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Rückkehr der Gesellschaftstheorie. Kritische Sozialforschung im Widerstreit.

23.11.2009
Das Institut für Sozialforschung, Frankfurt a. M., der Sonderforschungsbereich Reflexive Modernisierung, München und das Hamburger Institut für Sozialforschung veranstalten eine Tagung, die nach zeitdiagnostischen Leitbegriffen, methodischen Ansätzen und normativen Perspektiven einer kritischen Sozialforschung fragt.

Es gibt wieder ein Interesse an Gesellschaftstheorie. Aussagen über bestimmte Segmente, Gruppen oder Populationen reichen nicht mehr. Der Blick richtet sich auf durch neue Paradoxien und veränderte Unsicherheiten geprägte uneinheitliche Zusammenhänge: Gesellschaft. Sie gilt es neu zu entdecken.

Wie ist Gesellschaft heute zu begreifen? Pathologien der kapitalistischen Entwicklung erzeugen neue Risiken; Phänomene der Entgrenzung unterlaufen die gesellschaftliche Differenzierung; Pluralisierung wird überlagert durch Spaltung und Ausschluss. Der skeptische Gestus einer Soziologie, die den Rekurs auf die Kategorie der Gesellschaft verweigert, läuft gerade angesichts der globalen Wirtschaftskrise ins Leere. Empörungsverstärkung und Verdachtsbestätigung reichen nicht aus, erforderlich sind vielmehr Analysen, die Auskunft geben über gewandelte Mechanismen und Medien sozialer Integration, über neue Formen sozialer Strukturierung, erwartbare Polarisierungseffekte und veränderte Herrschaftskonstellationen.

Eine Theorie der Gesellschaft, die ihren Namen verdient, lässt sich weder durch einen von außen herangetragenen Maßstab gewinnen, noch kann sie auf begriffliche Abstraktionen verzichten. Nur durch die Konzentration aufs Einzelne und das experimentelle Austesten konkurrierender Interpretationen kann die Reflexion aufs Ganze gelingen.

Gemeinsam veranstalten das Institut für Sozialforschung, Frankfurt a. M., der Sonderforschungsbereich Reflexive Modernisierung, München und das Hamburger Institut für Sozialforschung eine Tagung, die in vier Panels und sechs Foren nach zeitdiagnostischen Leitbegriffen, methodischen Ansätzen und normativen Perspektiven einer kritischen Sozialforschung fragt, die an dem Anspruch festhält, ihre Zeit in Begriffe zu fassen.

Datum: 3. bis 5. Dezember 2009
Ort: Goethe-Universität, Campus Bockenheim Hörsaal I-VI, Mertonstr. 17-21, Frankfurt

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Informationen zu den Referenten und Moderatoren, Kurztexte zu den Vorträgen sowie das Programm finden Sie auf der Tagungswebsite unter http://www.rueckkehr-der-gesellschaftstheorie.de.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Dr. Regine Klose-Wolf
Hamburger Institut für Sozialforschung
Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 040-414097 12
Presse@his-online.de
Dr. Sidonia Blättler
Institut für Sozialforschung
a. d. Goethe-Universität Frankfurt a. M.
Tel. 069- 756183-16
Blaettler@em.uni-frankfurt.de

Dr. Regine Klose-Wolf | idw
Weitere Informationen:
http://www.rueckkehr-der-gesellschaftstheorie.de

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