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Rasante Fortschritte der Magnetresonanz-Bildgebung in der modernen Medizin

23.09.2011
Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist eines der wichtigsten Verfahren zur bildgebenden Diagnostik und Kontrolle zahlreicher Erkrankungen.

Jährlich werden in Deutschland rund sechs Millionen Menschen mittels MRT untersucht. Welche Möglichkeiten die MRT-Bildgebung in der Krebsdiagnostik oder für die grundlegende Erforschung weiterer Krankheiten bietet, erörtern Experten auf der 28. Jahrestagung der Europäischen Gesellschaft für Magnetresonanztomografie in der Medizin und Biologie (ESMRMB).

Die dreitägige Veranstaltung im Congress Center Leipzig eröffnet am 6. Oktober 2011 mit einem Vortrag des Nobelpreisträgers Professor Richard Ernst.

Die ESMRMB ist die bedeutendste europäische Gesellschaft für Grundlagenforschung und klinische Wissenschaft im Bereich der bildgebenden Magnetresonanz. Auf der 28. Jahrestagung, die erstmalig in Leipzig stattfindet, treffen sich Ingenieure, Wissenschaftler und Ärzte, um sich über ihre Erfahrungen, technische Neuerungen und klinische Möglichkeiten der MRT auszutauschen. In über 750 Vorträgen, wissenschaftlichen Postern und Diskussionsforen werden neueste Forschungsergebnisse vorgestellt.

„Die MRT ist bereits heute eine der vielseitigsten diagnostischen Methoden in der Medizin“, sagt Kongresspräsident Professor Dr. med. Thomas Kahn, Direktor der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Universitätsklinikum Leipzig und Direktor des Magnetresonanzzentrums der Universität Leipzig. „Doch die vielen daran anknüpfenden Entwicklungen in Klinik und Technik zeigen, dass ihr Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist.“ Die Vielfalt der MRT-Anwendungen spiegelt sich auch im Kongressprogramm wider.

So beschäftigen sich die Experten zum Beispiel mit neuartigen Verfahren in der Gefäßdiagnostik, die ohne Kontrastmittel arbeiten. Von einer anderen Methode, der sogenannten Diffusionsbildgebung, versprechen sich die Ärzte, krankhafte Stoffwechselvorgänge im Frühstadium sichtbar machen zu können, um so Tumoren eher aufzuspüren und dadurch die Heilungschancen zu verbessern. „In der Schlaganfalldiagnostik gehört dieses Verfahren schon zur Routine“, erklärt Kahn. Durch die Entwicklung von MRT-Geräten mit sehr hoher Magnetfeldstärke sind bisher unerreichte hochauflösende Darstellungen der Struktur und der Funktion des Gehirns möglich geworden.

Eine technische Höchstleistung stellt die erst kürzlich realisierte Integration der Positronen-Emissions-Tomografie (PET) in einen MRT-Ganzkörper-Scanner dar. „Dieses Gerät, das wir auch aktuell hier in Leipzig in Betrieb nehmen, erlaubt die exakte Lokalisation pathologischer Stoffwechselvorgänge (PET) mithilfe der hochauflösenden und gleichzeitig stattfindenden MRT-Bildgebung“, erläutert Kahn. Neben der Bildgebung im Gehirn wird dieses Gerät unter anderem in der Krebsforschung und Herzdiagnostik zum Einsatz kommen.

Auftakt und erstes Highlight des Kongresses bildet der Eröffnungsvortrag des Nobelpreisträgers Professor Richard Ernst, der einen Rückblick auf die Anfänge der MRT und ihrer Pioniere geben wird. Für seine Arbeiten zur Entwicklung der hochauflösenden magnetischen Kernresonanz-Spektroskopie bekam der Schweizer 1991 den Nobelpreis für Chemie.

Terminhinweis:
Eröffnung der Tagung und Vortrag des Chemie-Nobelpreisträgers Prof. Richard Ernst
Termin: Donnerstag, 6. Oktober 2011, 9:10 bis 10:20 Uhr
Ort: CCL Leipzig
Informationen und Programmübersicht im Internet:
http://www.esmrmb.org und http://www.esmrmb2011.org
Weitere Informationen zur Einweihung des MRT-PET-Gerätes mit Presseveranstaltung am 21.9.2011 am Universitätsklinikum Leipzig unter

http://www.uniklinikum-leipzig.de/r-presse-a-339.html?modus=detail&pm_id=U4251>/pressemeldungen.html?ifab_modus=detail&ifab_uid=b432f34c5a20110914123429&ifab_id=4236

ANTWORTFORMULAR:

O Ich möchte ein Interview mit Herrn Prof. Kahn führen. Bitte stellen Sie für mich einen Kontakt her.

O Bitte informieren Sie mich regelmäßig über die Aktivitäten des Universitätsklinikums Leipzig/der Medizinischen Fakultät.

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Kontakt für Journalisten:
Medizinkommunikation Stuttgart
Anna Julia Voormann, Irina Lorenz-Meyer
Rüdigerstraße 14
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Berliner Büro:
Langenbeck-Virchow-Haus
Luisenstraße 59
10117 Berlin
Fon +49[0]711 8931-552/-642
Fax +49[0]711 8931-167
voormann@medizinkommunikation.org
lorenz-meyer@medizinkommunikation.org

Michael Lindner | idw
Weitere Informationen:
http://www.esmrmb.org

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