Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

"Der Mensch in der Medizin" - Kulturen und Konzepte

28.05.2010
Interdisziplinäre Tagung an der Universität Kassel am 17. und 18. Juni

Mit den anthropologischen Perspektiven unterschiedlicher Medizin-Konzepte beschäftigen sich Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen auf einer Tagung an der Universität Kassel.

Die Gestalt der Medizin in Europa hat sich in den letzten dreißig Jahren entscheidend gewandelt. Der geradlinige Siegeszug der Apparatemedizin wird immer mehr von komplementären Heilungskonzepten flankiert. Die technisch-naturwissenschaftliche Medizin scheint den Menschen als reparaturbedürftige Maschine und Krankheiten als Betriebsstörungen aufzufassen. So steigen die Nachfrage und das Angebot von alternativen Heilmethoden ständig. Ob dies allein damit zu begründen ist, dass der Mensch darin stärkere Beachtung findet, steht zu fragen. Inwiefern dies als ein Vorurteil zu werten ist, lässt sich nur dann klären, wenn die unterschiedlichen Anthropologien, die in die diversen medizinischen Ansätze explizit oder implizit eingehen, herausgestellt und miteinander ins Gespräch gebracht werden.

Die Spannbreite der auf der Tagung vertretenen Konzepte reicht von der traditionellen Chinesischen Medizin und dem indischen Ayurveda, über klassische europäische Medizintheorien bis hin zu gegenwärtigen schulmedizinischen Ansätzen. Den Veranstaltern Dr. Dirk Stederoth (Institut für Philosophie, Universität Kassel), Dr. Marion Hulverscheidt (Institut für Geschichte der Medizin, Charité Berlin) und Prof. Dr. Timo Hoyer (Sigmund-Freud-Institut, Frankfurt a. M./Pädagogische Hochschule Karlsruhe) ist es besonders wichtig, dass zwischen den heterogenen Konzepten ein echter Dialog entsteht. Dies wird dadurch erreicht, dass alle Vorträge an den drei medizinisch-anthropologischen Grundverhältnissen: Gesundheit und Krankheit, Körper und Seele, Arzt und Patient, orientiert sind. Leitfrage der Diskussion wird sein, an welchen Punkten sich zwischen den Medizinsystemen Überschneidungen aufweisen lassen und ob sich unüberbrückbare Differenzen zeigen.

Wer Interesse an einem offenen Gespräch zwischen den medizinischen Kulturen hat, ist herzlich zur Teilnahme eingeladen. Ort: Universität Kassel, Gießhaus, Mönchebergstraße 5, Beginn: 17. Juni, 12:30 Uhr.

Info
Dr. Dirk Stederoth
tel (0561) 804 3546
e-mail d.stederoth@uni-kassel.de
internet www.uni-kassel.de/philosophie
Universität Kassel
Fachbereich Erziehungswissenschaft/Humanwissenschaften
Institut für Philosophie
Nora-Platiel-Straße 1
34109 Kassel

Christine Mandel | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-kassel.de
http://www.uni-kassel.de/philosophie/Plakat_Der_Mensch_in_der_Medizin.pdf

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung
27.06.2017 | Fraunhofer IISB

nachricht Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle
27.06.2017 | Fraunhofer-Institut für Kommunikation, Informationsverarbeitung und Ergonomie FKIE

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Vorbild Delfinhaut: Elastisches Material vermindert Reibungswiderstand bei Schiffen

Für eine elegante und ökonomische Fortbewegung im Wasser geben Delfine den Wissenschaftlern ein exzellentes Vorbild. Die flinken Säuger erzielen erstaunliche Schwimmleistungen, deren Ursachen einerseits in der Körperform und andererseits in den elastischen Eigenschaften ihrer Haut zu finden sind. Letzteres Phänomen ist bereits seit Mitte des vorigen Jahrhunderts bekannt, konnte aber bislang nicht erfolgreich auf technische Anwendungen übertragen werden. Experten des Fraunhofer IFAM und der HSVA GmbH haben nun gemeinsam mit zwei weiteren Forschungspartnern eine Oberflächenbeschichtung entwickelt, die ähnlich wie die Delfinhaut den Strömungswiderstand im Wasser messbar verringert.

Delfine haben eine glatte Haut mit einer darunter liegenden dicken, nachgiebigen Speckschicht. Diese speziellen Hauteigenschaften führen zu einer signifikanten...

Im Focus: Kaltes Wasser: Und es bewegt sich doch!

Bei minus 150 Grad Celsius flüssiges Wasser beobachten, das beherrschen Chemiker der Universität Innsbruck. Nun haben sie gemeinsam mit Forschern in Schweden und Deutschland experimentell nachgewiesen, dass zwei unterschiedliche Formen von Wasser existieren, die sich in Struktur und Dichte stark unterscheiden.

Die Wissenschaft sucht seit langem nach dem Grund, warum ausgerechnet Wasser das Molekül des Lebens ist. Mit ausgefeilten Techniken gelingt es Forschern am...

Im Focus: Hyperspektrale Bildgebung zur 100%-Inspektion von Oberflächen und Schichten

„Mehr sehen, als das Auge erlaubt“, das ist ein Anspruch, dem die Hyperspektrale Bildgebung (HSI) gerecht wird. Die neue Kameratechnologie ermöglicht, Licht nicht nur ortsaufgelöst, sondern simultan auch spektral aufgelöst aufzuzeichnen. Das bedeutet, dass zur Informationsgewinnung nicht nur herkömmlich drei spektrale Bänder (RGB), sondern bis zu eintausend genutzt werden.

Das Fraunhofer IWS Dresden entwickelt eine integrierte HSI-Lösung, die das Potenzial der HSI-Technologie in zuverlässige Hard- und Software überführt und für...

Im Focus: Can we see monkeys from space? Emerging technologies to map biodiversity

An international team of scientists has proposed a new multi-disciplinary approach in which an array of new technologies will allow us to map biodiversity and the risks that wildlife is facing at the scale of whole landscapes. The findings are published in Nature Ecology and Evolution. This international research is led by the Kunming Institute of Zoology from China, University of East Anglia, University of Leicester and the Leibniz Institute for Zoo and Wildlife Research.

Using a combination of satellite and ground data, the team proposes that it is now possible to map biodiversity with an accuracy that has not been previously...

Im Focus: Klima-Satellit: Mit robuster Lasertechnik Methan auf der Spur

Hitzewellen in der Arktis, längere Vegetationsperioden in Europa, schwere Überschwemmungen in Westafrika – mit Hilfe des deutsch-französischen Satelliten MERLIN wollen Wissenschaftler ab 2021 die Emissionen des Treibhausgases Methan auf der Erde erforschen. Möglich macht das ein neues robustes Lasersystem des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnologie ILT in Aachen, das eine bisher unerreichte Messgenauigkeit erzielt.

Methan entsteht unter anderem bei Fäulnisprozessen. Es ist 25-mal wirksamer als das klimaschädliche Kohlendioxid, kommt in der Erdatmosphäre aber lange nicht...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zu aktuellen Fragen der Stammzellforschung

27.06.2017 | Veranstaltungen

Fraunhofer FKIE ist Gastgeber für internationale Experten Digitaler Mensch-Modelle

27.06.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Der Krümmung einen Schritt voraus

27.06.2017 | Informationstechnologie

Internationale Fachkonferenz IEEE ICDCM - Lokale Gleichstromnetze bereichern die Energieversorgung

27.06.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Überschwemmungen genau in den Blick nehmen

27.06.2017 | Informationstechnologie