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„Safe-Pack“: Sichere Fleischverpackung ohne Biozide

17.10.2014

Antimikrobielle Verpackungslösungen auf dem 7. Nano und Material Symposium (26. + 27.11.2014)

Gerade im Lebensmittelsektor spielen Qualität und Haltbarkeit, ganz besonders aber die Sicherheit von Fleisch und Fleischerzeugnissen eine enorme Rolle. Prof. Dr. Kreyenschmidt, Leiter des Instituts für Konstruktions- und Funktionsmaterialien (IKFM) der FH Münster, erläutert das vom Bundesministerium geförderte Projekt „Safe-Pack“ auf der Jahresveranstaltung der Landesinitiative NMN. Das Symposium fokussiert dabei das Thema „Material- und Prozessinnovationen zur Erhöhung von Leistung und Lebensdauer“.

Am 26. + 27. November 2014 werden für rund 200 Experten der Nano- und Materialbranche die Tore zum 7. Nano und Material Symposium in Lingen geöffnet. Die ganztägige Konferenz erstreckt sich über 3 Parallelsessions: „Neue Materialien“, „Leichtbau“ und „Oberflächen“.

"Prof. Kreyenschmidt, spezialisiert auf das Gebiet neuer polymerer Funktionsmaterialien und deren Oberflächeneigenschaften, ist einer der insgesamt 18 Referenten des Symposiums und sprach vorab mit der Landesinitiative über seinen Vortrag "Intrinsich antimikrobielle Polymere". 

Im Projekt „Safe-Pack“, welches vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert wird, widmet er sich der Entwicklung kontaktbiozider Kunststoffe, die bspw. als Verpackungsmaterialien zum Einsatz kommen könnten.

Durch die Reduktion verderbniserregender Keimbelastungen auf der Fleischoberfläche soll eine Verlängerung der Haltbarkeit von Fleischerzeugnissen erreicht werden. „Das Ziel des Projektes `Safe-Pack´ ist es, neuartige antimikrobielle Verpackungslösungen für den Selbstbedienungsbereich zu entwickeln, die eine Verbesserung der Qualität, Haltbarkeit und Sicherheit von Fleisch und Fleischerzeugnissen bewirken, und zwar ohne Zugabe biozider Additive“, erklärt Prof. Kreyenschmidt. 

Die durch das neue Verpackungsmaterial verlängerten Haltbarkeitszeiten der Fleischprodukte liefern weiterhin einen Beitrag zur Verringerung von Ausschusswaren und tragen somit zur Schonung wichtiger Ressourcen bei. Die Forschungspartner (IKFM der FH Münster und die Arbeitsgruppe Cold Chain Management der Universität Bonn) stützen sich hierbei auf ihre eigenen umfangreichen Vorarbeiten zur Herstellung von intrinsisch antimikrobiellen Polymeren (SmartSurf INNONET 16IN0639).

Der antimikrobielle Mechanismus dieser Kunststoffe beruht auf positiven Oberflächenladungen in hoher Dichte in Kombination mit einem stark hydrophoben Charakter. Werkstoffe dieses Typs weisen im Vergleich zu herkömmlichen Verpackungsmaterialien eine deutlich höhere Wirkung gegenüber einem breiten Spektrum von Keimen auf - auch bei niedrigen Temperaturen, wie sie bei Fleisch und Fleischprodukten in der Kühlung vorliegen.

„Wir entwickeln diese Materialien weiter, um sie als Beschichtung von Siegelschalen, Saugvlieseinlagen und Folien für den Fleischsektor einsetzen zu können. Die Herausforderung liegt darin, die dynamisch-mechanischen Eigenschaften der Polymere an das Werkstoffprofil und an die Verarbeitungsbedingungen der unterschiedlichen Verpackungslösungen zu adaptieren. Dabei dürfen die Veränderungen der Werkstoffeigenschaften die antimikrobiellen Eigenschaften der Polymere nicht negativ beeinflussen“, fügt Prof. Kreyenschmidt an.

Bis jetzt wurden unterschiedlichste Materialmodifikationen durch die Universität Bonn im Standardprüfverfahren getestet. Dabei handelte es sich um diverse Copolymere und Compounds mit variierenden Anteilen der aktiven Spezies. Insgesamt weisen die modifizierten Materialien eine sehr gute antimikrobielle Wirksamkeit im Standardtest auf, die auch bei denen bis dato geprüften Einflussfaktoren nicht wesentlich reduziert wird. 

Die Ergebnisse der Materialtests sowie die nächsten Schritte im Projekt „Safe-Pack“ wird Prof. Kreyenschmidt am 27. November in seinem Vortrag „Intrinsich antimikrobielle Polymere“ in der Session „Oberflächen“ präsentieren. 

Weitere Informationen zum gesamten Vortragsprogramm stehen online zur Verfügung: www.nmn-ev.de/symposium. Eine Anmeldung zur Teilnahme am Symposium (27.11.) sowie an der Auftaktveranstaltung mit exklusiver F&E-Werksführung (26.11.) ist im Vorfeld erforderlich. Das Teilnehmerkontingent ist limitiert. Zum Anmeldeformular und den Konditionen: www.nmn-ev.de/symposium/anmeldung 

Kooperationspartner und Gastgeber des 7. NMN Symposiums ist die ROSEN Gruppe. ROSEN ist weltweit führender Anbieter innovativer, zuverlässiger und wettbewerbsfähiger Lösungen für verschiedenste Industrien wie Öl und Gas, Energie, Prozess, Bergbau, fertigende Industrie, Telekommunikation und Transport. Anlässlich des Symposiums gewährt ROSEN am 26.11. exklusiv einen Blick hinter die Kulissen, in Form einer Werksführung durch das »ROSEN Technology and Research Center (RTRC)« mit anschließendem Get Together für registrierte Gäste. 

Pressekontakt:

Dr. Nadine Teusler

Nano- und Materialinnovationen Niedersachsen e. V.

c/o innos - Sperlich GmbH

Bürgerstr. 44/42 I 37073 Göttingen

Tel   +49 (551) 49 607 0, Fax  +49 (551) 49 607 49

mail@nmn-ev.de, www.nmn-ev.de

Kontakt & Organisation NMN Symposium 2014:

Melanie Teichmann

Tel +49 (551) 49 601 15 I teichmann@innos-sperlich.de

Melanie Teichmann | innos - Sperlich GmbH

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