Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rheumakongress mit Schwerpunkt Arthrose

22.07.2010
Bei einem vielfältigen Krankheitsbild wie Rheuma ist fachübergreifender Austausch zwischen Ärzten unerlässlich. Daher tagt die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie bereits zum zweiten Mal zusammen mit der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie und der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie.

Gemeinsam diskutieren die Experten neueste Erkenntnisse in der Diagnostik und Therapie rheumatischer Erkrankungen. Einer der Schwerpunkte des Kongresses ist in diesem Jahr die Arthrose. Darüber hinaus sprechen die Fachleute über Möglichkeiten, die Versorgung angesichts der geringen Zahl an Rheumatologen besser zu vernetzen. Der Kongress findet vom 15. bis 18.09.2010 im CCH Hamburg statt.

In Deutschland leiden etwa fünf Millionen Menschen an den schmerzhaften und bewegungseinschränkenden Symptomen einer Arthrose. „Diese Zahl ist alarmierend, insbesondere vor dem Hintergrund, dass wir bislang keine wirklich zufriedenstellende Behandlung anbieten können“, betont Kongresspräsident Professor Dr. med. Wolfgang Rüther, Hamburg. Der Direktor des Lehrstuhls für Orthopädie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf fokussiert mit seinem Kongress deshalb auf ein besseres Verständnis der Mechanismen der Krankheit: „Um den Patienten ihre Beschwerden nehmen zu können, brauchen wir dringend wegweisende anwendungsorientierte Fortschritte für die Therapie“, so Rüther.

Auch in diesem Jahr legen die Veranstalter Wert auf interdisziplinären Austausch.Vor allem bei der Behandlung der etwa 20 000 an Rheuma erkrankten Kinder und Jugendlichen müssen neben Kinderrheumatologen auch Nieren-, Haut- und Herzspezialisten in die Therapie mit einbezogen werden. Bei jungen Patienten spielt zudem die gewissenhafte Überleitung von der Kinder- in die Erwachsenenrheumatologie eine große Rolle: „Diese Phase nahtlos zu begleiten, stellt extreme Anforderungen an ein vernetztes Arbeiten zwischen allen Beteiligten“, erläutert Professor Dr. med. Dirk Föll, Kongress-Präsident der Gesellschaft für Kinder- und Jugendrheumatologie (GKJR) aus Münster. Neben der Versorgungsqualität sprechen die Kinder- und Jugendrheumatologen auch über Erkenntnisse der Grundlagenforschung. Unter anderem geht es um molekulare Prozesse, die Rheuma bei Kindern hervorrufen.

Ein Schwerpunkt in der Therapie der entzündlich-rheumatischen Erkrankungen sind Biologika. Der Kongress stellt neueste biotechnologische Medikamente vor, thematisiert vor allem aber, welche Nebenwirkungen damit verbunden sind. „Weil jedoch nicht alle Patienten gleichermaßen gut auf eine medikamentöse Therapie ansprechen, kann eine Operation mitunter in Frage kommen“, sagt Privatdozent Dr. med. Thomas Pauly, Kongresspräsident der Assoziation für Orthopädische Rheumatologie (ARO) aus Meerbusch-Lank. Deshalb diskutieren die Experten auch, wann ein Gelenkersatz unumgänglich ist. Darüber hinaus geht es darum, wie Ärzte wirksam rheumatische Schmerzen lindern, ob Rheuma Herzinfarkt und Schlaganfall verursacht und um neue Behandlungswege gegen Gicht.

Auch in diesem Jahr bezieht die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie (DGRh) auf ihrem 38. Kongress Betroffene und ihre Angehörige in den Kongress ein: Der Patiententag findet in Zusammenarbeit mit der Deutschen Rheuma-Liga am Samstag, den 18. September 2010, statt. In öffentlichen Vorträgen präsentieren die Veranstalter laienverständlich die aktuellen Forschungsergebnisse des Kongresses. Eine Industrieausstellung ergänzt die wissenschaftliche Tagung. Das Kongressprogramm und weiterführende Informationen finden Interessierte im Internet.

Unter dem Begriff Rheuma fassen Experten mehr als 100 verschiedene entzündliche Erkrankungen des Bewegungsapparates zusammen. Auch die verschleißbedingten Krankheiten wie Arthrose zählen zum sog. „rheumatischen Formenkreis“. Menschen jeden Alters sind von diesen oft schweren, schmerzhaften und vielgestaltigen Erkrankungen betroffen: Etwa 1,5 Millionen Deutsche leiden allein an einer entzündlich-rheumatischen Erkrankung. Durchschnittlich dauert es 13 Monate bis Betroffene mit einer rheumatoiden Arthritis zu einem Rheumatologen gelangen und dort Hilfe finden.

Ansprechpartner für Journalisten:
Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie
Pressestelle: Sandra Wittig
Luisenstraße 41
10117 Berlin
Tel: 030/240484-80
Fax: 030/240484-79
Email: sandra.wittig@dgrh.de
Thieme PR-Agentur
Kongress-Pressestelle
Anna Voormann
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
Berliner Büro:
Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 59
10117 Berlin
Tel: 0711 89 31 552
Fax: 0711 89 31 167
E-Mail: voormann@medizinkommunikation.org

Dr. Cornelia Rufenach | idw
Weitere Informationen:
http://www.dgrh-kongress.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften