Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wie Seefahrt Kulturen verbindet: Pazifische Netzwerke im 19. Jahrhundert

29.06.2012
Konferenz des Exzellenzclusters „Asien und Europa im globalen Kontext“ vom 6. bis 8. Juli 2012

Wie die Regionen des Pazifiks rund um Japan und China während des 19. Jahrhunderts durch die Seefahrt verbunden wurden, ist das Thema einer internationalen Konferenz, die vom 6. bis 8. Juli 2012 an der Universität Heidelberg stattfindet. Wissenschaftler aus aller Welt werden auf Einladung des Exzellenzclusters „Asien und Europa im globalen Kontext“ über die Entstehung neuer maritimer Netzwerke diskutieren.

Sie wollen unter anderem der Frage nachgehen, wie solche Verbindungen zwischen den Kulturen beispielsweise durch den zunehmenden Transfer von Gütern und Menschen, aber auch durch die Ausbreitung und Bekämpfung von Krankheiten entstanden sind.

„Bislang neigen wir dazu, die unterschiedlichen Regionen der Seefahrtswelt getrennt zu betrachten und in Kategorien wie Atlantik oder Indischer Ozean zu denken“, erklärt der Heidelberger Historiker Dr. Martin Dusinberre. „In der Diskussion aktueller Forschungsarbeiten wollen wir herausfinden, ob und wie sich die räumliche Einteilung der Meere verändert, wenn die Beziehungen unter den angrenzenden Ländern berücksichtigt werden.“ Die Vorträge konzentrieren sich vor allem auf die ostasiatische und pazifische Region und beleuchten die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Aspekte der Kontakte zwischen den Kulturen. So spricht unter anderem Dr. Gavin James Campbell von der Doshisha Universität über die trans-pazifischen Abenteuer eines japanischen Samurai auf Seefahrt. Prof. Dr. Robert Antony von der Universität Macao erklärt, wie Piraten, die sogenannten „Dragon Ladys“, und die Dampfschifffahrt in China miteinander zusammenhängen. Dabei vermittelt er einen ungewöhnlichen Einblick in die Seefahrt auf den chinesischen Meeren in der Neuzeit.

Die Konferenz mit dem Titel „The Asia-Pacific Maritime World: Connected Histories in the Age of Empire“ findet im Karl Jaspers Zentrum für Transkulturelle Studien in Heidelberg statt. Organisiert wird sie von Prof. Dr. Harald Fuess und Dr. Martin Dusinberre, die beide Mitglieder des Cluster-Forschungsprojekts „Das Asiatische Meer“ sind. Weitere Informationen zur Konferenz können im Internet unter http://www.asia-europe.uni-heidelberg.de/en/asian-sea abgerufen werden.

Kontakt
Dr. Alexander Häntzschel
Exzellenzcluster „Asien und Europa im globalen Kontext“
Telefon (06221) 54-4008
haentzschel@asia-europe.uni-heidelberg.de
Kommunikation und Marketing
Pressestelle, Telefon (06221) 54-2311
presse@rektorat.uni-heidelberg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.asia-europe.uni-heidelberg.de/en/asian-sea

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel
02.12.2016 | Münchner Kreis

nachricht Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen
01.12.2016 | Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie