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Regenerative Energie und Wasserstoff

18.09.2009
Das 16. Symposium an der Fachhochschule Stralsund

Das diesjährige Symposium "Nutzung regenerativer Energiequellen und Wasserstofftechnik" wird vom 5. - 7. November an der Fachhochschule Stralsund stattfinden.

Inhaltlich fokussiert sich die Tagung diesmal auf die Hybridisierung von Antrieben und Energieversorgungssystemen, die nunmehr dringend erforderliche Infrastruktur für Wasserstoff sowie auf die gezielte Entwicklung der Bioenergienutzung vor allem im Bereich Kraft-Wärme-Kopplung.

Die Veranstalter sehen sich durch das im Mai dieses Jahres veröffentlichte Thesenpapier des Sachverständigenrates für Umweltfragen (www.umweltrat.de) bestätigt, in dem der Windkraftnutzung für Deutschlands Stromversorgung mittelfristig eine ausschlaggebende Bedeutung beigemessen wird. Dazu erläutern die Experten die Notwendigkeit der Nutzung neuer Möglichkeiten zur Stromspeicherung und Stromverteilung wie auch ein zugunsten der Regelenergie verändertes Verhältnis der Kapazitäten von Grundlastkraftwerken und solchen zur Lieferung von variablen Leistungen. Als direkten Beitrag zu diesem Thema werden Florenzio Gamallo und weitere Mitglieder der Gruppe, die die wissenschaftlich-technische Entwicklung des ENERTRAG Hybridkraftwerkes begleitet haben, zur Diskussion zur Verfügung stehen. Das Hybridkraftwerk der Enertrag AG erlebte im April 2009 seine Grundsteinlegung und erhielt am 10. September den Clean Tech Media Award in der Kategorie Technologie.

Den Basisvortrag zur H2-Infrastruktur in Deutschland wird Oliver Ehret, NOW GmbH, halten und damit dieses aktuell hochinteressante Thema ansprechen. Am 11. September wurde dazu eine Erklärung aus dem Bundesverkehrsministerium veröffentlicht, wonach sich der Minister und die im Energiesektor agierenden Konzerne Deutsche Shell, Total Deutschland, Vattenfall, Linde, Daimler, EnBW und OMV sowie das NOW verständigten, bis 2015 die Infrastruktur für Wasserstoff wesentlich zu entwickeln. Gewiss werden bei einem solchen Vorhaben alle lokalen und dezentralen Beiträge zu einem Tankstellennetz für Wasserstoff auch einbezogen werden, womit ein seit Jahren vom Symposium bewegtes Thema neu zu bewerten ist.

Die Beiträge zur Entwicklung von Brennstoffzellenkomponenten und -systemen, z.B. der von Andreas Miege aus dem Komplexlabor der FH Stralsund zu einem abgeschlossenen Forschungsprojekt, werden Anlass dazu geben, sich von der Vorstellung zu lösen, dass "die Brennstoffzelle" in dem Moment, in dem die Industrie Vorserien von Elektroautos mit hybriden Antrieben aus Brennstoffzellen und Batterien auf den Markt bringt wie Daimler oder Honda, fertig entwickelt wäre. Käme dies doch ohnehin einem Wunder bei Produktion und Nutzung von technischen Erzeugnissen gleich.

Etwa ein Drittel der Vorträge des Symposiums werden aus dem internationalen Bereich kommen. Hierin drückt sich die Entwicklung des Stralsunder Energiesymposiums aus. Es zeigt aber auch, dass die Umweltindustrie auf dem Weg zum Exportschwergewicht ist.

Das diesjährige Symposium werden auch historische Beiträge bereichern. Zum einen wird des zwanzigjährigen unermüdlichen Rotierens der ersten kommerziell in Mecklenburg-Vorpommern errichteten Windmühle gedacht werden. Zum anderen wird Franz Grafwallner, einer der Wasserstoffpioniere in Deutschland, über Anfang und Fortschritt der Technologie seit den fünfziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts berichten.

Trotz der geplanten etwa 30 Wortbeiträge haben die Organisatoren der Tradition der Veranstaltung entsprechend breiten Raum für Diskussionen eingeräumt. Neben der Möglichkeit, noch bis zur letzten Minute Poster anzumelden, wird damit eine wesentliche Voraussetzung für die Effizienz der Tagung geschaffen.

Interessenten aus der Industrie und den Hochschulen, natürlich auch Medienvertreter, sind recht herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung in Stralsund teilzunehmen.

Weitere Einzelheiten zum Programm und das Anmeldeformular findet man unter:
www.fh-stralsund.de
Dr. Wendorf

Dr. Rudi Wendorf | idw
Weitere Informationen:
http://www.fh-stralsund.de

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