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Symposium widmet sich den Auswirkungen des Klimawandels auf Küsten und Häfen

08.09.2014

Niedersächsischer Wirtschaftsminister Olaf Lies besucht Leibniz Universität Hannover

Rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus China, Taiwan und Deutschland tauschen sich zurzeit während eines internationalen Symposiums zu den Auswirkungen des Klimawandels sowie zum Ausbau der Offshore-Windenergie in China und Deutschland aus. Der Niedersächsische Wirtschaftsminister Olaf Lies hat die Tagung zu diesen hochaktuellen Themen am 8. September eröffnet.

Rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus China, Taiwan und Deutschland tauschen sich zurzeit während des „7th Chinese-German Joint Symposium on Hydraulic and Ocean Engineering“ an der Leibniz Universität Hannover zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Küsten, Watten und Häfen sowie den Ausbau der Offshore-Windenergie in China und Deutschland aus.

Der Fokus liegt dabei auf den Forschungsbereichen Wasserbau, Küsteningenieurwesen und Meerestechnik. Gastgeber ist das Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen der Fakultät für Bauingenieurwesen und Geodäsie unter der Leitung von Prof. Dr.-Ing. Torsten Schlurmann.

Zum heutigen Auftakt am Montag, 8. September 2014, war der Niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, zu Gast an der Leibniz Universität Hannover. Lies würdigte insbesondere die aktuellen Themenschwerpunkte des Symposiums und deren Bedeutung für das Land Niedersachsen, auch im Hinblick auf die Kooperation mit China und den Technologietransfer. „Niedersachsen ist ein starkes Industrieland, dessen Unternehmen und Produkte in der ganzen Welt geschätzt werden.

Niedersachsen ist aber auch „Windenergieland Nr. 1“ in Deutschland. Dabei hängt eine starke Industrie in hohem Maße von einer stabilen Energieversorgung ab. Ich bin überzeugt davon, dass wir diese dauerhaft nur mit Verantwortung gegenüber den kommenden Generationen schaffen können. Wir müssen der Klimaveränderung Tribut zollen und unsere Energieerzeugung entsprechend ausrichten. Mit dem nun verabschiedeten neuen gesetzlichen Rahmen haben wir die notwendigen Voraussetzungen für die Entwicklung einer verantwortungsvollen und sicheren Energieversorgung geschaffen. Wir haben damit auch die notwendige Planungssicherheit für die Wirtschaft erreicht. Ich bin überzeugt davon, dass dies auf lange Sicht unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken wird“, sagte Minister Olaf Lies.

„In Hannover-Marienwerder ist in den vergangenen zehn Jahren ein international anerkannter Forschungsstandort mit weltweit einmaligen Einrichtungen entstanden, der momentan auch massiv ausgebaut wird“, erklärte der Präsident der Leibniz Universität, Prof. Dr.-Ing. Erich Barke. Zudem stellte er anerkennend fest, „dass die Kooperation mit chinesischen und taiwanesischen Forschungseinrichtungen bereits mehr als 30 Jahre Tradition hat und für die Internationalisierungsstrategie der Leibniz Universität von besonderem Wert ist.“

Institutsleiter Professor Schlurmann wies in seiner anschließenden Ansprache darauf hin, dass das Symposium mit seinen thematischen Schwerpunkten sowohl von wirtschaftlicher als auch von wissenschaftlicher Bedeutung für das Land Niedersachsen sei. „Wir führen mit aktuellen Themenschwerpunkten die Tradition der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit China und Taiwan im Rahmen dieses Symposiums fort und setzen Impulse für den Technologietransfer“, sagte Professor Schlurmann.

Das „7th Chinese-German Joint Symposium on Hydraulic and Ocean Engineering“ bietet seit Jahren eine exzellente Plattform für den wissenschaftlichen Austausch. In diesem Jahr lautet das Motto „Coastal Challenges – Facing climatic induced changes and faciliting offshore wind energy“, d.h. die Inhalte widmen sich explizit den Möglichkeiten der Nutzung der Offshore-Windenergie und beleuchten Auswirkungen des Klimawandels auf Küsten, Watten und Häfen. Das Symposium teilt sich auf in ein zweitägiges Konferenzprogramm sowie in eine anschließende Fachexkursion an die Nord- und Ostseeküste mit Stationen in Cuxhaven, Bremerhaven, Eidersperrwerk, St. Peter-Ording und Hamburger Hafen.

Das „Chinese-German Joint Symposium on Hydraulic and Ocean Engineering“ findet alle zwei Jahre statt. Gastgeber ist im regelmäßigen Wechsel eine chinesische, taiwanesische oder eine deutsche Hochschule. Als eine der renommiertesten Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet des Küstenschutzes ist das Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen in diesem Jahr seit 30 Jahren wieder Ausrichter der Veranstaltung. Die Initiierung der Zusammenarbeit mit den chinesischen Kolleginnen und Kollegen und die Gründung der Veranstaltungsreihe CGJoint Anfang der 1980er Jahre gehen auf Prof. Dr. H.-W. Partenscky zurück. In 2014 findet das Symposium seit fast drei Jahrzehnten wieder in Hannover statt.

Das Institut gilt seit Langem national und international als eine feste Adresse für wissenschaftliche Aufgabenstellungen in den Bereichen Hydraulik, Flussbau, Wasserstraßenbetrieb und -planung, Hafenbetrieb und -logistik, Küstenschutz, Deichmonitoring, Hochwasser- und Risikomanagement, Umweltauswirkungen von Wasserbaumaßnahmen, Tidewasserbau und Offshore-Technik. Dieses breite Aufgabenspektrum wird unter der Institutsleitung von Prof. Dr.-Ing. Torsten Schlurmann seit seiner Berufung Anfang 2007 weitergeführt und vor allem durch neue Aufgaben im Hinblick auf interdisziplinäre Zusammenarbeit in Form von Verbundvorhaben und Netzwerken im Bereich des Integrierten Küstenzonenmanagement (IKZM), der Risiko- und Vulnerabilitätsforschung in Küstenzonen und auch in der Technischen Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern erweitert.

Hinweis an die Redaktion:
Für weitere Informationen steht Ihnen Alexander Schendel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Franzius-Institut für Wasserbau, Ästuar- und Küsteningenieurwesen der Leibniz Universität Hannover, unter Telefon +49 511 762 2592 oder per E-Mail unter schendel@fi.uni-hannover.de gern zur Verfügung.

Mechtild Freiin v. Münchhausen | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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