654-390
Fax. (0 62 32) 654-259
Email: mundi@zwm-speyer.de

Pascal Sadaune | idw
Weitere Informationen:
http://www.zwm-speyer.de

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