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Der Europäische Antibiotikatag ist eine europäische Initiative zur Förderung der öffentlichen Gesundheit. Er findet alljährlich im November statt und soll das Bewusstsein für die Bedrohung durch Antibiotikaresistenzen schärfen und auf die Bedeutung der umsichtigen Anwendung von Antibiotika hinweisen.
Zu dem Thema lädt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) am 23. und 24. November 2011 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft, öffentlichen Institutionen und Politik zum 10. BfR-Forum Verbraucherschutz ein. „Die Maßnahmen zur Bekämpfung und Vorbeugung von Antibiotikaresistenzen sind vielfältig“, sagt Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR. „Das beginnt bei der Hygiene und reicht bis zur Reduktion des Antibiotika-Einsatzes auf das therapeutisch unbedingt notwendige Maß“. Ziel der Veranstaltung ist eine Standortbestimmung in den laufenden Bemühungen zur Begrenzung von Antibiotika-Resistenzen, um Perspektiven für ein weiteres Vorgehen aufzuzeigen.
Infektionen durch resistente Bakterien sind schwieriger zu therapieren, verlängern die Behandlungsdauer und können eine erhöhte Sterblichkeit zur Folge haben. Das Wissen über die Zusammenhänge zur Entstehung und Ausbreitung von Antibiotikaresistenzen ist gestiegen, und Maßnahmen zur Eindämmung der Problematik wurden bereits eingeleitet.
Der Europäische Antibiotikatag ist eine Initiative des ECDC (European Centre for Disease Prevention and Control) in Zusammenarbeit mit Institutionen der EU und deren Mitgliedsstaaten, der Weltgesundheitsorganisation und vielen anderen Organisationen. Durch den Europäischen Antibiotikatag soll hervorgehoben werden, wie wichtig es ist, Antibiotika verantwortungsvoll einzusetzen, indem die unnötige Anwendung von Antibiotika verhindert und die sachgerechte Einnahme von Antibiotika entsprechend der ärztlichen Verordnung gefördert wird.
Am 23. und 24. November 2011 lädt das Bundesinstitut für Risikobewertung Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft, öffentlichen Institutionen und Politik zum 10. BfR-Forum Verbraucherschutz ein, um das Thema ausführlich zu erörtern. Auf dem Forum stellen am ersten Tag Wissenschaftler aus dem veterinärmedizinischen und humanmedizinischen Bereich den aktuellen Stand in den verschiedenen Bereichen dar. Die Dimension der Problematik und Begrenzungsstrategien werden ebenso erörtert, wie die Hintergründe der Ausbreitung der Resistenzen. Dabei findet auch der Austausch zwischen der veterinär- und humanmedizinischen Perspektive statt. Am zweiten Tag rückt der Verbraucher als Lebensmittelkonsument in den Fokus der Betrachtung. Vertreterinnen und Vertreter entlang der gesamten Lebensmittel-Produktionskette diskutieren über mögliche Schlussfolgerungen, Handlungsfelder und Lösungsansätze.
Ziel der Veranstaltung ist eine Standortbestimmung in den laufenden Bemühungen zur Begrenzung von Antibiotika-Resistenzen, um Perspektiven für ein weiteres Vorgehen aufzuzeigen. Die Veranstaltung leistet auf diese Weise einen Beitrag zu der vor zweieinhalb Jahren von der Bundesregierung veröffentlichten Deutschen Antibiotika-Resistenzstrategie DART. Zu der Veranstaltung werden rund 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.
Das Programm und weitere Informationen können im Bereich „Veranstaltungen“ auf der Homepage des BfR abgerufen werden.
Über das BfR
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.
Dr. Suzan Fiack | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.bfr.bund.de
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