Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Sichere Lebensmittel im Zeitalter globalen Handels?

07.11.2011
Gemeinsames Symposium von BfR und koreanischer Lebensmittelbehörde KFDA zur Risikowahrnehmung und Risikobewertung

Seit dem Juli 2010 kooperieren die koreanische Lebensmittelbehörde KFDA und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) auf dem Gebiet der wissenschaftlichen Risikobewertung von Lebensmitteln und Futtermitteln.

„Ziel dieser Kooperation ist es, sich über die Standards bei der Lebensmittelsicherheit und der Risikobewertung zwischen Europa und Korea auszutauschen und gegebenenfalls Unterschiede anzugleichen“ sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Vor dem Hintergrund eines Freihandelsabkommens zwischen Korea und der Europäischen Union geht es darum, sich über die gegenseitigen Strategien zur Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und der Kommunikation über Lebensmittelbedingte Risiken zu informieren. In diesem Zusammenhang findet vom 7. bis zum 8. November 2011 in Seoul ein zweitägiges Symposium mit dem Titel „Safe food in the era of global trade? A discourse between consumer perception and scientific risk assessment“ statt, das KFDA und BfR gemeinsam veranstalten. Es ist der Auftakt zu einer Serie von bilateralen Symposien und anderen Veranstaltungen zum Thema Lebensmittelsicherheit im Angesicht globaler Warenströme, die BfR und KFDA planen.

Schwerpunkte des Symposiums sind zum einen Strategien für eine erfolgreiche Kommunikation zu Lebensmittelrisiken in den von modernen Kommunikations- und Informationsmedien geprägten fortgeschrittenen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaften. Diskutiert wird dabei insbesondere auch inwiefern die neuen, dialogorientierten sozialen Medien wie Facebook, Twitter und andere innerhalb der Kommunikationsstrategie von Behörden eingesetzt werden können und welche Herausforderung sie für diese darstellen. Dabei geht es auch darum, ob und inwieweit die Kluft zwischen öffentlicher oder veröffentlichter Wahrnehmung von möglichen Gesundheitsrisiken bei Lebensmitteln auf der einen Seite und der wissenschaftlichen Bewertung dieser Risiken hinsichtlich einer potentiellen Gesundheitsgefährdung auf der anderen Seite geschlossen werden kann. Möglichkeiten der bilateralen Kooperation zwischen BfR und KFDA werden dabei ebenfalls erörtert.

Ein weiteres Thema auf dem Symposium ist die Frage, wie Erkenntnisse der wissenschaftlichen Risikobewertung kommuniziert und in Maßnahmen des Risikomanagements sowohl auf nationaler als auch auf der Europäischen bzw. globaler Ebene umgesetzt werden. Zur Debatte stehen hier die Verfahrensweisen, die in den unterschiedlichen administrativen Voraussetzungen wie zentralstaatlicher Organisation auf der einen Seite oder föderativer Organisation (Strukturen) mit Trennung von Risikobewertung und Risikomanagement auf der anderen Seite zum tragen kommen.

Als dritter Punkt stehen die Herausforderungen auf der Tagesordnung, die neue und immer feinere Methoden der lebensmittelchemischen Analytik und des Nachweises von pathogenen Erregern in und auf Lebensmitteln an die Risikobewertung und das Risikomanagement vor dem Hintergrund globalen Lebensmittelverkehrs stellen. Ebenfalls diskutiert werden Verfahren zum Nachweis der Herkunft von Lebensmitteln, die auf molekularbiologischen oder chemisch-analytischen Methoden beruhen.

Über das BfR

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.

Dr. Suzan Fiack | idw
Weitere Informationen:
http://www.bfr.bund.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

nachricht Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht
05.12.2016 | Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Das Universum enthält weniger Materie als gedacht

07.12.2016 | Physik Astronomie

Partnerschaft auf Abstand: tiefgekühlte Helium-Moleküle

07.12.2016 | Physik Astronomie

Bakterien aus dem Blut «ziehen»

07.12.2016 | Biowissenschaften Chemie