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Studierende mit Migrationshintergrund sehen sich nicht benachteiligt

14.09.2010
Die Vielfalt in der Studierendenschaft nimmt zu. CHE Consult entwickelt dazu ein neuartiges Befragungsinstrument, mit dem Hochschulen herausfinden können, mit welchen Angeboten sie auf die Bedürfnisse und Anforderungen dieser immer diverseren Studierendenschaft reagieren sollten.

„Geschlecht, Alter, Art der Hochschulzugangsberechtigung sowie die Nationalität - mehr wissen Hochschulen in der Regel nicht über ihre Studierenden“, sagt Projektleiterin Hannah Leichsenring. CHE Consult präsentiert auf einer Tagung am 21. und 22. Oktober Ergebnisse einer neuartigen Studierendenbefragung.

Wichtige Informationen über die individuelle Studiensituation fehlten, wie beispielsweise die Art der Studienfinanzierung oder ob Kinder versorgt werden müssten. Ohne Detailinformation können viele sinnvolle Maßnahmen zur Verbesserung des Studienerfolgs nicht konzipiert werden.

Das Befragungsinstrument QUEST soll Abhilfe schaffen, dessen innovativer Charakter gerade in einer Kombination von soziometrischen (wie soziale Herkunft) und psychometrischen Dimensionen (wie Zielstrebigkeit) besteht. In der Entwicklungsphase wurden über 1.000 Studierende an acht Pilothochschulen befragt. Dabei zeigt sich beispielsweise: Es sind keine signifikanten Unterschiede zwischen Studierenden mit und ohne Migrationshintergrund feststellbar.

Studierende mit Migrationshintergrund – knapp zwölf Prozent der Befragten – antworten auf die Frage, wie sie den Studienanforderungen gerecht werden können und welche Studienleistungen sie erbringen, wie ihre Kommilitonen. Sie bringen allerdings vielfältige Fähigkeiten mit - wie erweiterte Sprachkenntnisse oder interkulturelle Kompetenzen. „Das Potenzial, das Studierende mit Migrationshintergrund für die Bereicherung der Hochschulen bedeuten, wird vielfach noch nicht erkannt und daher auch nicht voll genutzt“, bemerkt Hannah Leichsenring.

Wie es zu solchen und ähnlichen Zusammenhängen kommen kann und wie die Erkenntnisse von Hochschulen genutzt werden können, um den Studienerfolg ihrer Studierenden zu erhöhen, wird auf der Tagung „Nur die Harten komm‘ in‘ Garten?“ am 21. und 22. Oktober 2010 in Berlin diskutiert. In Vorträgen und Diskussionen werden theoretische Auseinandersetzung und Praxisbeispiele kritisch reflektiert, Strategien entworfen und Denkprozesse angeregt.

Kontakt:
Hannah Leichsenring
CHE Consult
Telefon: (05241) 21179-72
Email: Hannah.Leichsenring@che-consult.de

Britta Hoffmann-Kobert | idw
Weitere Informationen:
http://www.che-consult.de

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