Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Resilienz: Wie Städte und Regionen mit Krisen besser umgehen können

27.03.2014

Eine Internationale Konferenz befasst sich am 27. und 28. März im Konferenzzentrum Reinhardtstraßenhöfe in Berlin mit Resilienz-Konzepten für die Stadt- und Regionalentwicklung. Forschende aus der ganzen Welt gehen der Frage nach, wie Städte und Regionen erfolgreich mit externen, nicht selten global vernetzten Risikofaktoren umgehen können.

Die Finanzkrise, das Elbehochwasser oder der Orkan Kyrill: Alle drei Ereignisse haben in den letzten Jahren gezeigt, wie krisenanfällig Städte und Regionen in Deutschland sind. Dabei erfordern nicht nur externe Schocks, sondern auch der Strukturwandel und die weltweite Vernetzung eine erhöhte Anpassungsfähigkeit von Städten und Regionen.

Im angelsächsischen Raum und insbesondere in den USA hat die Diskussion um Resilienz, verstanden als Widerstandsfähigkeit von Städten und Regionen, bereits nach den Terroranschlägen 2001 und dem Hurrikan Katrina eine beachtliche Dynamik entwickelt. Spätestens seit Fukushima gewinnt der Fachbegriff auch in Deutschland an Bedeutung und scheint dem Nachhaltigkeitsbegriff den Rang abzulaufen.

Doch was genau ist Resilienz? Wie lässt sich der Fachbegriff in der Stadt- und Regionalentwicklung praktisch anwenden? Und ab wann ist eine Stadt oder Region resilient? Mit diesen Fragen beschäftigten sich rund 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf dem internationalen Fachkongress „Resilience in Urban and Regional Development. From Concept to Implementation“ am 27. und 28. März 2014 in Berlin.

Resilienz meint allgemein die Fähigkeit, auf Störungen zu reagieren. Der Begriff ist anwendbar auf Menschen, Organisationen bis hin zu Großsystemen. Im Bereich der Stadt- und Regionalentwicklung geht es zum Beispiel darum, wie gut eine Stadt auf Extremwetterereignisse vorbereitet ist, welche Krisenmanagementstrukturen eingerichtet sind und wie flexibel sich ihre Bürger an gesellschaftliche Veränderungen anpassen. Im Gegensatz zur Nachhaltigkeitsdebatte geht es nicht um eine stetige Entwicklung, sondern um Brüche und Krisen und um die Fragen, wie man aus ihnen lernen kann und welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen.

„Es geht nicht allein um Technik und Infrastruktur, dies wäre eine zu enge Sichtweise! Wichtig sind auch dezentrale Kommunikationsstrukturen, die Stärkung von Selbsthilfepotenzialen der Zivilgesellschaft und Anpassungsmaßnahmen auf der Grundlage von wissenschaftlichen Szenarien“, so Prof. Bernhard Müller, Direktor des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) in Dresden.

Die Konferenz wird von der Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL) im Rahmen ihres Kooperationsprojektes Dresden Leibniz Graduate School (DGLS) organisiert. Die DGLS wird gemeinsam von der ARL, dem Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) und der Technischen Universität Dresden getragen.

Kontakt:
Dr. Gabriele Schmidt, Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), Wissenschaftskommunikation, Telefon: (0511) 348 42-56, E-Mail: schmidt[at]arl-net.de
Heike Hensel, Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR), Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Telefon: (0351) 46 79-241, E-Mail: H.Hensel[im]ioer.de

Weitere Informationen:

http://www.dlgs-dresden.de/konferenz-2014/

Heike Hensel | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht International führende Informatiker in Paderborn
21.08.2017 | Universität Paderborn

nachricht Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik
21.08.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wissenschaftler entdecken seltene Ordnung von Elektronen in einem supraleitenden Kristall

In einem Artikel der aktuellen Ausgabe des Forschungsmagazins „Nature“ berichten Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe in Dresden von der Entdeckung eines seltenen Materiezustandes, bei dem sich die Elektronen in einem Kristall gemeinsam in einer Richtung bewegen. Diese Entdeckung berührt eine der offenen Fragestellungen im Bereich der Festkörperphysik: Was passiert, wenn sich Elektronen gemeinsam im Kollektiv verhalten, in sogenannten „stark korrelierten Elektronensystemen“, und wie „einigen sich“ die Elektronen auf ein gemeinsames Verhalten?

In den meisten Metallen beeinflussen sich Elektronen gegenseitig nur wenig und leiten Wärme und elektrischen Strom weitgehend unabhängig voneinander durch das...

Im Focus: Wie ein Bakterium von Methanol leben kann

Bei einem Bakterium, das Methanol als Nährstoff nutzen kann, identifizierten ETH-Forscher alle dafür benötigten Gene. Die Erkenntnis hilft, diesen Rohstoff für die Biotechnologie besser nutzbar zu machen.

Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der...

Im Focus: Topologische Quantenzustände einfach aufspüren

Durch gezieltes Aufheizen von Quantenmaterie können exotische Materiezustände aufgespürt werden. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommen Theoretische Physiker um Nathan Goldman (Brüssel) und Peter Zoller (Innsbruck) in einer aktuellen Arbeit im Fachmagazin Science Advances. Sie liefern damit ein universell einsetzbares Werkzeug für die Suche nach topologischen Quantenzuständen.

In der Physik existieren gewisse Größen nur als ganzzahlige Vielfache elementarer und unteilbarer Bestandteile. Wie das antike Konzept des Atoms bezeugt, ist...

Im Focus: Unterwasserroboter soll nach einem Jahr in der arktischen Tiefsee auftauchen

Am Dienstag, den 22. August wird das Forschungsschiff Polarstern im norwegischen Tromsø zu einer besonderen Expedition in die Arktis starten: Der autonome Unterwasserroboter TRAMPER soll nach einem Jahr Einsatzzeit am arktischen Tiefseeboden auftauchen. Dieses Gerät und weitere robotische Systeme, die Tiefsee- und Weltraumforscher im Rahmen der Helmholtz-Allianz ROBEX gemeinsam entwickelt haben, werden nun knapp drei Wochen lang unter Realbedingungen getestet. ROBEX hat das Ziel, neue Technologien für die Erkundung schwer erreichbarer Gebiete mit extremen Umweltbedingungen zu entwickeln.

„Auftauchen wird der TRAMPER“, sagt Dr. Frank Wenzhöfer vom Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) selbstbewusst. Der...

Im Focus: Mit Barcodes der Zellentwicklung auf der Spur

Darüber, wie sich Blutzellen entwickeln, existieren verschiedene Auffassungen – sie basieren jedoch fast ausschließlich auf Experimenten, die lediglich Momentaufnahmen widerspiegeln. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums stellen nun im Fachjournal Nature eine neue Technik vor, mit der sich das Geschehen dynamisch erfassen lässt: Mithilfe eines „Zufallsgenerators“ versehen sie Blutstammzellen mit genetischen Barcodes und können so verfolgen, welche Zelltypen aus der Stammzelle hervorgehen. Diese Technik erlaubt künftig völlig neue Einblicke in die Entwicklung unterschiedlicher Gewebe sowie in die Krebsentstehung.

Wie entsteht die Vielzahl verschiedener Zelltypen im Blut? Diese Frage beschäftigt Wissenschaftler schon lange. Nach der klassischen Vorstellung fächern sich...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

International führende Informatiker in Paderborn

21.08.2017 | Veranstaltungen

Wissenschaftliche Grundlagen für eine erfolgreiche Klimapolitik

21.08.2017 | Veranstaltungen

DGI-Forum in Wittenberg: Fake News und Stimmungsmache im Netz

21.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer IPM präsentiert »Deep Learning Framework« zur automatisierten Interpretation von 3D-Daten

22.08.2017 | Informationstechnologie

Globale Klimaextreme nach Vulkanausbrüchen

22.08.2017 | Geowissenschaften

RWI/ISL-Containerumschlag-Index erreicht neuen Höchstwert

22.08.2017 | Wirtschaft Finanzen