Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Schutz und Sicherheit im Tunnel

29.04.2010
TU Graz organisiert Expertentreffen mit Brandversuch

Neue Entwicklungen auf dem Gebiet der Tunnelsicherheit stehen im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen, wenn sich kommende Woche Experten aus der ganzen Welt in der steirischen Landeshauptstadt treffen.

Das Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik (VKM-THD) der TU Graz veranstaltet vom 3. bis 4. Mai 2010 eine internationale Tagung zum Thema „Sicherheit und Belüftung von Tunnelanlagen“, bei der Fachleute neue Entwicklungen in ihrem Bereich diskutieren. Das „Finale“ der Konferenz bildet ein Brandversuch: diesmal im Kaltenbachtunnel der S 35. Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind bei Voranmeldung eingeladen teilzunehmen.

Österreich hat sich als „Land der Berge“ auf Fragen des Tunnelbaus spezialisiert. Die Erfahrung heimischer Wissenschafter ist international gefragt, Tagungen zum Thema daher gut besucht: Rund 250 Personen aus aller Welt erwarten die Organisatoren bei der fünften internationalen Konferenz „Tunnel Safety and Ventilation – Sicherheit und Belüftung von Tunnelanlagen“ kommende Woche in Graz. „In den letzten Jahren haben wir uns in erster Linie mit der Sicherheit im Brandfall befasst, heuer stehen vermehrt die Erhaltung und der Betrieb bestehender Tunnel im Mittelpunkt der Agenda“, erklärt Tagungsleiter Peter Sturm vom Institut für VKM-THD der TU Graz. „Viele Tunnel sind in die Jahre gekommen und entsprechen nicht mehr den aktuellen Standards. Die Herausforderung liegt meist darin, diese im laufenden Betrieb zu sanieren und sicherheitstechnisch am aktuellen Stand zu halten."

Einen Höhepunkt im Rahmenprogramm für die Teilnehmer bildet ein Heißrauchversuch im Kaltenbachtunnel der S 35. Die dabei freigesetzte Brandlast – also die Energie, die bei der Verbrennung frei wird – entspricht einem realen Pkw-Brand. Der spezielle Test im Rahmen der Tagung dient zunächst dazu zu zeigen, wie sich ein Fehlverhalten der Lüftungsregelung auf die Rauchgasausbreitung auswirkt. Im Versuch wird dieses freilich rasch wieder korrigiert und das funktionierende Sicherheitskonzept des Tunnels präsentiert.

5. Internationale Konferenz „Tunnel Safety and Ventilation – Sicherheit und Belüftung von Tunnelanlagen“
Termin: 3.-4. Mai 2010
Ort: Messecenter Graz
Brandversuch im Kaltenbachtunnel
Termin: 4. Mai 2010, 22 Uhr
Ort: Kaltenbachtunnel der S 35
Rückfragen und Anmeldung zum Brandversuch:
Sabine Minarik (Organisation)
Institut für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik
E-Mail: minarik@ivt.tugraz.at
Tel. +43 (0) 316 873 7596

Alice Senarclens de Grancy | idw
Weitere Informationen:
http://www.tugraz.at

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hochfeldmagnet am BER II: Einblick in eine versteckte Ordnung

Seit dreißig Jahren gibt eine bestimmte Uranverbindung der Forschung Rätsel auf. Obwohl die Kristallstruktur einfach ist, versteht niemand, was beim Abkühlen unter eine bestimmte Temperatur genau passiert. Offenbar entsteht eine so genannte „versteckte Ordnung“, deren Natur völlig unklar ist. Nun haben Physiker erstmals diese versteckte Ordnung näher charakterisiert und auf mikroskopischer Skala untersucht. Dazu nutzten sie den Hochfeldmagneten am HZB, der Neutronenexperimente unter extrem hohen magnetischen Feldern ermöglicht.

Kristalle aus den Elementen Uran, Ruthenium, Rhodium und Silizium haben eine geometrisch einfache Struktur und sollten keine Geheimnisse mehr bergen. Doch das...

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Forscher finden Hinweise auf verknotete Chromosomen im Erbgut

20.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Saugmaschinen machen Waschwässer von Binnenschiffen sauberer

20.10.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Strukturbiologieforschung in Berlin: DFG bewilligt Mittel für neue Hochleistungsmikroskope

20.10.2017 | Förderungen Preise