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Stammzelltransplantation: Experten diskutierten Auswirkungen des neuen Gewebegesetzes

04.11.2008
Mensch muss weiterhin im Mittelpunkt stehen

Transfusionsmediziner aus ganz Deutschland kamen Ende Oktober nach Münster. Anlass war der erstmals durchgeführte Experten-Roundtable am Universitätsklinikum Münster (UKM) zum Thema: „Qualität und Validität von Prüfverfahren bei Stammzellzubereitungen.“

Im Vordergrund standen dabei besonders die Auswirkungen des deutschen Gewebegesetzes, das im Juli 2007 in Kraft getreten ist, für die Stammzelltransplantation.

Eingeladen zu der Veranstaltung hatte der Vorsitzende der Sektion „Transplantation und Zelltherapie“ der Deutschen Gesellschaft für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie, Priv.-Doz. Dr. Peter Schlenke, seit Mai 2008 leitender Oberarzt am Institut für Transfusionsmedizin und Transplantationsimmunologie (Direktor: Prof. Dr. Dr. Walter Sibrowski) des Universitätsklinikums Münster.

Auch Vertreter anderer Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, Deutsche Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation, Pädiatrische Arbeitsgemeinschaft für Knochenmark- und Blutstammzelltransplantation) und der Bundesoberbehörde, dem Paul Ehrlich Institut, besuchten die Diskussionsrunde.

Hintergrund der Veranstaltung war das neue Gewebegesetz, das die Maßgaben einer europäischen Verordnung in nationales Recht umsetzt. Dieses sieht unter anderem vor, dass autologe und allogene Stammzellzubereitungen einem Genehmigungsverfahren unterliegen. Derzeit prüft das Paul Ehrlich Institut die eingereichten Unterlagen aller Einrichtungen, die in Deutschland hämatopoetische Stammzellen herstellen und transplantieren. Die Teilnehmer betonten, dass auch weiterhin der Mensch im Mittelpunkt stehen müsse und die Maßnahmen zur nachhaltigen Qualitätssicherung nicht durch zunehmende Bürokratisierung erschwert werden sollten.

Der Experten-Roundtable soll nun angesichts der hohen Resonanz einmal jährlich durchgeführt werden.

Stefan Dreising | Universitätsklinikum Münster (UK
Weitere Informationen:
http://www.klinikum.uni-muenster.de

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