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"Ist der Ruf erst ruiniert, ..." - Reputationsgipfel 2010

12.03.2010
Die Pfusch-Vorwürfe beim Bau der Kölner U-Bahn, der jüngste Softwarefehler bei Kreditkarten, die mutmaßlichen Informationspannen im Zuge der sogenannten Kunduz-Affäre, die zahlreichen Datenschutzverstöße im Lebensmitteleinzelhandel oder Dopingvorwürfe gegen Spitzensportler: Es gibt viele Beispiele dafür, dass mutmaßliche oder tatsächliche Skandale den guten Ruf von Unternehmen, Behörden und Personen nachhaltig schädigen.

In solchen Krisenlagen sind nicht nur die Topmananager, sondern auch die jeweilige Kommunikationsabteilungen gefordert, den guten Ruf der Unternehmen zu retten. Nur wie können oder sollten sich die Kommunikationsverantwortlichen und Führungskräfte auf solche Gefahren vorbereiten und Imagekrisen vermeiden helfen? Die Antworten gibt es auf dem "Reputationsgipfel 2010" am 18. März an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster.

Die hochrangigen Referenten kommen unter anderem vom Energiekonzern RWE, der Versandapotheke DocMorris, der FDP-Bundeszentrale, der Stasi-Unterlagenbehörde, der sächsischen Stadt Pirna, dem preisgekrönten Computerspielehersteller Electronics Arts und der Industrie- und Handelskammer Nürnberg. Sie alle geben in Fallstudien und Vorträgen Tipps zum Imageaufbau und zur Bewältigung von Reputationskrisen. Themen sind auch Methoden zur Messung der Reputation sowie Strategien zur Entwicklung neuer Markennamen.

"Reputationsrisiken drohen durch historische Altlasten des eigenen Unternehmens genauso wie durch das Fehlverhalten von Wettbewerbern oder die Untiefen des Internets", sagt Gipfel-Initiator Frank Roselieb, Leiter des "Krisennavigator - Institut für Krisenforschung", einer Ausgründung der Universität Kiel. Der Reputationsgipfel 2010 ist der zehnte seiner Art und richtet sich an Pressesprecher, Kommunikationsverantwortliche und Führungskräfte in Wirtschaftsunternehmen, Verbänden, Stiftungen, Behörden und der Politik. Veranstaltungspartner sind die beiden Berufs- und Branchenverbände "Deutsche Public Relations Gesellschaft e.V." (DPRG) und "Deutsche Gesellschaft für Krisenmanagement e.V." (DGfKM).

"Kritisieren Regelwächter wie Transparency International oder die Stiftung Warentest Unternehmen, Produkte oder Personen, gehen die Betroffenen nicht selten zum kommunikativen Gegenangriff über - mit zuweilen fatalen Folgen", warnt Ulrike Röttger, Professorin am Institut für Kommunikationswissenschaft der Universität Münster. Gemeinsam mit Vertretern der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, von Transparency International, der Stiftung Warentest und dem Verbraucherzentrale Bundesverband diskutiert die Kommunikationswissenschaftlerin in einer Expertenrunde die Rolle institutionalisierter "Regelwächter" im Reputationsmanagement von Unternehmen und Behörden.

Christina Heimken | Universität Münster
Weitere Informationen:
http://www.reputationsgipfel.de/

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