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Stammzelltherapie und Gewebezüchtung

12.08.2013
Deutsche Gesellschaft für Stammzellforschung tagt in Rostock

Stammzelltherapie und Tissue Engineering sind die Schwerpunkte der 8. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Stammzellforschung am 6. September 2013 in Rostock.

Rund 100 Experten aus Klinik, Forschung und Entwicklung aus der ganzen Welt werden erwartet. "Regenerative Medizin liegt im Trend und macht viele neue Therapien möglich", sagt der Herzchirurg und Stammzelltherapie-Experte Prof. Dr. Gustav Steinhoff von der Universitätsmedizin Rostock, der als Kongresspräsident eingeladen hat.

Ein spezielles Angebot richtet sich am zweiten Tag an Studenten, Postdocs, Kliniker und junge Wissenschaftler in der Herzchirurgie. Die "12. Baltic Summer Academy for Cardiac Surgery" bietet Informationen rund um die "Regenerative Medizin in der Herzchirurgie".

Im Referenz- und Translationszentrum für kardiale Stammzelltherapie der Universität Rostock arbeitet ein großes Team aus Forschern und Medizinern parallel zu klinischen Studien und zur Stammzelltherapie an der Stammzellforschung und Therapieweiterentwicklung. "Dabei geht es um die Erforschung der Sicherheit, Qualität und Wirksamkeit unterschiedlicher Stammzellen (Populationen) und deren Optimierung zur Therapie bei Herzerkrankungen", berichtet Prof. Steinhoff.

So wird untersucht, wie sich die Zellen verhalten - erreichen sie den Zielort, üben sie dort auch ihre Funktion aus und werden Blutgefäße für eine bessere Durchblutung gebildet. Es werden diagnostische Parameter untersucht, um zukünftig Therapieverläufe mit Stammzellen voraussagen zu können. In verschiedenen Projekten wird untersucht, inwieweit eine Optimierung herkömmlicher Therapien durch Kombination mit Stammzellen erfolgen kann. Für eine weitere Steigerung der Stammzellwirkung wird an einer genetischen Modifikation von Stammzellen geforscht.

Mit nicht-viralen Vektoren versucht man einen sicheren und effizienten Gentransfer zu entwickeln, der zu einer Regenerationssteigerung des erkrankten Herzens führt. Neben der Erforschung von Stammzellen ist ein weiteres Fachgebiet die Reprogrammierung von Zellen für Gewebeersatztherapien, die auf der Tagung von verschiedenen Gruppen vorgestellt wird. Neben Wissenschaftlern aus Deutschland sind internationale Experten aus den USA, Brasilien, Russland, Italien und Rumänien auf der Tagung vertreten.

Veranstaltungstipp
Zum Auftakt gibt es am 6. September von 12:00 -13:00 eine Podiumsdiskussion zum Thema Stammzellforschung: Sensationelle Ergebnisse im Tiermodell versus Realität am Krankenbett, die von Renate Heusch-Lahl und Prof. Gustav Steinhoff moderiert wird und hochkarätig besetzt ist. Ihre Teilnahme zugesagt haben Prof. Dr. Klaus Cichutek (Langen), Prof. Dr. Anthony Ho (Heidelberg), Prof. Dr. Jürgen Hescheler (Köln), Prof. Dr. Robert David, Rostock, Prof. Dr. Ulrich Martin, Hannover und Prof. Dr. Mathias Freund (Rostock). Der Präsident des Paul-Ehrlich Instituts Prof. Dr. Klaus Cichutek geht in seinem Impulsreferat der Frage nach: "Was haben die Forscher adulter Stammzellen erreicht? Warum ist die klinische Umsetzung von Laborergebnissen so schwierig, was hindert uns daran?"
Kontakt
Universitätsmedizin Rostock
Kongresspräsident
Prof. Dr. med. Gustav Steinhoff
Fon: +49 (0)381 498 6100
Mail: gustav.steinhoff@med.uni-rostock.de
Web: www.gsz2013.de
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Fon: +49 (0)381 498 1013
Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.baltic-summeracademy.com
http://www.uni-rostock.de

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