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Steueroase - Schwarzgeld - Fürstentum: Ist das alles?

17.11.2009
Studierende der UWH organisieren öffentliche Diskussion mit dem Prinzen von und zu Liechtenstein über Staatsverständnis und Bürgerrolle

In Zeiten, in denen der Staat gigantische Summen investiert, um einzelne Industriezweige und ausgewählte Banken vor selbstverschuldetem Bankrott zu retten, ist es lohnenswert, sich Fragen nach Sinn und Zweck des Staats zu stellen. Wie steht der Staat zum Bürger?

Ist der Bürger in der Lage, seinen eigenen Weg zu gehen - oder glaubt der Staat, den Weg vorzeichnen zu müssen? Hat der Staat eine Erziehungsfunktion, auch für die Erwachsenen? Müssen sich Sozialsysteme den Lebensentwürfen der Bürger anpassen - oder sind, umgekehrt, die Lebensentwürfe der Bürger den Systemen anzupassen? Wie viel Staat brauchen wir? Wie viel Staat wollen wir? Ab wie viel Staat behindert uns der Staat?

Staat anders denken

Perspektiven eröffnet der Liechtensteinische Botschafter aus Berlin, S.D. Prinz Stefan von und zu Liechtenstein. Denn dort herrscht ein anderes Staatsverständnis. Liechtensteins Bewohner verzeichnen das höchste Bruttoinlandsprodukt weltweit. Die Erbmonarchie gilt aufgrund ihrer niedrigen Steuersätze als Steuerparadies. Dennoch: Die Steuerbeteiligung ihrer Bürger auf freiwilliger Basis ist außergewöhnlich hoch. Ist Liechtenstein also ein Traum für die Reichen, oder können wir in unserem (Sozial-) Staatsverständnis von dem kleinen Land lernen?

Botschafter zu Gast

Der Botschafter Liechtensteins kommt in die Universität Witten/Herdecke, um Einblicke in ein anderes Staatsverständnis zu geben. Er wird über das deutsche und das liechtensteinische Staatsverständnis sprechen und Fragen entwickeln, wie über die Einmischung des Staats zu denken ist.

Donnerstag, 19. November um 18 Uhr
Im Auditorium Maxim der Uni Witten/Herdecke, Alfred-Herrhausen-Str. 50
Der Vortrag und die Diskussion mit anschließendem Buffet sind öffentlich, Sie können in persönlichem Rahmen mit S.D. Prinz von und zu Liechtenstein sowie den engagierten Studierenden der Universität Witten/Herdecke ins Gespräch kommen. Um Anmeldung wird gebeten. Mit dieser Veranstaltung beginnen engagierte Studierende der Universität Witten/Herdecke eine Reihe unter dem Namen "arena vocis". Sie möchten die Begegnung, das Gespräch und den offenen Meinungsaustausch in Witten fördern.

Weitere Informationen bei Börries Benedikt Hornemann, 02302/2870100, boerries@hornemann.de

Kay Gropp | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-wh.de

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