Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rund ums Herzohr – Internationale Experten tagen in Leipzig-Probstheida

10.10.2016

Workshop am 14. und 15. Oktober mit über 200 Herzmedizinern aus aller Welt dreht sich ganz um das so genannte Herzohr und den katheterbasierten Verschluss des Herzohres, um Schlaganfälle zu verhindern.

Der schnelle, unregelmäßige Rhythmus der Herzvorkammern, das Vorhofflimmern, ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen weltweit. Durch das Vorhofflimmern kann das Blut nicht mehr ungehindert fließen, es staut sich, kann verklumpen, Blutgerinnsel bilden und damit das Risiko für einen Schlaganfall erhöhen.

Besonders im so genannten Herzohr, einer Ausstülpung an den Vorhöfen, kann es zu solch einer gefährlichen Gerinnselbildung kommen. Blutverdünnende Medikamente senken zwar das Risiko für einen Schlaganfall, bei einer beträchtlichen Anzahl von Patienten können diese jedoch nicht eingesetzt werden, da sie zu starken Nebenwirkungen führen.

Eine neue effektive Methode, um Schlaganfälle bei Vorhofflimmern zu vermeiden, ist der Verschluss des linken Herzohres mit Hilfe eines Herzkatheters, bei der Deutschland weltweit eine führende Rolle einnimmt. „Es handelt sich um eine für den Patienten schonende und nachhaltige Technik, an der wir seit gut zehn Jahren arbeiten, und die auch vor dem Hintergrund einer immer älter werdenden Bevölkerung zunehmend nachgefragt wird“, erklärt Dr. Marcus Sandri, Oberarzt der Klinik für Kardiologie am Herzzentrum Leipzig. Das Herzzentrum Leipzig zählt zu einem der wenigen Schwerpunktzentren in Deutschland, die den Verschluss des Herzohres mit Hilfe des Katheters erforschen und anwenden.

Am 14. und 15. Oktober 2016 findet am Herzzentrum Leipzig ein internationaler Workshop – das LAA-Meeting (Left Atrial Appendage Closure and Atrial Fibrillation) – statt, der sich mit eben diesen Eingriffen zur Schlaganfallverhütung befasst. Insbesondere die neue Technologie des linken Herzohr-Verschlusses mittels Herzkatheter steht hierbei im Fokus.

Rund 200 internationale Herzmediziner aus aller Welt treffen sich im Hörsaal des Herzzentrums Leipzig, um in Vorträgen und bei einer Vielzahl an Live-Untersuchungen im Herzkatheterlabor und im Operationssaal über die neuesten Entwicklungen zu diskutieren.

Organisiert wird der Workshop, der bereits zum fünften Mal stattfindet, von Dr. med. Marcus Sandri, Herzzentrum Leipzig, Privatdozent Dr. med. Sven Möbius-Winkler, Universitätsklinikum Jena und Professor Martin Bergmann, Cardiologicum Hamburg. Sie freuen sich auf zwei spannende Tage.

Marcus Sandri: „Wir sind stolz, mit diesem Workshop hochkarätige Herzmediziner – sowohl Kardiologen als auch Herzchirurgen – nach Mitteldeutschland zu holen. Insbesondere aufgrund des länderübergreifenden Austausch zu neuesten medizinischen Behandlungsmöglichkeiten und der interaktiven, kollegialen Atmosphäre ist das Meeting ein Highlight im jährlichen medizinischen Kongresskalender.“

Weitere Informationen:

Nähere Informationen zu den vorgestellten neuen Behandlungsmethoden erhalten Sie über die Klinik für Innere Medizin/Kardiologie am Herzzentrum Leipzig.
Telefon (Sekretariat): (0341) 865-1428
E-Mail: Marcus.Sandri@helios-kliniken.de

Über das Herzzentrum Leipzig:
Das Herzzentrum Leipzig bietet mit seinen 440 Betten und zehn tagesklinischen Betten in den drei Kliniken, Klinik für Herzchirurgie, Klinik für Innere Medizin/Kardiologie (inkl. der Abteilung für Rhythmologie) und Klinik für Pädiatrie/ Kinderkardiologie sowie den Abteilungen für Anästhesiologie und Radiologie Hochleistungsmedizin rund um das Herz. Unter der Leitung international erfahrener Ärzte und namhafter Wissenschaftler arbeitet am Herzzentrum Leipzig ein Team von mehr als 1.450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Seit der Inbetriebnahme im September 1994 besteht mit dem Freistaat Sachsen und der Universität Leipzig ein Kooperations- und Nutzungsvertrag, der dem Haus den Status einer Universitätsklinik verleiht. Das rechtlich und wirtschaftlich selbständige Herzzentrum ist Teil der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig. Seit 2014 ist das Herzzentrum Leipzig eine 100-prozentige Tochter der HELIOS Kliniken GmbH. www.helios-kliniken.de/herzzentrum 

Über die HELIOS Kliniken Gruppe:
Zur HELIOS Kliniken Gruppe gehören 112 eigene Akut- und Rehabilitationskliniken inklusive sieben Maximalversorger in Berlin-Buch, Duisburg, Erfurt, Krefeld, Schwerin, Wuppertal und Wiesbaden, 49 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), fünf Rehazentren, elf Präventionszentren und 15 Pflegeeinrichtungen. HELIOS ist damit einer der größten Anbieter von stationärer und ambulanter Patientenversorgung in Deutschland und bietet Qualitätsmedizin innerhalb des gesamten Versorgungsspektrums. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin. HELIOS versorgt jährlich rund 4,5 Millionen Patienten, davon 1,2 Millionen stationär. Die Klinikgruppe verfügt insgesamt über mehr als 34.000 Betten und beschäftigt rund 68.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2014 erwirtschaftete HELIOS einen Umsatz von rund 5,2 Milliarden Euro. Die Klinikgruppe gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius. www.helios-kliniken.de 

Pressekontakt:
Juliane Dylus, Abteilungsleiterin Unternehmenskommunikation
Herzzentrum Leipzig, HELIOS Park-Klinikum Leipzig
Telefon: (0341) 865-21 91 | E-Mail: alexander.friebel@helios-kliniken.de

Juliane Dylus | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Von Batterieforschung bis Optoelektronik
23.06.2017 | Justus-Liebig-Universität Gießen

nachricht 10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge
22.06.2017 | Haus der Technik e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Im Focus: Climate satellite: Tracking methane with robust laser technology

Heatwaves in the Arctic, longer periods of vegetation in Europe, severe floods in West Africa – starting in 2021, scientists want to explore the emissions of the greenhouse gas methane with the German-French satellite MERLIN. This is made possible by a new robust laser system of the Fraunhofer Institute for Laser Technology ILT in Aachen, which achieves unprecedented measurement accuracy.

Methane is primarily the result of the decomposition of organic matter. The gas has a 25 times greater warming potential than carbon dioxide, but is not as...

Im Focus: How protons move through a fuel cell

Hydrogen is regarded as the energy source of the future: It is produced with solar power and can be used to generate heat and electricity in fuel cells. Empa researchers have now succeeded in decoding the movement of hydrogen ions in crystals – a key step towards more efficient energy conversion in the hydrogen industry of tomorrow.

As charge carriers, electrons and ions play the leading role in electrochemical energy storage devices and converters such as batteries and fuel cells. Proton...

Im Focus: Die Schweiz in Pole-Position in der neuen ESA-Mission

Die Europäische Weltraumagentur ESA gab heute grünes Licht für die industrielle Produktion von PLATO, der grössten europäischen wissenschaftlichen Mission zu Exoplaneten. Partner dieser Mission sind die Universitäten Bern und Genf.

Die Europäische Weltraumagentur ESA lanciert heute PLATO (PLAnetary Transits and Oscillation of stars), die grösste europäische wissenschaftliche Mission zur...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von Batterieforschung bis Optoelektronik

23.06.2017 | Veranstaltungen

10. HDT-Tagung: Elektrische Antriebstechnologie für Hybrid- und Elektrofahrzeuge

22.06.2017 | Veranstaltungen

„Fit für die Industrie 4.0“ – Tagung von Hochschule Darmstadt und Schader-Stiftung am 27. Juni

22.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Radioaktive Elemente in Cassiopeia A liefern Hinweise auf Neutrinos als Ursache der Supernova-Explosion

23.06.2017 | Physik Astronomie

Dünenökosysteme modellieren

23.06.2017 | Ökologie Umwelt- Naturschutz

Makro-Mikrowelle macht Leichtbau für Luft- und Raumfahrt effizienter

23.06.2017 | Materialwissenschaften