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Zu selten und oft erst spät erkannt: Depression

21.09.2011
8. Europäischer Depressionstag am 1. Oktober 2011 und 1. Deutscher Patientenkongress im Gewandhaus zu Leipzig am 2. Oktober 2011

Depressionen sind und waren häufige, meist in Form wiederkehrender Krankheitsepisoden verlaufende, schwere und oft lebensbedrohliche Erkrankungen.

Die Zunahme der Diagnose Depression, zum Beispiel in den Statistiken der Krankenkassen, dürfte weniger Folge einer tatsächlichen Zunahme der Zahl der Erkrankten sein als der erfreulichen Tatsache, dass mehr depressiv Erkrankte sich professionelle Hilfe holen sowie dass Ärzte die Erkrankung, die sich oft hinter körperlichen Beschwerden versteckt, häufiger erkennen und insbesondere, dass Depressionen auch Depressionen genannt und nicht hinter Ausweichdiagnosen wie chronischer Rückenschmerz, Tinnitus, Burnout, Fibromyalgie oder ähnlichem versteckt werden.

Die Tatsache, dass es in Deutschland in den letzten 30 Jahren zu dem sensationellen Rückgang der Suizidraten von 18.000 auf jetzt circa 9.600 gekommen ist, dürfte zu einem nicht geringen Anteil darauf zurückzuführen sein, dass mehr Betroffene sich aus der Isolation lösen, sich professionelle Hilfe holen und auch häufiger mit Antidepressiva und Psychotherapie behandelt werden.

„Die Halbierung der Suizide seit 1980 ist sehr erfreulich. Allerdings nehmen sich gegenwärtig in Deutschland immer noch etwa 30 Menschen am Tag das Leben. Die Stiftung Deutsche Depressionshilfe möchte einen Beitrag dazu leisten, dass diese Zahl in den nächsten zehn Jahren nochmals halbiert wird“, sagte Prof. Dr. Ulrich Hegerl, Direktor Klinik und Poliklinik für Psychiatrie der Universität Leipzig, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Sprecher der Deutschen und Europäischen Bündnisse gegen Depression anlässlich des Europäischen Depressionstages 2011. (1.10.2011)

„Der am 02.10.2011 im Gewandhaus in Leipzig stattfindende 1. Deutsche Patientenkongress Depression soll dazu beitragen, dass das Thema Depression in das Licht der Öffentlichkeit rückt, die Betroffenen die guten Behandlungsmöglichkeiten konsequenter als bisher nutzen und sie ihre Interessen selbstbewusster vertreten.“

Ansprechpartner:
Stiftung Deutsche Depressionshilfe
Prof. Dr. Ulrich Hegerl
Semmelweisstr. 10
04103 Leipzig
Tel: 0341/97-24530
Fax: 0341/97-24599
info@deutsche-depressionshilfe.de

Rita Wilp | idw
Weitere Informationen:
http://www.deutsche-depressionshilfe.de/

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