Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Regionalforum zum Klimawandel: Anpassungsprogramm für Region Dresden erstmals öffentlich vorgestellt

12.11.2012
Das Klima wandelt sich schneller, als von der Wissenschaft bisher angenommen – auch in Dresden und seinem Umland.

Alle gesellschaftlichen Bereiche sind betroffen und müssen sich dem Klimawandel stellen. Zusammen mit sechs Partnern und zahlreichen Akteuren in der Region erstellt das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung (IÖR) ein Klimaanpassungsprogramm für Dresden und sein Umland.

Am 14. November wird es im Sächsischen Landtag erstmals öffentlich vorgestellt. Schirmherr der Veranstaltung ist Dr. Matthias Rößler, der Präsident des Sächsischen Landtages.

„Die Arbeit am Regionalen Klimaanpassungsprogramm hat viele Partner aus Wissenschaft und Praxis zusammengebracht. Ich hoffe, dass ein Signal von ihm an die Politik ausgeht, weitsichtig zu handeln. Unsere Recherchen haben gezeigt, dass sich bereits viele Akteure in der Region Dresden, u. a. aus Wirtschaft und Verwaltung, mit dem Klimawandel beschäftigt haben und sich darauf einstellen“, so Professor Bernhard Müller vom IÖR, der die Arbeiten am Regionalen Klimaanpassungsprogramm leitet.

Zahlreiche weitere Wissenschaftler des IÖR sind an der Erstellung des Klimaanpassungsprogramms für die Modellregion Dresden beteiligt. So wird untersucht, welche Gebäudetypen von den Auswirkungen des Klimawandels wie Starkregen, Hagel oder Sturm betroffen sind und durch welche baulichen Maßnahmen sie besser geschützt werden können. Eine andere Frage, der Wissenschaftler des IÖR nachgehen: Wie viel Grün benötigt eine Stadt, um steigenden Temperaturen und Trockenheit im Sommer zu begegnen oder die Luftqualität zu verbessern? Der Klimawandel geht zudem einher mit gesellschaftlichen Veränderungen. Wie beeinflussen sich demografische, wirtschaftliche und klimatische Veränderungen gegenseitig? Was bedeutet dies für die Zukunft der Region? Integrierte Szenarien, die im IÖR entstehen, geben Auskunft über verschiedene denkbare Entwicklungen. Sie sind wichtig, wenn darüber entschieden werden soll, welche Maßnahmen zur Anpassung an den regionalen Klimawandel umgesetzt werden.

Das Klimaanpassungsprogramm für die Region Dresden stellt erstmals umfassend dar, wie sich das Klima in der Region wandeln wird. Es erklärt, welche Bereiche mit welchen Folgen rechnen müssen, welche Risiken auf Kommunen und Wirtschaftsunternehmen, auf Hausbesitzer, Forst- und Landwirte und auf jeden einzelnen Bürger zukommen. Es macht aber auch deutlich, dass der Klimawandel Chancen birgt, wenn rechtzeitig notwendige Maßnahmen ergriffen werden. Das Klimaanpassungsprogramm nennt konkrete Maßnahmenvorschläge und es stellt Initiativen vor, die sich bereits aktiv mit dem Thema befassen und handeln.

Sie wollen mehr erfahren? Dann besuchen Sie das Regionalforum 2012 „Risiken beherrschen, Chancen nutzen – Die Region Dresden stellt sich dem Klimawandel“.

Die Veranstaltung ist öffentlich. Die Teilnahme ist kostenlos.

Zeit: Mittwoch, 14. November 2012, 9 bis 15 Uhr
Ort: Sächsischer Landtag, Plenarsaal, Bernhard-von-Lindenau-Platz 1, 01067 Dresden
Ansprechpartnerin im IÖR:
Heike Hensel, Tel.: 0351/46 79-241, E-Mail: H.Hensel@ioer.de

Heike Hensel | idw
Weitere Informationen:
http://www.ioer.de
http://www.regklam.de/veranstaltungen/regionalforen/rf4/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Das Immunsystem in Extremsituationen
19.10.2017 | Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung

nachricht Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm
19.10.2017 | Universität Ulm

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Schmetterlingsflügel inspiriert Photovoltaik: Absorption lässt sich um bis zu 200 Prozent steigern

Sonnenlicht, das von Solarzellen reflektiert wird, geht als ungenutzte Energie verloren. Die Flügel des Schmetterlings „Gewöhnliche Rose“ (Pachliopta aristolochiae) zeichnen sich durch Nanostrukturen aus, kleinste Löcher, die Licht über ein breites Spektrum deutlich besser absorbieren als glatte Oberflächen. Forschern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es nun gelungen, diese Nanostrukturen auf Solarzellen zu übertragen und deren Licht-Absorptionsrate so um bis zu 200 Prozent zu steigern. Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler nun im Fachmagazin Science Advances. DOI: 10.1126/sciadv.1700232

„Der von uns untersuchte Schmetterling hat eine augenscheinliche Besonderheit: Er ist extrem dunkelschwarz. Das liegt daran, dass er für eine optimale...

Im Focus: Schnelle individualisierte Therapiewahl durch Sortierung von Biomolekülen und Zellen mit Licht

Im Blut zirkulierende Biomoleküle und Zellen sind Träger diagnostischer Information, deren Analyse hochwirksame, individuelle Therapien ermöglichen. Um diese Information zu erschließen, haben Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT ein Mikrochip-basiertes Diagnosegerät entwickelt: Der »AnaLighter« analysiert und sortiert klinisch relevante Biomoleküle und Zellen in einer Blutprobe mit Licht. Dadurch können Frühdiagnosen beispielsweise von Tumor- sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen gestellt und patientenindividuelle Therapien eingeleitet werden. Experten des Fraunhofer ILT stellen diese Technologie vom 13.–16. November auf der COMPAMED 2017 in Düsseldorf vor.

Der »AnaLighter« ist ein kompaktes Diagnosegerät zum Sortieren von Zellen und Biomolekülen. Sein technologischer Kern basiert auf einem optisch schaltbaren...

Im Focus: Neue Möglichkeiten für die Immuntherapie beim Lungenkrebs entdeckt

Eine gemeinsame Studie der Universität Bern und des Inselspitals Bern zeigt, dass spezielle Bindegewebszellen, die in normalen Blutgefässen die Wände abdichten, bei Lungenkrebs nicht mehr richtig funktionieren. Zusätzlich unterdrücken sie die immunologische Bekämpfung des Tumors. Die Resultate legen nahe, dass diese Zellen ein neues Ziel für die Immuntherapie gegen Lungenkarzinome sein könnten.

Lungenkarzinome sind die häufigste Krebsform weltweit. Jährlich werden 1.8 Millionen Neudiagnosen gestellt; und 2016 starben 1.6 Millionen Menschen an der...

Im Focus: Sicheres Bezahlen ohne Datenspur

Ob als Smartphone-App für die Fahrkarte im Nahverkehr, als Geldwertkarten für das Schwimmbad oder in Form einer Bonuskarte für den Supermarkt: Für viele gehören „elektronische Geldbörsen“ längst zum Alltag. Doch vielen Kunden ist nicht klar, dass sie mit der Nutzung dieser Angebote weitestgehend auf ihre Privatsphäre verzichten. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entsteht ein sicheres und anonymes System, das gleichzeitig Alltagstauglichkeit verspricht. Es wird nun auf der Konferenz ACM CCS 2017 in den USA vorgestellt.

Es ist vor allem das fehlende Problembewusstsein, das den Informatiker Andy Rupp von der Arbeitsgruppe „Kryptographie und Sicherheit“ am KIT immer wieder...

Im Focus: Neutron star merger directly observed for the first time

University of Maryland researchers contribute to historic detection of gravitational waves and light created by event

On August 17, 2017, at 12:41:04 UTC, scientists made the first direct observation of a merger between two neutron stars--the dense, collapsed cores that remain...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Das Immunsystem in Extremsituationen

19.10.2017 | Veranstaltungen

Die jungen forschungsstarken Unis Europas tagen in Ulm - YERUN Tagung in Ulm

19.10.2017 | Veranstaltungen

Bauphysiktagung der TU Kaiserslautern befasst sich mit energieeffizienten Gebäuden

19.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Aufräumen? Nicht ohne Helfer

19.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Neue Biotinte für den Druck gewebeähnlicher Strukturen

19.10.2017 | Materialwissenschaften

Forscher studieren molekulare Konversion auf einer Zeitskala von wenigen Femtosekunden

19.10.2017 | Physik Astronomie