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Das System denkt selbst

19.06.2012
Erstes internationales „Symposium zur systemintegrierten Intelligenz“ vom 27. bis 29. Juni 2012 im Produktionstechnischen Zentrum der Leibniz Universität Hannover
Wer von Zukunftstechnologien spricht, spricht von vernetzten, smarten Komponenten und Systemen, die eigenständig kommunizieren und sich weitgehend dezentral selbst steuern. Diese Entwicklung beschleunigt und verändert nicht nur die Produktion und das Management von Produktions- und Warenströmen, sondern wird als viel zitiertes „Internet der Dinge“ auch in unserem Alltag deutlich spürbar sein.

So könnte in Zukunft ein Container von den Bananen gesteuert werden, die er transportiert: Ihr Reifegrad wird mit zahlreichen Sensoren ständig erfasst und über ein Ortungssystem Route und Distribution angepasst. In neuen Bahnsystemen gäbe es keine Trennung mehr zwischen Nah- und Fernverkehr – Güter oder Personen erreichen dank fahrerloser Fahrzeuge ohne Umsteigen direkt ihr Ziel. Enorm sind auch die Möglichkeiten in der Fertigung: Das Bauteil sagt der Maschine, was zu tun ist, die Maschine fühlt, ob der Fertigungsprozess fehlerfrei läuft; das Bauteil weiß, was mit ihm passiert ist, „wer“ es ist und speichert diese Information zu seiner Identität – fälschungssicher.
Rund 70 Experten aus aller Welt tragen beim ersten Symposium zur systemintegrierten Intelligenz, das vom 27. bis 29. Juni 2012 im Produktionstechnischen Zentrum Hannover (PZH) stattfindet, mit ihren Beiträgen den Stand der Dinge zusammen, beleuchten neue Herausforderungen und diskutieren Forschungsfragen. Das sind vor allem Fragen zur Entwicklung und Anwendung neuer Sensortechnologien und sensorischer Materialien, zu selbstoptimierenden Prozessen und sich selbst steuernden Systemen.

Gemeinsame Veranstalter sind drei deutsche Sonderforschungsbereiche (SFB), die – gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft – jeweils an anderen Aspekten des Themas forschen, unter anderem an den oben genannten Beispielen. Neben dem SFB „Selbststeuernde Systeme“ der Universität Bremen und dem SFB „Selbstoptimierende Systeme des Maschinenbaus“ der Universität Paderborn ist das der gastgebende SFB „Gentelligente Bauteile im Lebenszyklus“ der Leibniz Universität Hannover. Zu den renommierten internationalen Rednern zählen Professorin Hoda A. ElMaraghy aus Kanada, Professor George Chryssolouris aus Griechenland und Professor Hong-Seok Park aus Korea.

Den Hintergrund des Symposiums erläutert der Sprecher des SFB „Gentelligente Bauteile“, Professor Berend Denkena vom Institut für Fertigungstechnik und Werkzeugmaschinen: „Technische Systeme werden immer intelligenter. Sie können immer mehr Informationen aufnehmen, erfassen, verarbeiten und dann eigenständig Entscheidungen treffen. Wer auf diesem Gebiet erfolgreich forscht, braucht den intensiven interdisziplinären Austausch zwischen Produktionstechnik, Logistik und Informationstechnik.“ Dieser Austausch ist zwischen den drei genannten Sonderforschungsbereichen längst etabliert, mit der gemeinsamen Konferenz schaffen sie nun eine internationale Plattform, um Ergebnisse zu verdichten und die Wissenschaftler noch enger zu vernetzen.

Interessierte Journalisten sind herzlich eingeladen, am Symposium teilzunehmen. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Bitte wenden Sie sich an Gerold Kuiper, kuiper@ifw.uni-hannover.de oder 0511 762 18325, der sich gern auch um Ihre Interviewwünsche kümmert. Weitere Details und die Agenda des Symposiums finden Sie unter http://www.sysint-conference.org.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen auch Dipl.-Wirtsch.-Ing. Helge Henning, Mitorganisator des Symposiums und Geschäftsführer des SFB „Gentelligente Bauteile“ der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 4989 oder per E-Mail unter henning@ifw.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw
Weitere Informationen:
http://www.sysint-conference.org

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