Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Stählerne Molche sorgen für dichte Rohre

19.03.2012
Elektrotechnik/Elektronik stark auf Mittelstandstag in Berlin vertreten

Intelligente Molche sollen künftig Lecks in Flüssiggaspipelines aufspüren. Die Elektronikentwicklung aus Nordhorn (Niedersachsen) ist erstmals auf dem Innovationstag Mittelstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie am 14. Juni in Berlin zu sehen.


Ein „intelligenter“ Molch wird in einer speziellen Schleuse auf die Suche nach Lecks in Flüssiggasleitungen geschickt. Er findet eine Störung auf den Meter genau. Quelle: ARS


Wärmesensoren steuern die „intelligenten“ Molche auf dem Meter genau zu einem Leck in Flüssiggas-Pipelines. Kilometerlanges Suchen oder Aufgraben auf Verdacht gehören der Vergangenheit an. Quelle: Thomas Karsten/DILANO

Die pfiffigen Detektive aus Edelstahl der DILANO GmbH gehören zu den mehr als 2.700 Neuerungen aus der Elektrotechnik und Elektronik, für die das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) seit 2008 mehr als 317 Mio. € Fördermittel bewilligt hat.

ZIM-Milliarden für 16.500 Mittelstandsprojekte

ZIM, eine in Bezug auf Technologieoffenheit und Breitenwirkung europaweit einzigartige Förderung mit bereits weit über 2 Mrd. Euro bewilligter Mittel für rund 16.500 mittelständische Forschungs- und Entwicklungsprojekte war im Sommer 2008 an den Start gegangen. Die Zuschüsse erleichtern kleinen und mittleren Unternehmen mit bislang weniger als 250 Mitarbeitern die Entwicklung neuer Produkte, Technologien und Dienstleistungen. Rund 200 davon, unter ihnen auch die intelligenten Molche, werden auf der Berliner Leistungsschau auf dem Parkgelände der AiF Projekt GmbH die als Projektträger die ZIM-Hauptfördersäule „Kooperationsprojekte“ betreut, zu sehen sein.

Der elektronische „Spürhund“ kommt dann zum Einsatz, wenn irgendwo in der Leitung eine undichte Stelle vermutet wird. Das Gerät benötigt keinen eigenen Antrieb, sondern schwimmt mit dem Flüssiggasstrom bei laufendem Betrieb der Pipeline etwa auf den Meter genau zum Leck. Dabei wird der in Größe und Durchmesser nach Kundenwunsch gefertigte Rohrmolch von Wärmesensoren gesteuert. Sie führen die inzwischen zum Patent angemeldete Innovation bis zu jener Stelle, wo die Temperatur durch die Expansionskälte des ausströmenden Gases deutlich sinkt. Zwar sind die Flüssiggas-Molche derzeit noch im Test, dennoch zeichnet sich bereits eine immense Zeit- und Kostenersparnis ab.

„Die bis zu hunderten von Kilometern langen Pipelines müssen künftig nicht mehr mühsam abgesucht werden, unnötige Aufgrabungen auf bloßen Verdacht hin gehören der Vergangenheit an“, erläutert Thomas Karsten, bei DILANO Bereichsleiter für technische Entwicklung. Außerdem erleichterten die neuartigen Leck-Ortungsgeräte die vom TÜV geforderten regelmäßigen Überprüfungen. Ohne die ZIM-Förderung wäre die Entwicklung allerdings kaum möglich geworden. „Es entstand eine neue Abteilung in unserer Firma, drei Mitarbeiter konnten eingestellt werden“, berichtet Karsten.

Kontakt: AiF Projekt GmbH, Lothar Braun, Leiter Öffentlichkeitsarbeit, Förderrevision, Dienste, Tel: 030 48163-458,

www.zim-bmwi.de/veranstaltungen/innovationstag

| Checkpoint-Media
Weitere Informationen:
http://www.zim-bmwi.de/veranstaltungen/innovationstag

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge
17.01.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

nachricht Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?
16.01.2017 | Wissenschaft im Dialog gGmbH

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

Laseranregung von Semimetallen ermöglicht die Erzeugung neuartiger Quasiteilchen in Festkörpersystemen sowie ultraschnelle Schaltung zwischen verschiedenen Zuständen.

Die Untersuchung der Eigenschaften fundamentaler Teilchen in Festkörpersystemen ist ein vielversprechender Ansatz für die Quantenfeldtheorie. Quasiteilchen...

Im Focus: Studying fundamental particles in materials

Laser-driving of semimetals allows creating novel quasiparticle states within condensed matter systems and switching between different states on ultrafast time scales

Studying properties of fundamental particles in condensed matter systems is a promising approach to quantum field theory. Quasiparticles offer the opportunity...

Im Focus: Mit solaren Gebäudehüllen Architektur gestalten

Solarthermie ist in der breiten Öffentlichkeit derzeit durch dunkelblaue, rechteckige Kollektoren auf Hausdächern besetzt. Für ästhetisch hochwertige Architektur werden Technologien benötigt, die dem Architekten mehr Gestaltungsspielraum für Niedrigst- und Plusenergiegebäude geben. Im Projekt »ArKol« entwickeln Forscher des Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern aktuell zwei Fassadenkollektoren für solare Wärmeerzeugung, die ein hohes Maß an Designflexibilität erlauben: einen Streifenkollektor für opake sowie eine solarthermische Jalousie für transparente Fassadenanteile. Der aktuelle Stand der beiden Entwicklungen wird auf der BAU 2017 vorgestellt.

Im Projekt »ArKol – Entwicklung von architektonisch hoch integrierten Fassadekollektoren mit Heat Pipes« entwickelt das Fraunhofer ISE gemeinsam mit Partnern...

Im Focus: Designing Architecture with Solar Building Envelopes

Among the general public, solar thermal energy is currently associated with dark blue, rectangular collectors on building roofs. Technologies are needed for aesthetically high quality architecture which offer the architect more room for manoeuvre when it comes to low- and plus-energy buildings. With the “ArKol” project, researchers at Fraunhofer ISE together with partners are currently developing two façade collectors for solar thermal energy generation, which permit a high degree of design flexibility: a strip collector for opaque façade sections and a solar thermal blind for transparent sections. The current state of the two developments will be presented at the BAU 2017 trade fair.

As part of the “ArKol – development of architecturally highly integrated façade collectors with heat pipes” project, Fraunhofer ISE together with its partners...

Im Focus: Mit Bindfaden und Schere - die Chromosomenverteilung in der Meiose

Was einmal fest verbunden war sollte nicht getrennt werden? Nicht so in der Meiose, der Zellteilung in der Gameten, Spermien und Eizellen entstehen. Am Anfang der Meiose hält der ringförmige Proteinkomplex Kohäsin die Chromosomenstränge, auf denen die Bauanleitung des Körpers gespeichert ist, zusammen wie ein Bindfaden. Damit am Ende jede Eizelle und jedes Spermium nur einen Chromosomensatz erhält, müssen die Bindfäden aufgeschnitten werden. Forscher vom Max-Planck-Institut für Biochemie zeigen in der Bäckerhefe wie ein auch im Menschen vorkommendes Kinase-Enzym das Aufschneiden der Kohäsinringe kontrolliert und mit dem Austritt aus der Meiose und der Gametenbildung koordiniert.

Warum sehen Kinder eigentlich ihren Eltern ähnlich? Die meisten Zellen unseres Körpers sind diploid, d.h. sie besitzen zwei Kopien von jedem Chromosom – eine...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Über intelligente IT-Systeme und große Datenberge

17.01.2017 | Veranstaltungen

Aquakulturen und Fangquoten – was hilft gegen Überfischung?

16.01.2017 | Veranstaltungen

14. BF21-Jahrestagung „Mobilität & Kfz-Versicherung im Fokus“

12.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

moove und Sony Lifelog machen mobil

17.01.2017 | Unternehmensmeldung

Erforschung von Elementarteilchen in Materialien

17.01.2017 | Physik Astronomie

Wasser - der heimliche Treiber des Kohlenstoffkreislaufs?

17.01.2017 | Geowissenschaften