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Rauch und Feuer rechtzeitig bemerken: Internationale Konferenz Automatische Brandentdeckung

28.08.2009
Tausende Hektar Wald sind in den vergangenen Wochen rund um die griechische Hauptstadt Athen abgebrannt.

Eine frühe Brandentdeckung hätte die Naturkatastrophe möglicherweise verhindern können. Wie das in Zukunft funktionieren soll, und wie auch in Häusern und Fabriken Rauch und Brände schneller entdeckt werden könnten, damit beschäftigt sich die 14. Internationalen Konferenz über Automatische Brandentdeckung, AUBE '09, vom 8. bis 10. September 2009 an der Universität Duisburg-Essen.

Die Konferenz wird vom Fachgebiet Nachrichtentechnische Systeme zusammen mit der "European Society for Automatic Alarm Systems (EUSAS)", dem "VdS Schadenverhütung", dem "National Institute of Standards and Technology (NIST)" und der "Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes e.V. (vfdb)" veranstaltet.

Ziel ist es, Interessenten aus allen Bereichen der Brandentdeckungstechnik ein Forum zu bieten, auf dem der aktuelle Stand dieser Technik, Entwicklungstendenzen und bestehende Probleme diskutiert werden können. Die AUBE ist die weltweit einzige Konferenz dieser Art und Größe. Es werden über 200 Fachleute erwartet, die aus 17 verschiedenen Ländern in Europa, Asien, Australien und den USA stammen.

Bessere Immunität gegen Falschalarme

Zur AUBE, die traditionell in Duisburg stattfindet, kommen neben Wissenschaftlern und Entwicklern aus der Industrie auch Teilnehmer privater und öffentlicher Einrichtungen, wie etwa Feuerwehren und Versicherungen, aber auch Anwender und Planer aus Ingenieurbüros. Prüfstellen und Forschungsinstitute an Universitäten und anderen öffentlichen Einrichtungen sind ebenso vertreten wie die Herstellerfirmen. Diese haben im Rahmen der Tagung die Möglichkeit, auf einer kleinen Ausstellung dem Fachpublikum ihre Produkte vorzustellen.

Außerdem werden insgesamt 93 Vorträge gehalten, darunter Beiträge von den wissenschaftlichen Mitarbeitern des Fachgebietes Nachrichtentechnische Systeme der Universität Duisburg-Essen. Ein Thema wird etwa der Stand der internationalen Normung und zugehörige Testmethoden sein, ein anderes die neuen Sensor- und Auswertetechniken. Diese sind nötig zur verbesserten Immunität der Melder gegenüber Falschalarmen, etwa bei Wasserdampf in Küchen.

Detektion von Waldbränden

Rauchmelder und Funkalarmsysteme sollen Hausbewohner im Falle eines Brandes rechtzeitig warnen. Bei der AUBE werden Fragen der effizienten und damit langlebigen Stromversorgung mit Batterien und die sichere Weiterleitung der Alarme unter ungünstigen Bedingungen diskutiert. Außerdem werden Brandmelder vorgestellt, die an außergewöhnlichen Orten viele Jahre zuverlässig arbeiten müssen, zum Beispiel in Flugzeugen, auf Schiffen oder in Tunneln. Ein weiteres wichtiges Thema ist die Detektion von Waldbränden und deren Bekämpfung.

Besichtigung des Brandentdeckungslabors

Während der Tagung besteht Gelegenheit das Duisburger Brandentdeckungslabor zu besichtigen. Dort können Brandmelder im Detail auf vielfältige Eigenschaften hin überprüft werden, renommierte Firmen und Institute aus vielen Ländern rund um den Erdball haben in Duisburg schon ihre Produkte getestet. Sogar der Frachtraums eines Flugzeuges wurde im Labor simuliert, um das Verhalten von neuen Brandmeldern und deren speziellen Umluftbedingungen im Flugbetrieb zu analysieren.

Für weitere Informationen:
Prof. Dr.-Ing. Ingolf Willms, Fakultät Ingenieurwissenschaften, Fachgebiet Nachrichtentechnische Systeme, Tel. 0203/379-3276

Redaktion: Isabelle De Bortoli, Tel. 0203/379-2429

Beate Kostka | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-duisburg-essen.de/
http://nts.uni-duisburg-essen.de/aube/aube09/aube09

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