Anzeige
Der Familienvater, der seiner Zahlungspflicht nicht mehr nachkommen kann und Privatinsolvenz anmelden muss oder der Sohn, der Hartz IV bezieht, sind Beispiele, die sich häufen.
Diesem aktuellen Themenfeld widmet sich das Institut für Notarrecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einem öffentlichen Kolloquium. Am Freitag, dem 13. Januar 2012, wird die „Krisenbewältigung im Erbrecht – Was tun bei Insolvenz und Hartz IV des Wunscherben“ behandelt. Wer teilnehmen möchte wird gebeten, sich bis zum 10. Januar 2012 anzumelden per E-Mail an: notarinstitut[at]uni-jena.de.
Nach dem Rekordjahr 2010 wird in diesem Jahr erneut ein Anstieg an Privatinsolvenzen prognostiziert. So stellt sich auch bei der Testamentsgestaltung vermehrt die Frage, wie ein überschuldeter Erbe bedacht werden kann. Damit greift die Tagung ein schwieriges Praxisproblem auf. „Das Thema der Überschuldung spielt eine immer größere Rolle“, sagt Annett Meier-Wehrsdorfer von der Universität Jena. „Bei einer Testamentsgestaltung geraten Personen in einen Zwiespalt, denn durch das Erben eines Privatvermögens haben auch Gläubiger Zugriff darauf“, erklärt die geschäftsführende Assistentin am Institut für Notarrecht.
Bei der Tagung werden die eingeladenen Redner in den Rosensälen (Fürstengraben 27) Theorie und Praxis abwägen. Nach einer Begrüßung um 15.30 Uhr stellt der Notar Dr. Adolf Reul die verschiedenen Möglichkeiten der Testamentsgestaltung bei Insolvenz und Hartz IV des Wunscherben vor. Sein Vortrag soll einen umfassenden Überblick über die vielfältigen Gestaltungsvorschläge bieten. „Die Möglichkeiten der Gestaltung des Nachlasses sollen dann richterlich in zwei weiteren Referaten aus insolvenz- und sozialhilferechtlicher Sicht überprüft und auch diskutiert werden“, sagt Prof. Dr. Walter Bayer. „Diese Problematiken sind häufig diskutiert, aber es gibt kein ideales Prinzip“, fährt der Direktor des Instituts für Notarrecht fort. „Das Kolloquium soll nun helfen, Richtlinien zu geben“. Mit dem Präsidenten des Landgerichts Passau, Prof. Dr. Michael Huber, und dem Rechtsanwalt und früheren Vorsitzenden Richter am Verwaltungsgericht Hamburg, Christian Grube, referieren fachkundige Experten. „Die beiden Redner fungieren als Prüfinstanz, während der Notar Praxisvorschläge aufzeigt“, erläutert Walter Bayer.
Im Anschluss an die Veranstaltung findet der Neujahrsempfang des Notarrechts-Instituts mit einem gemütlichen Beisammensein statt.
Das nächste Symposium über eine gesellschaftsrechtliche Thematik ist für den 27. April 2012 vorgesehen.
Das Programm, weitere Informationen sowie die Anmeldung zum kommenden Kolloquium sind zu finden unter „Aktuelles“ auf: http://www.rewi.uni-jena.de/Institut_Notarrecht.
Kontakt:
Annett Meier-Wehrsdorfer
Institut für Notarrecht an der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Carl-Zeiß-Straße 3, 07743 Jena
Tel.: 03641 / 942510
E-Mail: notarinstitut[at]uni-jena.de
Maike Scholz | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.rewi.uni-jena.de/Institut_Notarrecht
www.uni-jena.de/
Weitere Berichte zu: Erbrecht > Hartz IV > Insolvenz > Notarrecht > Privatinsolvenz > Testamentsgestaltung > Wunscherben
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Universität Vechta
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | HSBA Hamburg School of Business Administration
Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer und bestimmte Krebsformen gehen auf eine fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen im Körper zurück.
Wissenschaftlern des Instituts für Photonische Technologien (IPHT) in Jena ist es erstmals gelungen, Proteinstrukturen auf sub-molekularer Ebene nachzuweisen und spektroskopisch zu analysieren. Ein wichtiger Schritt zum Verständnis der Krankheitsursachen.
„Bis heute hat man nicht genau verstanden, was die fehlerhafte Faltung und Aggregation von Eiweißen, zum Beispiel im Zusammenhang mit Alzheimer, ...
Die Quantenphysik beschreibt physikalische Vorgänge in Festkörpern und anderen Vielteilchensystemen auch mit Hilfe von Quasiteilchen.
Innsbrucker Physikern um Rudolf Grimm ist es nun erstmals gelungen, ein neues Quasiteilchen - ein repulsives Polaron - in einem Quantengas experimentell zu erzeugen. Die Forscher berichten darüber in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift Nature.
Ultrakalte Quantengase sind ein ideales Experimentierfeld, um physikalische Phänomene in Festkörpern zu simulieren. Unter streng kontrollierten Bedingungen ...
Licht lässt die Partikel in der Atmosphäre wachsen. In einem Experiment hat ein internationales Forscherteam erstmals einen neuen Mechanismus nachweisen können, bei dem Partikel durch Licht größer werden und der damit Einfluss auf die Wolkenbildung und das Klima hat.
Photokatalytische Reaktionen können zu einer schnellen Bindung von nicht kondensierenden flüchtigen organischen Kohlenwasserstoffen (VOCs) auf der Oberfläche der Partikel führen. Unter solchen Bedingungen nehme die Größe und Masse der Partikel schnell zu, schreiben die Wissenschaftler im renommierten Fachblatt PNAS.
Die Ergebnisse des Laborexperimentes könnten Effekte erklären, die bisher schon bei Feldkampagnen ...
Ähnlich wie blutsaugende Insekten prüfen Pflanzenschädlinge ihren Wirt auf Abwehrsignale, bevor sie anfangen zu fressen
Pflanzen bilden wenige Minuten nach Angriff eines Fraßfeindes Jasmonsäure, ein Hormon, das die Verteidigung gegen Insekten in Gange setzt mit der Folge, dass giftige Stoffe wie Nikotin oder Verdauungshemmer in den Blättern akkumulieren.
Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie, Jena, haben jetzt herausgefunden, dass Zwergzikaden die Verteidigungsbereitschaft von Tabakpflanzen aufspüren können. ...
Wissenschaftlern vom Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Bonn ist es erstmals gelungen, den Transport eines wichtigen Informationsträgers in biologischen Zellen praktisch unmodifiziert in Echtzeit zu filmen.
Die Studie zeigt, wie die so genannte Boten-RNA die Zellkernhülle überwindet und vom Zellkern in das Zytoplasma gelangt. Diese Arbeit ist nun in dem renommierten Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences of the USA“ (PNAS) publiziert.
Der Bauplan aller Lebewesen ist in ihrem Erbgut gespeichert. Dieses lagert bei höheren ...
Anzeige
Anzeige

Energieversorger vor dem Umbruch
24.05.2012 | Studien Analysen
Stem-cell-growing surface enables bone repair
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
Im wahrsten Sinne „Spitzenforschung“: IPHT-Forscher untersuchen Eiweißfasern mit größter Genauigkeit
24.05.2012 | Biowissenschaften Chemie
NieKE Themenforum: Ökonomie - Tierschutz - Lebensmittelsicherheit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Nachhaltigkeit in der Schifffahrt: Werte vs. Wertschöpfung
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten
Wissenschaft und Öffentlichkeit
24.05.2012 | Veranstaltungsnachrichten