Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Studierende bauen innovative Windkraftanlagen

18.07.2014

Windkraftanlagen, die einem Planetensystem gleichen oder am gespannten Seil rotieren?

So sehen Prototypen im studentischen Konstruktionswettbewerb „Stromerzeugung durch Windkraft“ aus, den die Hochschulgruppe reech – renewable energy challenge e. V. des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) bundesweit ausgeschrieben hat.

Einzige Vorgabe: Die Drehflügel dürfen 1,4 Meter im Durchmesser nicht überschreiten. Am Freitag, 25. Juli, präsentieren vier Teams ihre Kleinwindkraftanlagen ab 10 Uhr auf dem KIT-Campus Süd und testen sie im Windkanal. Hierzu sind Journalistinnen und Journalisten ebenso herzlich eingeladen wie zur Abschlusspräsentation und Preisverleihung um 17.30 Uhr im Audimax.

„Der Wettbewerb gibt angehenden Ingenieuren die Chance, Wissen aus ihrem Studium praktisch anzuwenden und Erfahrungen in interdisziplinärer Projektarbeit zu sammeln“, sagt Lennart Ohlberg, Vorstandsmitglied von reech. 

und Wirtschaftsingenieurwesen die Zukunft der erneuerbaren Energien so aktiv mitgestalten. Eine Jury von Experten aus Forschung und Wirtschaft wird die Prototypen nach Kriterien wie Innovation, Montageaufwand und Umweltverträglichkeit bewerten. Auf Robustheit und Leistungsfähigkeit werden die Modelle im Windkanal des Instituts für Strömungsmechanik getestet.

Am 25. Juli stehen die Windkraftanlagen ab 10 Uhr vor dem Audimax, KIT-Campus Süd, Straße am Forum 1. Nacheinander testen die Teams sie dann für jeweils 1,5 Stunden im Windkanal (Gebäude 10.95, Engelbert-Arnold-Straße 12). Um 17.30 Uhr beginnt die öffentliche Preisverleihung im Audimax, bei der die Studierenden zunächst ihre Anlagen kurz vorstellen.

Die Prototypen im Kurzporträt:

AnemoTec: Aus dem Wasser in den Wind (DHBW Heidenheim)
Von 9 bis 10.30 Uhr im Windkanal
Anstelle von Windflügeln verfügt „AnemoTec“ über ein schraubenähnliches Gewinde – ein umfunktioniertes Messgerät, das aus der Gewässerkunde stammt. Der Vorteil: Nicht nur einzelne Flügel übertragen die Windkraft, sondern die gesamte frontal angeströmte Fläche. Durch eine geschickte Führung des Luftstroms erhöht sich zudem die Windgeschwindigkeit und damit das Drehmoment.

EnergyPack: Notstromgenerator am Seil (KIT)
Von 10.30 bis 12 Uhr im Windkanal
Der „EnergyPack“ ist ein längliches dreieckiges Kunststoffgehäuse, das unter anderem Seile und einen Stromgenerator enthält. Die drei Seitenteile der Verpackung lassen sich so zusammenstecken, dass sie kreisförmige Windflügel bilden, die frei drehbar an einem gespannten Seil befestigt werden. Dieses Windrad erzeugt genügend Energie, um ein mitgeliefertes Notfunkgerät zu betreiben.

Offenburg – Vertikal: optimierte Windturbine (HS Offenburg)
Von 12.30 bis 14 Uhr im Windkanal
Ausgangsbasis von „Offenburg – Vertikal“ sind zwei halbkreisförmige Flügel, die zu einem „S“ angeordnet sind. Drei strategisch angebrachte Bleche verbessern die aerodynamischen Eigenschaften dieser Windturbine: So schirmen sie den Flügel, der sich gerade mit seiner geschlossenen Seite gegen den Wind dreht, ab und leiten den Wind direkt auf die offene Seite des Antriebflügels um.

WindZip: Windstrom aus dem Koffer (KIT)
Von 14 bis 15.30 Uhr im Windkanal
„WindZip“ besteht aus neun leicht gekrümmten Blechen, die wie Planeten um einen vertikalen Stab kreisen – in unterschiedlichem Abstand und auf unterschiedlicher Höhe. Um die Windkraftanlage vor Überlast zu schützen und leichter abbauen zu können, ist sie mit einem Drehzahlbegrenzer und einer Feststellbremse ausgestattet. Zusammengepackt passt „WindZip“ in einen gewöhnlichen Reisekoffer.

Weitere Informationen zur Hochschulgruppe reech unter http://www.reech.net

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9.400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter mehr als 6.000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24.500 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Diese Presseinformation ist im Internet abrufbar unter: http://www.kit.edu

Das Foto steht in druckfähiger Qualität auf www.kit.edu zum Download bereit und kann angefordert werden unter: presse@kit.edu oder +49 721 608-47414. Die Verwendung des Bildes ist ausschließlich in dem oben genannten Zusammenhang gestattet.

Monika Landgraf | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Die Zukunft der Luftfracht
23.10.2017 | Frankfurt University of Applied Sciences

nachricht Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017
23.10.2017 | mce mediacomeurope GmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Die Zukunft der Luftfracht

23.10.2017 | Veranstaltungen

Ehrung des Autors Herbert W. Franke mit dem Kurd-Laßwitz-Sonderpreis 2017

23.10.2017 | Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Antibiotikaresistenzen: Ein multiresistenter Escherichia coli-Stamm auf dem Vormarsch

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Sturmfeder bekämpft Orkanschäden

23.10.2017 | Maschinenbau

Vorstellung eines neuen Zellkultursystems für die Analyse von OPC-Zellen im Zebrafisch

23.10.2017 | Biowissenschaften Chemie