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Einladung zur Konferenz vom 1. bis 2. Februar 2012 in der Paulinerkirche Göttingen
Lassen sich neue Konturen der Arbeitsgesellschaft erkennen – und wie sehen sie aus? Haben wir es mit einer zunehmenden Spaltung in „stabile Kerne“ und „prekäre Ränder“ zu tun – oder hat die „allgemeine Verunsicherung“ längst auch die „Mitte der Gesellschaft“ erfasst? Diesen Fragen wollen wir im Rahmen der Konferenz nachgehen, die auch als Auftaktveranstaltung einer Veranstaltungsreihe „SOFI Work in Progress“ intendiert ist, die dazu beitragen soll, der wissenschaftlichen Debatte über Entwicklungstendenzen zeitgenössicher Arbeits- und Erwerbsgesellschaften ein Mehr an Kontinuität und Kohärenz zu verleihen.
Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist der Umstand, dass die als stabil und relativ übersichtlich wahrgenommene Konstellation, die die (west-)europäischen Arbeitswelten der prosperierenden Nachkriegsjahrzehnte geprägt hat, offenkundig starkem Veränderungsdruck ausgesetzt ist. Mit welchen Folgen für das gesellschaftliche Ganze verbindet sich dieser Veränderungsdruck? Auf Basis neuer konzeptioneller Überlegungen und empirischer Befunde wollen wir uns der Gestalt der gegenwärtigen Arbeitswelt annähern und insbesondere Antworten auf die Frage finden, wie sich Charakter und Reichweite sozialer Ungleichheit verändern.
Der Workshop umfasst ein breites Themenspektrum. Beschäftigen werden uns die Wechselwirkungen zwischen Erwerbsarbeit und (Arbeitskraft-)Reproduktion, Veränderungen der Teilhabe durch Erwerbsarbeit, Bedeutungsverschiebungen zwischen Arenen und Praktiken der (einzelvertraglichen oder kollektiven, betrieblichen oder tariflichen) Arbeitsregulierung sowie die Zusammenhänge zwischen Bildungssystem und Arbeitsmarktsegmentation. Für jedes dieser Themenfelder soll geklärt werden, welche Rolle verallgemeinerte Prekarisierung oder aber Polarisierung für die gegenwärtige Entwicklung der bundesdeutschen Arbeitsgesellschaft spielen und in welchem Verhältnis die vielfältigen Veränderungstendenzen, die Arbeitsforscher/ innen derzeit umtreiben, zueinander stehen. Die Frage nach neuen Konturen der Arbeitswelt dient dabei nicht zuletzt dazu, das Terrain für wissenschaftliche und politische Interventionen der Arbeitsforschung zu sondieren – es geht uns um Wege in eine andere Arbeitswelt.
Der Blick auf die Entwicklung von Erwerbsarbeit aus unterschiedlichen Perspektiven soll es ermöglichen, die umstrittene Frage, ob die Arbeitsgesellschaft zunehmend durch umfassende Prekarisierung konturiert wird oder ob „stabile Kerne“ existieren, in denen Übersichtlichkeit, „fordistische“ Regulierung und Charakteristika des „Modells Deutschlands“ ungebrochen fortwirken, aus ungewohnten Richtungen anzugehen. Entsprechend breit ist das Themenspektrum des Workshops.
Anmeldung:
Die Teilnahme ist kostenlos.
Aufgrund einer begrenzten Teilnehmerzahl bitten wir um eine verbindliche Anmeldung bis zum 31. Dezember 2011. Bitte benutzen Sie dafür beiliegendes Anmeldeformular.
Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Dipl.-Sozialwirtin Namara Freitag
Soziologisches Forschungsinstitut Göttingen (SOFI) an der Georg-August-Universität
Friedländer Weg 31
37085 Göttingen
Tel.: 0551-52205-19
Fax: 0551-52205-88
e-mail: namara.freitag@sofi.uni-goettingen.de
ingelore.stahn@sofi.uni-goettingen.de
Namara Freitag | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.uni-goettingen.de
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