Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Saubere Kohlekraftwerke – aber wie?

25.02.2011
CO2-Abscheidung und -Speicherung in der Diskussion

Das Kürzel „CCS“ (Carbon Dioxide Capture and Storage) steht für CO2-Abscheidung und -Speicherung. Ziel dieses Verfahrens ist es, das klimaschädliche Gas CO2 aus dem Rauchgas der Kohlekraftwerke einzufangen und als flüssiges CO2 komprimiert in unterirdischen Lagerstätten sicher und dauerhaft zu lagern. Ob dieses Verfahren auch zu sauberen Kohlekraftwerken beitragen kann, darüber soll auf einer Tagung am 1. März 2011 an der TU Berlin diskutiert werden. Journalistinnen und Journalisten sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen.

Die Wissenschaft ist in der Frage „CCS“ gespalten, ebenso die Parteien und die Bevölkerung. Ein europäisches „CCS“-Gesetz wurde bereits verab-schiedet. Es fehlt jedoch die entsprechende Umsetzung in ein nationales „CCS“-Gesetz. Insbesondere große Energieunternehmen erwarten je¬doch, mit dem CCS-Verfahren Kohle weitgehend umweltverträglich wei¬terhin für die Stromproduktion nutzen zu können. Damit verbunden ist die Hoffnung, bei weltweiter Einführung von „CCS“ dem Klimaschutz einen enormen Schub verleihen zu können. Diesen Erwartungen widersprechen jedoch sowohl Teile der lokal betroffenen Bevölkerung wie auch etliche Fachwissenschaftler und Verbandsvertreter.

Das Innovationszentrum Energie (IZE) und die Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation (ZEWK) der TU Berlin wollen die Frage „Saubere Kohlekraftwerke dank CCS?“ während einer Tagung diskutieren. Journalistinnen und Journalisten sind zur Berichterstattung herzlich eingeladen:

Zeit: am Dienstag, 1. März 2011, 9.30 bis 16.15 Uhr
Ort: Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) der Handwerkskammer Berlin, Mehringdamm 14, 10961 Berlin
Weitere Details unter:
www.tu-berlin.de/fileadmin/a3337/Aktuelles/Flyer.opt.Endversion.2011_tu-berlin_15_www.pdf

Befürworter wie Gegner der CCS-Technologie werden auf dieser Tagung ihre Argumente zur Debatte stellen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gewerkschaften, Landespolitik und Bürgerinitiativen referieren über technische, ökonomische, soziale und ökologische Aspekte und diskutieren mit dem Publikum. Ziel der Tagung ist es, zu einer Versachlichung der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Debatte beizutragen. Dies wird sicher nicht zu einem Konsens führen, wohl aber zu einem differenzierteren Verständnis und höherem Problembewusstsein. Diese Orientierung soll dabei helfen, die Problematik der Fragestellung eines solch kontroversen Themas durchschaubarer zu machen.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern: Dr. Jürgen Rubelt, Zentraleinrichtung Wissenschaftliche Weiterbildung und Kooperation (ZEWK), Kooperationsstelle Wissenschaft/Arbeitswelt, Tel.: 030/314-21181, -21580, Fax: 030/314-24276, E-Mail: juergen.rubelt@tu-berlin.de

„EIN-Blick für Journalisten“ – Serviceangebot der TU Berlin für Medienvertreter:
Forschungsgeschichten, Expertendienst, Ideenpool, Fotogalerien unter:
http://www.pressestelle.tu-berlin.de/?id=4608

Stefanie Terp | idw
Weitere Informationen:
http://www.tu-berlin.de/fileadmin/a3337/Aktuelles/Flyer.opt.Endversion.2011_tu-berlin_15_www.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli
26.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Integrierte Schaltungen IIS

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Future Security Conference 2017 in Nürnberg - Call for Papers bis 31. Juli

26.06.2017 | Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

„Digital Mobility“– 48 Mio. Euro für die Entwicklung des digitalen Fahrzeuges

26.06.2017 | Förderungen Preise

Fahrerlose Transportfahrzeuge reagieren bald automatisch auf Störungen

26.06.2017 | Verkehr Logistik

Forscher sorgen mit ungewöhnlicher Studie über Edelgase international für Aufmerksamkeit

26.06.2017 | Physik Astronomie