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Von recyclingfähiger Arbeitsbekleidung und Kollektionen, die ethischen Ansprüchen genügen

11.10.2010
Qualität, Haltbarkeit und Pflege sind Kategorien, die zu beschreiben sich nicht nur für Casmherepullis, Leinenjackets und Seidenblusen lohnt.

Auch für Schutzjacken von Monteuren und Arbeitshosen von Mechanikern sind sie von Bedeutung. Welchen Ansprüchen muss Arbeitsbekleidung künftig gerecht werden? Lässt sie sich womöglich sogar irgendwann einmal recyceln? Und welche Notwendigkeiten ergeben sich daraus für die Produktion?

Das sind einige der Fragen, denen die Teilnehmer/innen des 3. Symposiums "Textilien für Bekleidung und Technik" nachgehen. Es findet am Freitag, 29. Oktober 2010, an der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin statt.

„Im Mittelpunkt stehen die Produktentwicklung und der Handel, denn nur auf diesen Feldern kann die hiesige Textilbranche überhaupt noch punkten“, sagt Prof. Dr. Thomas Schneider, Hochschullehrer im Studiengang Bekleidungstechnik/Konfektion und Veranstalter des Symposiums. „Wir wollen für die Themen sensibilisieren, die in Zukunft auf der Agenda stehen“.

Dies ist im Bereich der Produktentwicklung nicht nur die technische Berufskleidung aus hochwertigem Material, die maßgeschneidert, passend zum Corporate Design des jeweiligen Unternehmens, lange haltbar und vielleicht sogar einmal recyclingfähig sein soll. Dies ist auch innovative Sportbekleidung, die für einen noch immer wachsenden Markt neu entwickelt wird.

Thema der Tagung ist aber auch eine ethisch orientierte Produktentwicklung. Die Praxisbeispiele für eine ökologisch korrekte, aber auch sozial verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen wie Baumwolle oder Wolle werden von den Tagungsteilnehmer/innen mit Spannung erwartet. Dabei wird es auch um die Frage gehen, wie ein Unternehmen sicherstellen kann, dass eine Kollektion die Kosten für ihre nachhaltige Entwicklung auch wieder einspielt. Markenerosion, sprich: die inzwischen größere Unabhängigkeit der Verbraucher von Marken, denen sie früher oft ein Leben lang treu zu bleiben pflegten, ist schließlich das letzte Thema, mit dem sich das Symposium beschäftigt. Auch dies ein neuer, in den letzten fünf Jahren zu beobachtender Trend, sagt Prof. Dr. Thomas Schneider.

Für die Veranstaltung haben sich etwa 100 Fachleute aus der Bekleidungsindustrie bzw. aus dem Bereich technische Textilien, aber auch Expert/-innen aus einschlägigen Forschungseinrichtungen angemeldet. Das erste Symposium „Textilien für Bekleidung und Technik“ der HTW fand im Oktober 2008 statt.

Ansprechpartner für Medienvertreter/innen:
Prof. Dr.-Ing. Thomas Schneider, HTW Berlin
Tel. 030 / 5019 – 4740, E-Mail: thomas.schneider@htw-berlin.de

Gisela Hüttinger | idw
Weitere Informationen:
http://www.htw-berlin.de

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