Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rheumatologen diskutieren in München neue Fächerübergreifender Behandlungs- und Therapieansätze

13.07.2011
Rheuma hat viele Gesichter: Der Begriff umfasst verschiedenste Erkrankungen des Bewegungsapparates wie die rheumatoide Arthritis, Arthrose und Osteoporose.

Eine optimale Versorgung setzt einen intensiven Austausch aller beteiligten Fachärzte voraus. Vom 31. August bis zum 3. September 2011 tagt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) deshalb gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie (DGORh) und der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) in München. Die Teilnehmer diskutieren neue Erkenntnisse aus allen Bereichen der Rheumatologie – von der Grundlagenforschung bis zur Therapie.

Ein Kongressschwerpunkt ist die Entzündung als wichtigste treibende Kraft rheumatischer Erkrankungen. „Dieser Aspekt ist ganz zentral für die Forschung. Nur wenn wir die Entzündungsprozesse genau kennen und verstehen, können wir gezielt darauf reagieren“, betont Professor Dr. med. Hendrik Schulze-Koops, DGRh-Kongresspräsident und Leiter der Rheumaeinheit am Klinikum der Universität München. Neben den entzündlichen Erkrankungen wie der rheumatoiden Arthritis stehen jedoch auch die Arthrose als häufigstes Gelenkleiden sowie die Stoffwechsel¬erkrankungen Osteoporose und Gicht auf dem Kongressprogramm.

Rheuma hat nicht nur viele Gesichter, es kann auch Menschen jeden Alters treffen. So leiden allein in Deutschland etwa 20 000 Kinder und Jugendliche an entzündlich-rheumatischen Erkrankungen. Diese verlaufen oft besonders schwer und ziehen auch andere Organe in Mitleidenschaft. Deshalb kann nur in enger Zusammenarbeit mit anderen Spezialisten wie Augen- und Hautärzten eine optimale Versorgung gelingen. „Eine sehr wichtige Behandlungsphase ist zudem der Übergang von der Kinder- in die Erwachsenenrheumatologie. Diese Transition ist eine große Herausforderung für alle beteiligten Ärzte“, erklärt Professor Dr. med. Johannes-Peter Haas, Kongresspräsident der GKJR und Chefarzt am Deutschen Zentrum für Kinder- und Jugendrheumatologie Garmisch-Partenkirchen. „Die Heranwachsenden müssen in dieser Zeit besonders intensiv betreut werden, um bisherige Therapieerfolge nicht zu gefährden“, ergänzt Privatdozentin Dr. med. Annette Jansson, Kongresspräsidentin der GKJR vom Klinikum der Universität München. Neben der Transition diskutieren die Kinderrheumatologen in München auch die Rolle von Biomarkern sowie die Problematik der Off-label-Therapie.

Die medikamentöse Behandlung rheumatischer Erkrankungen hat sich dank der Biologika in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Diese molekularbiologisch hergestellten Medikamente hemmen gezielt bestimmte entzündungsfördernde Botenstoffe des Körpers. Doch nicht allen Patienten können die Präparate helfen. In manchen Fällen ist eine Operation notwendig. Der Wandel chirurgischer Behandlungs-verfahren ist ein Kongressschwerpunkt der orthopädischen Rheumatologen: „Minimal-invasive Eingriffe sind hier mittlerweile fest etabliert. Sie führen nicht nur zu besseren Ergebnissen, sondern sind auch mit deutlich weniger Schmerzen verbunden“, erklärt Dr. med. Stefan Schill, Kongresspräsident der DGORh vom MVZ Gelenkzentrum Rosenheim.

Wie in den vergangenen Jahren können sich Patienten und ihre Angehörigen auf dem Kongress im Rahmen eines Patiententages informieren. Dieser findet am 3. September 2011 von 10.30 bis 14 Uhr ebenfalls im ICM statt. Schwerpunkt ist das Thema Bewegung und Schmerz. Der DGRh-Kongress wird zudem von einer Industrieausstellung flankiert. Das Kongressprogramm und weiterführende Informationen finden Interessierte im Internet unter http://www.dgrh-kongress.de.

39. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh)
mit der 25. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Orthopädische Rheumatologie
und der 21. Jahrestagung der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie
31. August bis 3. September 2011, ICM – Internationales Congress Center München
Pressekontakt:
Silke Stark/Corinna Spirgat
Kongress-Pressestelle DGRh
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Tel.: 0711 8931-572
Fax: 0711 8931-167
stark@medizinkommunikation.org

Dr. Cornelia Rufenach | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgrh-kongress.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018
17.01.2018 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht 2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!
16.01.2018 | Hochschule Hannover

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Im Focus: Scientists decipher key principle behind reaction of metalloenzymes

So-called pre-distorted states accelerate photochemical reactions too

What enables electrons to be transferred swiftly, for example during photosynthesis? An interdisciplinary team of researchers has worked out the details of how...

Im Focus: Erstmalige präzise Messung der effektiven Ladung eines einzelnen Moleküls

Zum ersten Mal ist es Forschenden gelungen, die effektive elektrische Ladung eines einzelnen Moleküls in Lösung präzise zu messen. Dieser fundamentale Fortschritt einer vom SNF unterstützten Professorin könnte den Weg für die Entwicklung neuartiger medizinischer Diagnosegeräte ebnen.

Die elektrische Ladung ist eine der Kerneigenschaften, mit denen Moleküle miteinander in Wechselwirkung treten. Das Leben selber wäre ohne diese Eigenschaft...

Im Focus: The first precise measurement of a single molecule's effective charge

For the first time, scientists have precisely measured the effective electrical charge of a single molecule in solution. This fundamental insight of an SNSF Professor could also pave the way for future medical diagnostics.

Electrical charge is one of the key properties that allows molecules to interact. Life itself depends on this phenomenon: many biological processes involve...

Im Focus: Wie Metallstrukturen effektiv helfen, Knochen zu heilen

Forscher schaffen neue Generation von Knochenimplantaten

Wissenschaftler am Julius Wolff Institut, dem Berlin-Brandenburger Centrum für Regenerative Therapien und dem Centrum für Muskuloskeletale Chirurgie der...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - März 2018

17.01.2018 | Veranstaltungen

2. Hannoverscher Datenschutztag: Neuer Datenschutz im Mai – Viele Unternehmen nicht vorbereitet!

16.01.2018 | Veranstaltungen

Fachtagung analytica conference 2018

15.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

17.01.2018 | Physik Astronomie

Seltsames Verhalten eines Sterns offenbart Schwarzes Loch, das sich in riesigem Sternhaufen verbirgt

17.01.2018 | Physik Astronomie

Fraunhofer HHI erhält AIS Technology Innovation Award 2018 für 3D Human Body Reconstruction

17.01.2018 | Förderungen Preise