Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

„Reaktorhavarie in Japan“ – Nuklearmediziner treffen sich zum Informationsaustausch

06.04.2011
Die Erdbeben- und Tsunamikatastrophe in Japan mit Ihren Auswirkungen im Atomkraftwerk Fukushima beherrscht die Nachrichten seit Wochen und wird auch Thema der NuklearMedizin 2011, der gemeinsamen Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Nuklearmedizin, sein.

Es stehen nicht nur die Lage im Katastrophengebiet, sondern auch die Konsequenzen für Deutschland und Europa in der öffentlichen Diskussion. Viele Mediziner werden von ihrem Umfeld und ihren Patienten zu diesen Themen befragt.

Die Dreiländertagung, die vom 13. bis 16. April im Festspielhaus Bregenz stattfindet, bietet Nuklearmedizinern ein Forum für einen aktuellen Informationsaustausch.

Mit Herrn Prof. Dr. Dr. h. c. Christoph Reiners und Herrn Prof. Dr. Dr. Herwig Paretzke ist es gelungen, zwei hochkarätige Experten der Strahlenunfallforschung zu gewinnen, die seit Beginn die Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl erforschen und ihre Erfahrungen in Bregenz an ihre Kollegen weitergeben werden. Herr Professor Reiners ist ein früheres Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin. Bei seiner Erforschung der Folgen des Tschernobyl-Unfalls hat er sich insbesondere mit strahleninduzierten Tumoren beschäftigt.

Er war Vorsitzender der Strahlenschutzkommission (SSK) und ist inzwischen Mitglied des Krisenstabs der SSK. Zudem unterhält er intensive wissenschaftliche Kontakte nach Japan. Erst vor wenigen Wochen hat er an einem WHO-Meeting in Nagasaki teilgenommen, auf dem die neuesten Daten von Nachuntersuchungen der Überlebenden der Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki vorgestellt wurden. Mit Herrn Professor Paretzke konnte ein Experte gewonnen werden, der sich mit den gesundheitlichen Auswirkungen niedriger Strahlenexpositionen auf Menschen, Tiere und Pflanzen beschäftigt. Gemeinsam mit Herrn Professor Reiners hat er Forschungsprojekte zu den Folgen von Tschernobyl durchgeführt und deren Ergebnisse publiziert.

Die Veranstaltung wird am Samstag, den 16. April 2011 stattfinden. Die Nuklearmediziner erhalten hier die Gelegenheit, sich mit Blick auf nuklearmedizinische Fragestellungen über die Auswirkungen der Reaktorhavarie in Japan zu informieren und aus kompetenter Quelle mehr über die Lage in Japan, ihre Konsequenzen für Europa und für sie relevante Untersuchungsergebnisse zu erfahren.

Der medizinische Einsatz von radioaktiven Substanzen, die Beschäftigung mit Strahlenfolgen und – besonders aktuell – der Strahlenschutz sind die Kerngebiete der Nuklearmedizin. Das Fachgebiet Nuklearmedizin bietet in vielen Bereichen der Medizin Untersuchungs- und Behandlungsverfahren. Am bekanntesten ist vielleicht die Schilddrüsendiagnostik und -therapie. Doch auch in der Krebsbekämpfung, bei Herzkrankheiten, der Untersuchung des Gehirns und des Zentralen Nervensystems sowie bei Rheuma und Skelettkrankheiten spielt die Nuklearmedizin eine entscheidende Rolle. Immer kommen hier radioaktive Arzneimittel zum Einsatz, die es ermöglichen, den Stoffwechsel zu visualisieren, ohne in ihn einzugreifen.

Die Dreiländertagung NuklearMedizin 2011 findet vom 13. bis 16. April im Festspielhaus Bregenz am Bodensee statt. In bewährter Weise bietet die Kombination aus Kongress – für den international renommierte Referenten gewonnen werden konnten, – einem interaktiven Fortbildungsprogramm sowie einer großen, branchenspezifischen Industrieausstellung eine ideale Plattform für wissenschaftlichen Austausch und Weiterbildung. Damit zählt die Dreiländertagung zu den international bedeutendsten und größten Tagungen für Nuklearmedizin. In diesem Jahr werden rund 2.000 Teilnehmer – Mediziner, Naturwissenschaftler, medizinisch-technisches Personal und auch Pflegekräfte – erwartet.

Sämtliche Informationen zur NuklearMedizin 2011 stehen auf der Kongresshomepage http://www.nuklearmedizin2011.eu zur Verfügung. Dort ist auch die Presseakkreditierung zum Kongress möglich.

Kontakt:
Deutsche Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
Pressereferat, Stefanie Neu
Nikolaistraße 29, D-37073 Göttingen
Tel. 0551.48857-402, info@nuklearmedizin.de
Weitere Informationen:
http://www.nuklearmedizin2011.eu/
- Kongresshomepage der NuklearMedizin 2011
http://www.nuklearmedizin.de/
- Homepage der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin e.V.
http://www.ogn.at/
- Homepage der Österreichischen Gesellschaft für Nuklearmedizin
und Molekulare Bildgebung
http://www.nuklearmedizin.ch/
- Homepage der Schweizerischen Gesellschaft für Nuklearmedizin

Stefanie Neu | idw
Weitere Informationen:
http://www.nuklearmedizin.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017
28.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Immunologie

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie