Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stuttgarter Nanodays 2011: Jeder redet über Nanotechnologie – die Stuttgarter Nanodays klären auf

27.07.2011
Nanotechnologie spielt heute in vielen Bereichen eine wichtige Rolle, so in der Miniaturisierung von Elektronikbauteilen oder in der Erzeugung neuer Werkstoffe.

Nanomaterialien stecken unter Anderem in schmutzabweisenden und »selbstheilenden« Lacken oder in Kleidungsstücken. Am 29.–30. September treffen während der Stuttgarter Nanodays 2011 in Ludwigsburg die Anwender aus der Industrie auf die neuesten wissenschaft­lichen Ergebnisse aus der Nanotechnologie-Forschung.

Nanotechnologie ist zur Zeit in aller Munde – häufig bleibt aber unklar, was darunter zu verstehen ist, wo der Begriff herkommt und welche zukunftsweisende Möglichkeiten hinter dieser Technologie stecken. In der Physik und Chemie, aber auch im Maschinenbau und in der Lebensmitteltechnologie umschreibt die Nanotechnologie die Forschung mit einzelnen Atomen oder Strukturen bis zu einer Größe von 100 Nanometern. Winzigste Strukturen – ein Nanometer ist ein Milliardstel Meter – werden dabei verändert und auf chemischem oder mechanischem Weg aus einzelnen Atomen und Molekülen künstlich hergestellt.

Nanomodifizierte Materialien ermöglichen die Entwicklung völlig neuer innovativer Produkte mit bislang ungeahnten technologischen Eigenschaften. Im Mittelpunkt vieler Forschungsaktivitäten stehen Kohlenstoff-Nanoröhren (Carbon-Nanotubes (CNT)). »CNT könnten schon bald z. B. in Touchscreens zum Einsatz kommen und die teuren, vom Preisdiktat der Anbieter abhängigen so genannten strategischen Metalle wie Indium er­setzen«, prognostiziert Ivica Kolaric. Der Leiter der Abteilung Prozessengineering funktionaler Materialien am Fraunhofer IPA nennt noch weitere unschlagbare Vorzüge: »Kohlenstoff ist nicht nur kostengünstig und überall auf der Welt zu haben, sondern zugleich eine erneuerbare Ressource, die man beispielsweise aus Holz gewinnen kann.« Um das Potenzial dieser neuartigen Materialien ausschöpfen zu können, bedarf es vor allem einer prozesssicheren Verarbeitung und Applikation der CNT-Verbundmaterialien.

Das Fraunhofer IPA forscht seit Jahren auf diesem Gebiet und nimmt innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft und der gesamten deutschen Forschungslandschaft eine Schlüsselposition ein. Um das volle Potenzial der Nanotechnologie industriell erschließen zu können, bedarf es des Erfahrungsaustauschs der Experten. Die Stuttgarter Wissenschaftler haben sich deshalb entschlossen, einen großen internationalen Kongress zu organisieren und dieses Thema in Zukunft in Stuttgart anzusiedeln. Der Kongress soll die besten Nanotechnologen mit den Anwendern zusammenbringen. Dabei haben die Teilnehmer ausgiebig Gelegenheit, mit einer großen Zahl von Experten ihre Fragen zu diskutieren und mit Start-up-Unternehmen sowie erfolgreichen Nanotechnologie-Anwendern ihr Netzwerk zu erweitern. Die jährlichen Stuttgarter Nanodays sollen in Zukunft die Drehschreibe des Fachaustauschs auf dem Gebiet der Nanotechnologie sein.

Die ersten Stuttgarter Nanodays finden vom 29. bis 30. September 2011 in Ludwigsburg statt. Die Themenschwerpunkte sind:

• Kohlenstoff-Nanomaterialien zur Energiespeicherung
• Ionische Polymeraktoren, basierend auf Kohlenstoff-Nanoröhrchen und ionischen Flüssigkeiten
• Wirtschaftlichkeitsüberlegungen zu Kohlenstoff-Nanomaterialien
• Skalierbare Fertigung von graphenbasierter Elektronik
• Elektrische Hysterese in Nanobauteilen: Kohlenstoff-Nanoröhrchen und Nanodrähte
• Die Goldene Regel der Nano-Kohlenstoffmaterialien
• Transparente leitende dünne Schichten, basierend auf Nano-Kohlenstoff
• Die Fertigung leitender »Interpenetrating Polymer Networks« (IPN) – Aktoren für Mikrosysteme

• Die mesoskalige Modellierung von Kohlenstoff-Nanoröhrchen

Die Konferenzsprache ist Englisch.

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.stuttgart-nanodays.de

Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA
Dipl.-Ing. (FH) Ivica Kolaric | Telefon +49 711 970-3729 I ivica.kolaric@ipa.fraunhofer.de

Hubert Grosser | idw
Weitere Informationen:
http://www.stuttgart-nanodays.de

Weitere Berichte zu: Atom Fertigung IPA Kohlenstoff-Nanoröhrchen Nanodays Nanometer Nanotechnologie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018
21.02.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen
21.02.2018 | Deutsche Leberstiftung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics