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Quantenphysik und Philosophie des Geistes

29.04.2013
Vom 4. bis zum 6. Juni 2013 laden Uwe Meixner vom Institut für Philosophie der Universität Augsburg und seine Kollegin Antonella Corradini Philosophen und Physiker nach Mailand zur Diskussion der Perspektiven, die die Quantenphysik für neue Deutungen des Leib-Seele-Verhältnisses eröffnet.

Prof. Dr. Uwe Meixner, Professor am Institut für Philosophie der Universität Augsburg und Leiter des DFG-Projekts "Außensicht vs. Innensicht: Rekonstruktion und vergleichende Kritik der Philosophien der Psychologie von Husserl und Wittgenstein", ist gemeinsam mit seiner Kollegin vor Ort, Prof. Dr. Antonella Corradini, Organisator der internationalen interdisziplinären Konferenz "Quantum Physics Meets the Philosophy of Mind", die vom 4. bis zum 6. Juni 2013 an der Katholischen Universität Mailand stattfinden wird.

Die von der Thyssen Stiftung finanzierte Konferenz vereint Philosophen und Physiker, die hier gemeinsam die durch die Quantenphysik gebotenen Perspektiven für neue, nichtreduktionistische Deutungen des Leib-Seele Verhältnisses erörtern werden.

Die Quantenphysik ist die gegenwärtig gültige Fundamentaldisziplin der Physik. Ihr Bestätigungsgrad übertrifft bei weitem den Bestätigungsgrad, den die Newtonsche Mechanik zu den Zeiten innehatte, als sie noch die Fundamentaldisziplin der Physik war. Viele Philosophen beziehen sich aber, wenn innerhalb der Philosophie von der Physik die Rede ist, nach wie vor auf Physik gemäß dem Paradigma der Newtonschen Mechanik.
Es ist zwar bekannt, dass die Newtonsche Mechanik auch in Absehung von der Relativitätstheorie als widerlegt gilt; doch werden die quantenphysikalischen Neuerungen von vielen Philosophen – den meisten – ignoriert, oder wenn nicht ignoriert, dann doch als für philosophische Fragen irrelevant erachtet.

Die Tagung "Quantum Physics Meets the Philosophy of Mind" soll in dieser Situation aus quantenphysikalischer Sicht einen Kontrapunkt zu Reduktionismus, Eliminativismus und Fiktionalismus in der Philosophie des Geistes setzen. Anders als die alte Physik ist die Quantenphysik nicht nur empirisch korrekt, sondern birgt in ihrem Indeterminismus und Holismus das Versprechen, Reduktionismus, Eliminativismus und Fiktionalismus bzgl. des Psychischen mehr entgegensetzen zu können, als es die Argumente des traditionellen psychophysischen Dualismus vermochten. „Die Quantenphysik", so Meixner, "ist eben keine Physik, zu der gleichsam automatisch der Physikalismus – früher Materialismus genannt – als metaphysischer Überbau passt.“
Kontakt:
Prof. Dr. Uwe Meixner
Institut für Philosophie
Universität Augsburg
86135 Augsburg
Telefon: +49(0)821/598-4136
uwe.meixner@phil.uni-augsburg.de

Klaus P. Prem | idw
Weitere Informationen:
http://www.unicatt.it/quantum-physics
http://www.uni-augsburg.de

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