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Rente mit 70plus?

01.03.2011
Universität Rostock und Max Planck Institut starten in Berlin die Denkwerkstatt Demografie

Das Department Aging Science and Humanities der Universität Rostock und das Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels starten ihre Veranstaltungsreihe „Denkwerkstatt Demografie“.

Beim ersten Lunchtime-Talk am 1. März 2011 im WissenschaftsForum Berlin diskutieren die Gäste zum Thema „Rente mit 70plus? – Wege zu einer generationengerechten und nachhaltigen Altersversorgung“. Der Auftaktveranstaltung werden weitere Lunchtime-Talks folgen.

Vor dem Hintergrund der steigenden Lebenserwartung und eines wachsenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung wird in Europa immer vehementer die Diskussion um eine längere Lebensarbeitszeit geführt. Kann das derzeit bestehende Modell der Altersvorsorge noch gerecht und sozialverträglich gestaltet werden, wenn die über Jahrzehnte erworbenen Leistungsansprüche älterer Menschen von immer weniger jüngeren Beitragszahlern gegenfinanziert werden müssen? Ist eine Flexibilisierung der Lebensarbeitszeit die richtige Antwort auf den vermeintlichen „Rentenkollaps“, wenn im Jahr 2030 in Deutschland voraussichtlich mehr als 30 Prozent der Bevölkerung älter als 65 Jahre alt sein wird?

Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt des ersten Lunchtime-Talks der Veranstaltungsreihe Denkwerkstatt Demografie. Für die Auftaktveranstaltung konnten Prof. Dr. Bert Rürup, Präsident der International School of Management und Vorstandsmitglied der MaschmeyerRürup AG und Prof. Dr. Robert Fenge, Professor für Finanzwissenschaften an der Universität Rostock, gewonnen werden, die zum Thema je ein Impulsreferat halten. Anschließend haben die ca. 50 geladenen Gäste aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden die Möglichkeit, mit den Referenten über die Zukunft der Altersversorgung in Deutschland zu diskutieren.

Prof. Fenge ist zum Beispiel der Ansicht, dass künftig das Renteneintrittsalter automatisch an die demographische Entwicklung gekoppelt werden müsste, sich also mittels eines zu berechnenden Faktors dynamisch anpasst.

Die Denkwerkstatt Demografie wird vom Department „Aging Science and Humanities“ der Universität Rostock, dem Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels, dem Max-Planck-Institut für demografische Forschung Rostock und Population Europe organisiert. Die Diskussionsreihe soll Experten aus Politik und Wissenschaft, Institutionen und Medien einen Rahmen geben, um gesellschaftsrelevante Themen der Alternsforschung zu diskutieren. So soll die Debatte um Konsequenzen und Herausforderungen des Demografischen Wandels weiter belebt werden. „Rostock ist das weltweite Zentrum der demografischen Forschung. Das Max Planck Institut für demografische Forschung Rostock und das Rostocker Zentrum zur Erforschung des demografischen Wandels sind führend im Bereich der demografischen Grundlagenforschung, wie auch der Alternsforschung“, unterstreicht Prof. Dr. Gabriele Doblhammer, Leiterin des Zentrums.

In den Monaten April bis Juni 2011 werden die Veranstalter einen ausgewählten Personenkreis zu drei weiteren Lunchtime-Talks einladen. Die Themen sind dann:

- Fremde Welten? Herausforderungen der gesellschaftlichen Integration
deutscher und ausländischer Jugendlicher in der Bundesrepublik.
- Biologie und Demografie der Langlebigkeit.
- Gehen uns die Akademiker aus? Bildungspolitische Herausforderungen der
alternden Gesellschaft.
Nähere Informationen sowie die Ergebnisse der Veranstaltungsreihe Denkwerkstatt Demografie finden Sie unter: www.rostockerzentrum.de/denkwerkstatt/flyer_denkwerkstatt.pdf.

Kontakt:

Rostocker Zentrum zur Erforschung des Demografischen Wandels
Gesche Rintelen
Telefon: +49 (0)381 2081-180
E-Mail: rintelen@rostockerzentrum.de
Universität Rostock
Presse+Kommunikation
Dr. Ulrich Vetter
Telefon: +49 (0)381 498 1013
E-Mail: ulrich.vetter@uni-rostock.de

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de

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