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Die Rolle des Konsumenten in der Wirtschaftsethik

25.10.2011
Wer im Supermarkt vor dem Regal steht, entscheidet selbst, was er kauft: Bohnen aus Ägypten oder Bio-Gemüse aus dem Umland? Den billigsten Kaffee oder doch das Fairtrade-Produkt? Können Konsumenten verhindern, dass Bauern in Afrika ausgebeutet, Tiere in Masthaltung gequält oder Waren zu Lasten des Klimas vom anderen Ende der Welt importiert werden?

Konsumenten üben einen maßgeblichen Einfluss auf marktwirtschaftliche Prozesse aus. In der Wirtschaftsethik-Forschung werden sie bisher jedoch nur wenig beachtet.

Auf der Tagung „Die Rolle des Konsumenten in der Wirtschaftsethik“ nehmen deshalb am 29. und 30. November Experten das Verhältnis von Konsumenten- und Unternehmensverantwortung genauer in den Blick. Eröffnet wird die Tagung mit einer Buchvorstellung von „Die Verantwortung des Konsumenten. Zum Verhältnis von Markt, Moral und Konsum“ (Oktober 2011, Campus Verlag) und einem öffentlichen Abendvortrag von Josef Wieland von der Hochschule Konstanz.

Auf der Tagung steht unter anderem die Frage nach den Grundlagen der Konsumentenethik im Vordergrund: Welchen Handlungsstatus besitzen Konsumenten? Folgen ihre Entscheidungen ökonomischen oder moralischen Aspekten? In weiteren Vorträgen geht es um die gesellschaftliche Verantwortung der Konsumenten: Lassen sich Corporate Social Responsibility-Ansätze auf den Verbraucher übertragen? Welche Wechselwirkungen bestehen zwischen der gesellschaftlichen Verantwortung von Konsumenten und Unternehmen? Abschließend sollen vor allem zwei Fragen behandelt werden: Inwieweit stellt die Konsumentenethik eine eigenständige wirtschaftsethische Disziplin dar? Welche gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen ergeben sich aus einer stärkeren Berücksichtigung der Konsumentenethik?

TeilnehmerInnen:
Björn Ahaus (KWI), Michael Aßländer (Universität Kassel), Thomas Beschorner (Universität St. Gallen), Tine de Bock (University of Gent), Johannes Brinkmann (Norwegian Business School), Timothy Devinney (University of Technology, Sydney), Armin Grunwald (Karlsruhe Institute of Technology, KIT), Kornelia Hagen (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin), Ludger Heidbrink (KWI), Terry Newholm (University of Manchester), Niko Paech (Universität Oldenburg), Ulf Schrader (Technische Universität Berlin), Imke Schmidt (KWI), Craig Smith (INSEAD Fontainebleau),John Thøgersen (Aarhus University), Patrick van Kenhove (University of Gent), Scott J. Vitell (University of Mississippi) und Josef Wieland (Hochschule Konstanz).
Datum: Dienstag, 29. November 2011 und Mittwoch, 30. November 2011
Ort: Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Goethestr. 31, 45128 Essen
Anmeldung: Eine Teilnahme an der Buchpräsentation und/oder der Tagung ist möglich. Um Anmeldung wird gebeten bis zum 24. November bei Ursula Sanders: ursula.sanders@kwi-nrw.de.

Tagungssprache ist Englisch, die Eröffnung am 29. November findet auf Deutsch statt.

Das Tagungsprogramm finden Sie unter:
http://www.kwi-nrw.de/home/veranstaltung-404.html
Pressekontakt:
Journalisten, die sich für die Veranstaltung akkreditieren möchten oder Interviews wünschen, wenden sich an: Viola Noll, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Kulturwissenschaftliches Institut Essen (KWI), Tel. 0201/7204-152, viola.noll@kwi-nrw.de.
Über das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI):
Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) ist das Forschungskolleg der Universitätsallianz Metropole Ruhr (UAMR), zu der sich die Universitäten Bochum, Dortmund und Duisburg-Essen zusammengeschlossen haben. Seine Aufgabe ist die Förderung hervorragender interdisziplinärer Forschung in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften mit regionalen, nationalen und internationalen Partnern. Das KWI erforscht die Grundlagen der modernen Kultur praxisnah und mit Blick auf aktuelle relevante gesellschaftliche Fragen. Derzeit stehen die Themenfelder kollektive Erinnerung, kulturelle Vielfalt der Weltgesellschaft, soziale Verantwortung und kulturelle Aspekte des Klimawandels im Mittelpunkt. Mit seinen Veranstaltungen sucht das KWI den Dialog mit einer breiteren Öffentlichkeit, es unterhält enge Partnerschaften mit Kultureinrichtungen und Medien.

Viola Noll | idw
Weitere Informationen:
http://www.kulturwissenschaften.de
http://www.kwi-nrw.de/home/veranstaltung-404.html

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