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Aktuelle prozesstechnische Entwicklungen in der Mikroverfahrenstechnik und der Katalyseforschung ermöglichen den Betrieb chemischer Reaktionen in neuartigen Prozessregimen. In diesen "Neuen Prozessfenstern" werden Drücke, Temperaturen und Konzentrationsbereiche erreicht, die neue Chancen für die Entwicklung von nachhaltigen chemischen Prozessen ergeben.
Dabei spielen temperaturstabile Druckmikroreaktoren eine Schlüsselrolle, denn erst sie ermöglichen eine exakte Kontrolle in den "Neuen "Prozessfenstern", und das im kontinuierlichen Verfahren. Micro- und Milli-Prozesstechnologie ermöglichen dabei ganz neue Operationen. Sie sind charakterisiert durch kleine Volumina, beschleunigten Wärmeaustausch und Reaktionen und extremen Bedingungen.
2007 initiierte die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) einen Forschungscluster "Novel Process Windows" mit insgesamt acht Projekten bei Kosten von 4,5 Millionen Euro und einem Fördervolumen von 2,2 Millionen Euro. Ziel des DBU-Forschungsclusters "Novel Process Windows" ist die Realisierung neuartiger kontinuierlicher chemischer Prozesse, die einen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit in der chemischen Industrie leisten und die Innovationsfähigkeit der deutschen chemischen Industrie stärken. Vorrangig zielen die Forschungsaktivitäten darauf ab, industrierelevante chemische Prozesse zu entwickeln, die sich durch folgende Merkmale auszeichnen:
o hohe Energieeffizienz
o Minimierung des Abfallaufkommens
o reine und inhärent sichere Produkte
o sichere und emissionsfreie oder -arme Synthesen
o Erhöhung der Raum-Zeit-Ausbeute (Prozessintensivierung)
Die acht Projekte fokussieren dabei auf folgende Inhalte:
o Hochtemperatur- und Drucksynthesen im kontinuierlichen Prozess zur Funktionalisierung von Alkanen,
o Hochtemperaturdrucksynthese von Chitosan im kontinuierlichen Prozess,
o Prozessintensivierung der Kolbe-Schmitt-Synthese durch neue Prozessfenster,
o lösemittelarme Herstellung von Schreibfarben durch neue Prozessfenster,
o Direktsynthese von Wasserstoffperoxyd mithilfe Membranreaktor,
o Herstellung neuer organischer Halbleitermaterialien im Mikroreaktor,
o thermokatalytische Konversion von nachwachsenden Rohstoffen im Mikroreaktor.
Erste Ergebnisse hierzu werden während einer englischsprachigen, international hochkarätig besetzten Fachtagung
am Donnerstag, 10. Dezember,
von 10 bis 16.30 Uhr
im Zentrum für Umweltkommunikation (ZUK)
der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU),
An der Bornau 2, 49090 Osnabrück,
vorgestellt und diskutiert. Die Tagung wendet sich an Praktiker, Forscher und Nachwuchswissenschaftler aus der Chemie, der Chemie- und Verfahrenstechnik bzw. der chemischen Industrie. Wir laden Sie herzlich dazu ein. Mehr Informationen erhalten Sie unter http://www.dbu.de/550artikel29025_135.html.
Franz-Georg Elpers | Quelle: DBU
Weitere Informationen: www.dbu.de
www.dbu.de/550artikel29025_135.html
Weitere Berichte zu: DBU-Forschungscluster > Katalyseforschung > Mikroreaktor > Mikroverfahrenstechnik > Prozessfenster > Prozessintensivierung
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