Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Strahlenschutz – Ein Jahr nach Fukushima

28.02.2012
Symposium an der Uni Mainz

Deutsch-Schweizerischer Fachverband für Strahlenschutz e.V. (FS) und Johannes Gutenberg-Universität organisieren Fachveranstaltung mit öffentlichem Abendvortrag

Am 11. März 2011 ereignete sich in dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima Daiichi eine der schwersten nuklearen Katastrophen. Ein Jahr nach dem folgenreichen Vorfall wird sich ein zweitägiges Symposium in Mainz mit den Ereignissen von Fukushima und ihren Auswirkungen befassen. Wissenschaftler und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen wie Kernchemie und Strahlenschutz, Medizin, Medien und Umweltbehörden diskutieren über die Vorfälle, die Reaktionen der Öffentlichkeit und die kurz- und langfristigen Folgen. Die Veranstaltung „Strahlenschutz – ein Jahr nach Fukushima“ wird vom Deutsch-Schweizerischen Fachverband für Strahlenschutz e.V. (FS) und der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) organisiert. Zu einer Abendveranstaltung am 8. März ist die Öffentlichkeit herzlich eingeladen.

Das Erdbeben am 11. März 2011 vor der Nordostküste Japans und der nachfolgende Tsunami haben schwere Verwüstungen in der betroffenen Region verursacht. Es starben mehr als 20.000 Menschen, mehr als 100.000 Einwohner haben ihr Zuhause verloren und wurden evakuiert. Etwa 10.000 Menschen leben derzeit noch in Notunterkünften. Ausgelöst durch die Naturkatastrophe ereignete sich im Atomkraftwerk Fukushima ein schwerer Unfall, bei dem große Mengen radioaktiven Materials ausgetreten sind. Es mussten in der Folge weitere Evakuierungsmaßnahmen ergriffen und eine Sperrzone eingerichtet werden. Die Sperrzone wird noch für lange Zeit aufrechterhalten bleiben müssen.

Die Ereignisse in Japan und die teilweise widersprüchlichen Meldungen zu den radiologischen Auswirkungen haben, verstärkt durch die Debatte um den Ausstieg aus der Atomenergienutzung in Deutschland und der Schweiz, zur Verunsicherung und Sorge großer Teile der Bevölkerung beigetragen.

Mit einem Jahr Abstand soll nun im Rahmen des Symposiums den Fragen fundiert nachgegangen werden:

Wie werden die unmittelbar nach dem Unfall eingeleiteten Strahlenschutzmaßnahmen heute bewertet?

Wie ist der aktuelle Stand der Arbeiten an der Fukushima-Anlage?

Welche Auswirkungen hat die Freisetzung radioaktiver Stoffe für die Bevölkerung und die Umwelt in Fukushima und der Umgebung?

Wie sind die unterschiedlichen Reaktionen auf den Unfall von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft zu verstehen und wie wurde das Thema in den Medien aufgearbeitet?

Wie kann die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Medien zukünftig verbessert werden?

Diese und weitere Fragen werden am 8. und 9. März 2012 bei der Veranstaltung, die im Max-Planck-Institut für Polymerforschung auf dem Mainzer Campus stattfindet, von den Experten erörtert. Die interessierte Öffentlichkeit ist zu einer Abendveranstaltung am Donnerstag, 8. März um 19:00 Uhr eingeladen. Der Physiker und Strahlenschutzexperte Rolf Michel wird über den „Reaktorunfall von Fukushima Daiichi und seine Folgen für Mensch und Umwelt“ sprechen, der Mainzer Publizistikprofessor Gregor Daschmann über „Medienberichterstattung und Risiko-Wahrnehmung“. Die Vorträge mit anschließender Diskussion finden im Staudinger Hörsaal, Max-Planck-Institut für Polymerforschung, Ackermannweg 10, 55128 Mainz statt. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen:
Dr. rer. nat. Gabriele Hampel, Ak. Dir.
Institut für Kernchemie
Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU)
D 55099 Mainz
Tel. +49 6131 39-25324
Fax +49 6131 39-26047
E-Mail: gabriele.hampel@uni-mainz.de
http://www.kernchemie.uni-mainz.de
Prof. Dr. Joachim Breckow
Institut für Medizinische Physik und Strahlenschutz
Technische Hochschule Mittelhessen
Wiesenstr. 14
D 35390 Gießen
Tel. +49 641 309 2327 oder 0171 788 0604
E-Mail: joachim.breckow@mni.thm.de

Petra Giegerich | idw
Weitere Informationen:
http://www.kernchemie.uni-mainz.de
http://www.fs-ev.de/
http://www.fs-jahrestagung.de/Web/programm.php

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?
21.06.2018 | ISOE - Institut für sozial-ökologische Forschung

nachricht Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?
21.06.2018 | Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

FH St. Pölten entwickelt neue Methode für sicheren Informationsaustausch zwischen Fahrzeugen mittels Funkdaten

Neue technische Errungenschaften wie das Internet der Dinge oder die direkte drahtlose Kommunikation zwischen Objekten erhöhen den Bedarf an effizienter...

Im Focus: Innovative Handprothesensteuerung besteht Alltagstest

Selbstlernende Steuerung für Handprothesen entwickelt. Neues Verfahren lässt Patienten natürlichere Bewegungen gleichzeitig in zwei Achsen durchführen. Forscher der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) veröffentlichen Studie im Wissenschaftsmagazin „Science Robotics“ vom 20. Juni 2018.

Motorisierte Handprothesen sind mittlerweile Stand der Technik bei der Versorgung von Amputationen an der oberen Extremität. Bislang erlauben sie allerdings...

Im Focus: Temperaturgesteuerte Faser-Lichtquelle mit flüssigem Kern

Die moderne medizinische Bildgebung und neue spektroskopische Verfahren benötigen faserbasierte Lichtquellen, die breitbandiges Laserlicht im nahen und mittleren Infrarotbereich erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) zeigen in einer aktuellen Veröffentlichung im renommierten Fachblatt Optica, dass sie die optischen Eigenschaften flüssigkeitsgefüllter Fasern und damit die Bandbreite des Laserlichts gezielt über die Umgebungstemperatur steuern können.

Das Besondere an den untersuchten Fasern ist ihr Kern. Er ist mit Kohlenstoffdisulfid gefüllt - einer flüssigen chemischen Verbindung mit hoher optischer...

Im Focus: Temperature-controlled fiber-optic light source with liquid core

In a recent publication in the renowned journal Optica, scientists of Leibniz-Institute of Photonic Technology (Leibniz IPHT) in Jena showed that they can accurately control the optical properties of liquid-core fiber lasers and therefore their spectral band width by temperature and pressure tuning.

Already last year, the researchers provided experimental proof of a new dynamic of hybrid solitons– temporally and spectrally stationary light waves resulting...

Im Focus: Revolution der Rohre

Forscher*innen des Instituts für Sensor- und Aktortechnik (ISAT) der Hochschule Coburg lassen Rohrleitungen, Schläuchen oder Behältern in Zukunft regelrecht Ohren wachsen. Sie entwickelten ein innovatives akustisches Messverfahren, um Ablagerungen in Rohren frühzeitig zu erkennen.

Rückstände in Abflussleitungen führen meist zu unerfreulichen Folgen. Ein besonderes Gefährdungspotential birgt der Biofilm – eine Schleimschicht, in der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

21.06.2018 | Veranstaltungen

Kongress BIO-raffiniert X – Neue Wege in der Nutzung biogener Rohstoffe?

21.06.2018 | Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen im August 2018

20.06.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

IT-Sicherheit beim autonomen Fahren

22.06.2018 | Informationstechnologie

Göttinger Wissenschaftler entdecken erstaunliche mechanische Eigenschaften von Proteinen

22.06.2018 | Biowissenschaften Chemie

Der photoelektrische Effekt in Stereo

22.06.2018 | Physik Astronomie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics