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Schiefe Nasen korrekt richten

28.09.2010
HNO-Operateure üben am UKJ vom 30.9. bis 2.10. funktionell-ästhetische Nasen-Chirurgie

Eine Begradigung der Nasenscheidewand gehört zu den häufigsten Operationen in der Hals-, Nasen- Ohrenheilkunde, fast jeder 8. Deutsche leidet an diesem Problem.

Die verbogenen Knorpel führen zu einer Behinderung der Nasenatmung mit Begleiterscheinungen wie häufigen Infekten und Nebenhöhlenentzündungen. Abhilfe schafft hier nur der operative Eingriff, der jährlich etwa 200 Mal an der Jenaer HNO-Klinik durchgeführt wird.

„Obwohl diese Operation damit zu unseren täglichen Aufgaben gehört, stellt der Eingriff auf Grund der unterschiedlichen Ursachen für eine Nasenscheidewandverbiegung, die angeboren, wachstumsbedingt oder unfallbedingt sein können, den Operateur immer wieder vor sehr individuelle Situationen“, erklärt dazu Oberärztin Dr. Gerlind Schneider.

Die Grundlage jeder funktionellen Nasenoperation, die Korrektur der Nasenscheidewand (Septumplastik), steht daher in diesem Jahr im Mittelpunkt des 8. Jenaer Kurses für funktionell-ästhetische Chirurgie. Etwa 40 operierende HNO-Ärzte aus ganz Deutschland werden zu diesem dreitägigen Kurs vom 30. September bis zum 2. Oktober am Universitätsklinikum Jena erwartet, bei dem auch praktisch geübt wird. Dafür werden vom Institut für Anatomie Präparate bereitgestellt, an denen Operationstechniken von den Teilnehmern unter Anleitung erfahrener Referenten trainiert werden. Am Donnerstag werden in Live-Operationen die gezeigten Techniken demonstriert.

Oft ist die Begradigung der Nasenscheidewand auch mit einer Korrektur der äußeren Form der Nase verbunden. „Deshalb muss der Operateur auch das komplette Repertoire der Korrekturmöglichkeiten bis hin zu aufwändigen Rekonstruktionen beherrschen“, so Dr. Schneider, Leiterin der Spezialsprechstunde für funktionell-ästhetische Chirurgie an der Jenaer HNO-Klinik weiter. „Dafür möchten wir mit unserem diesjährigen Kurs die Grundlagen legen. Deshalb schließt sich auch in diesem Jahr am Samstag ein Kursprogramm mit Lappenplastiken und Osteotomieübungen an den von uns gemeinsam mit der Firma 3di GmbH entwickelten Modellen an“.

8. Jenaer Nasenkurs,
30. September – 2. Oktober 2010, Beginn 12.00 Uhr
Hörsaal der HNO-Klinik, Lessingstraße 2, Jena
Ansprechpartner:
OÄ Dr. Gerlind Schneider
HNO-Klinik des Universitätsklinikums Jena
Tel. 03641/935015
E-Mail: Gerlind.Schneider@med.uni-jena.de

Helena Reinhardt | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-jena.de

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