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Tag der Technologie verdeutlicht Bedeutung biotechnologischer Forschung - für den Alltag und globale Zukunftsfragen

19.10.2009
Ob wir im Alltag mit einer Plastiktüte in den Supermarkt gehen, die Wäsche mit Waschpulver waschen oder auf ärztlichen Rat hin ein Medikament einnehmen: Dies sind nur drei Beispiele von Errungenschaften aus dem weiten Feld der Biotechnologie.

Biotechnologie dient aber nicht nur der Erleichterung des Alltags, sie spielt eine maßgebliche Rolle bei zentralen Zukunftsfragen. "Die Biotechnologien gelten als eine der Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts. Sie gewinnen zunehmend an Bedeutung für unterschiedliche Wirtschaftsbereiche und liefern Antworten auf globale Herausforderungen wie z. B. die Bekämpfung von Krankheiten, die Sicherung des Energie- und Rohstoffbedarfs oder den Klimawandel", sagt Doris Ahnen, Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur.

Rund um den vierten "Tag der Technologie" in Rheinland-Pfalz (26.10.2009, 10.00 bis 18.00 Uhr, im ZDF-Kongress-Zentrum), der sich in verschiedenen Workshops vor allem an ein Fachpublikum aus Wissenschaft, Wirtschaft und dem Bildungsbereich richtet, wird das Thema Biotechnologie parallel auch in die Öffentlichkeit getragen. Auf Initiative des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur ist die Informationskampagne "BIOTechnikum" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fünf Tage lang in der Landeshauptstadt zu Gast.

Bereits am Samstag, 24. Oktober um 10 Uhr, wird Wissenschaftsministerin Doris Ahnen das Programm der Initiative "BIOTechnikum" zusammen mit Schülerinnen und Schülern in der mobilen Erlebniswelt vor der Alten Universität in Mainz eröffnen. Ein zweistöckiger, mit Laboren ausgestatteter Truck bietet hier bis Mittwoch, 28. Oktober, außergewöhnliche Einblicke in die Biotechnologie. Bei sogenannten "Offenen Türen" (siehe Programm) ist die Öffentlichkeit eingeladen, sich über die Forschung in der modernen Biotechnologie in Deutschland, deren Anwendungen und Berufsfelder zu informieren.

Schülerinnen und Schüler haben im BIOTechnikum die Gelegenheit, sich selbst als Forscher zu betätigen. Im Labor der mobilen Erlebniswelt widmen sie sich in biotechnologischen Praktika dem Erbmaterial DNA, der Bedeutung von Proteinen und technischen Verfahren in der Biotechnologie. Unterstützt von den projektbegleitenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern bauen sie dabei beispielsweise mithilfe von Hibiskustee eine Solarzelle aus Pflanzenfarbstoffen oder isolieren das Erbmaterial DNA aus Mundschleimhautzellen. Auf mehr als hundert Quadratmetern ist der Truck Labor, multimediale Ausstellung, Kino und Dialogforum zugleich. Im Mittelpunkt steht dabei der Zusammenhang von biotechnologischer Forschung und der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Wie entsteht ein Medikament? Warum steckt Biotechnologie in Stonewashed-Jeans? Welche beruflichen Möglichkeiten bietet die Branche?

Tag der Technologie Rheinland-Pfalz
Beim vierten "Tag der Technologie" des Landes am Montag, 26. Oktober 2009, soll das Innovationspotential der Biotechnologien in Rheinland-Pfalz und der Großregion Saar-Lor-Lux deutlich gemacht werden. In den Workshops "LEBEN" und "UMWELT" werden aktuelle Themen der Biotechnologie aus Wissenschaft und Wirtschaft beleuchtet, wie z.B. die Bekämpfung von Krankheiten oder der Klimawandel. Im Workshop "SCHULE" soll das Interesse von Schülerinnen und Schülern für diese Zukunftstechnologien geweckt werden. Europäische Initiativen und europäische Förderprogramme sind das Thema im Workshop "EUROPA".

Eine begleitende Fachausstellung zeigt die Aktivitäten und Bedeutung des Themas für die rheinland-pfälzische Wirtschaft auf und verdeutlicht die enge Vernetzung mit der Forschungslandschaft. Mehr als 28 Aussteller von Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen, Clustern und Netzwerken stellen sich vor und bieten neue Anknüpfungspunkte zur Verwirklichung von Projektideen.

"Die rheinland-pfälzische Forschungslandschaft ist im Bereich der Biotechnologie hervorragend aufgestellt und bietet große Entwicklungsperspektiven. Inhaltlich liegen die Schwerpunkte beispielsweise auf den Bereichen der molekularen Biotechnologie / Gentechnologie, der molekularen Medizin, der Pharmaforschung / Krebsforschung, der Bioinformatik und der Wirkstoffforschung. Das Spektrum reicht von der Grundlagenforschung bis zur Umsetzung und bis hin zu dem wichtigen Bereich der Zulieferindustrie. Durch die Kooperation der wissenschaftlichen Einrichtungen mit der Life Science-Industrie sowie der industriellen Biotechnologie wird die gesamte Wertschöpfungskette der Branche abgebildet. So entstehen rasche und zielgerichtete Innovationen ", betont Wissenschaftsministerin Ahnen.

"Ich würde mich freuen, wenn wir mit unseren Aktivitäten rund um den Tag der Technologie nicht nur das Fachpublikum erreichen würden, sondern auch viele Bürgerinnen und Bürger, die an Wissenschaft und Forschung interessiert sind", sagte die Ministerin.

Weitere Infos, das vollständige Veranstaltungsprogramm und das Anmeldeformular gibt es unter http://www.tagdertechnologie.rlp.de sowie http://www.biotechnikum.eu

Sabine Lucht | idw
Weitere Informationen:
http://www.biotechnikum.eu
http://www.tagdertechnologie.rlp.de

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