Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Suche nach extraterrestrischem Leben im Weltall

20.07.2012
Astronomie-Lehrer aus ganz Deutschland treffen sich vom 23.-25. Juli an der Universität Jena

Immer gewaltiger werden die Teleskope, mit denen die Astronomen den Sternenhimmel absuchen. Wahrhaft gigantische 39 Meter soll der Spiegel des „European Extremely Large Telescope“ messen, das am Ende des Jahrzehnts in Chile seine Arbeit aufnehmen soll. Dr. Jochen Liske stellt das Teleskop am Montag (23. Juli) um 18 Uhr im Hörsaal 1 der Physikalisch-Astronomischen Fakultät (Max-Wien-Platz 1) vor.

Liskes öffentlicher Vortrag „Die Sterne kommen näher: das europäische Riesenteleskop der Zukunft“ ist Bestandteil der Lehrerfortbildung Astronomie, die der Professor für die Didaktik der Physik und Astronomie Dr. Karl-Heinz Lotze von der Universität Jena anbietet. Gäste sind zu diesem Vortrag herzlich willkommen, der Eintritt ist frei.

Bereits zum 9. Mal sind Astronomie-Lehrer aus der gesamten Bundesrepublik eingeladen, sich drei Tage lang mit neuen Ideen für den Unterricht vertraut zu machen. „Dieses Mal beschäftigen wir uns mit der Frage nach außerirdischem Leben im Weltall“, sagt Prof. Lotze. Den Eröffnungsvortrag bestreitet deshalb die „Grande Dame“ der deutschen Astrobiologie, Dr. Gerda Horneck aus Köln. Sie wird aus Sicht der Astrobiologie schildern, wie das Leben entstand, wie es sich weiterentwickelte und sich ausbreitete. Ein weiteres Thema der Fortbildung wird die Suche nach neuen Planeten sein, die auch in Jena betrieben wird.

In diesem Jahr kann Prof. Lotze 25 Referenten und 145 Teilnehmer begrüßen – das ist ein neuer Rekord. Außerdem spiegele es die Tatsache wider, dass die Astronomie als Schulfach wieder an Bedeutung gewinnt, schätzt Lotze ein. Wie der Didaktiker nicht ohne Stolz anmerkt, kommen viele der Lehrerinnen und Lehrer jedes Jahr wieder nach Jena, es hat sich ein Stammpublikum herausgebildet. Bemerkenswert sei zudem, dass einige Pädagogen für ihre Kollegen Vorträge anbieten. So werden Bertram Solf und Roland Westphal eine Livecam im Tellurium präsentieren. Ein Tellurium ist ein Modell des Sonnensystems, mit dessen Hilfe den Schülern die Bewegungen der Planeten gezeigt werden.

Karl-Heinz Lotze nennt den Wunsch nach Vielfalt und Aktualität als maßgebliches Moment für die Teilnehmer. Deshalb freut er sich auf den Vortrag von Prof. Dr. Dr. h. c. Arnold Benz aus Zürich, der über „Schöpfungstheologie und Astrophysik“ sprechen wird. Fragen nach dem Urknall und der Schöpfung wurden ja jüngst durch die Entdeckung des Higgs-Bosons, das auch als Gottesteilchen bezeichnet wird, lebhaft diskutiert.

Im Rahmen der dreitägigen Fortbildung erhält die Schülerin Maria Hartmann vom Gutenberg-Gymnasium in Erfurt den ersten Preis im Schülerwettbewerb Astronomie überreicht. Die Auszeichnung nimmt der Landesfachberater für Astronomie Wolfgang Fiedler gemeinsam mit Gernot Meiser vor, der den Workshop-Teilnehmern außerdem mobile Planetarien präsentieren wird.

Die Lehrerfortbildung Astronomie wird vor allem gefördert von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und der Wilhelm-und-Else-Heraeus-Stiftung.

Kontakt:
Prof. Dr. Karl-Heinz Lotze
Arbeitsgruppe Fachdidaktik der Physik und Astronomie der Universität Jena
August-Bebel-Straße 4, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 947490
E-Mail: kh.lotze[at]uni-jena.de

Stephan Laudien | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de/

Weitere Berichte zu: Astrobiologie Astronomie Fortbildung Lehrerfortbildung Physik Planet Teleskop Weltall tellurium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Elektronenautobahn im Kristall

Physiker der Universität Würzburg haben an einer bestimmten Form topologischer Isolatoren eine überraschende Entdeckung gemacht. Die Erklärung für den Effekt findet sich in der Struktur der verwendeten Materialien. Ihre Arbeit haben die Forscher jetzt in Science veröffentlicht.

Sie sind das derzeit „heißeste Eisen“ der Physik, wie die Neue Zürcher Zeitung schreibt: topologische Isolatoren. Ihre Bedeutung wurde erst vor wenigen Wochen...

Im Focus: Electron highway inside crystal

Physicists of the University of Würzburg have made an astonishing discovery in a specific type of topological insulators. The effect is due to the structure of the materials used. The researchers have now published their work in the journal Science.

Topological insulators are currently the hot topic in physics according to the newspaper Neue Zürcher Zeitung. Only a few weeks ago, their importance was...

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochgenaue Versuchsstände für dynamisch belastete Komponenten – Workshop zeigt Potenzial auf

09.12.2016 | Seminare Workshops

Ein Nano-Kreisverkehr für Licht

09.12.2016 | Physik Astronomie

Pflanzlicher Wirkstoff lässt Wimpern wachsen

09.12.2016 | Biowissenschaften Chemie