Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PROvendis präsentiert Erfindungen aus Hochschulen & Leibniz-Instituten auf BioVaria

16.04.2010
Patentierte Spitzentechnologie aus Nordrhein-Westfalen

PROvendis lädt als Mitveranstalter der BioVaria nach München ein.

Wissenschaftler und Technologiemanager aus ganz Deutschland und erstmals auch aus Europa, stellen auf der biopharmazeutischen Konferenz und Ausstellung patentgeschützte Technolo-gien aus Hochschulen und Forschungsinstituten vor. Die Themen reichen dabei von der Krebsdiagnostik über Infektionskrankheiten bis hin zu Stoffwechsel-, Autoimmun- oder neurodegenerativen Erkrankungen. Neu auf der BioVaria in 2010 ist ein Spin off-Forum, in dem europäische Ausgründungen vorgestellt werden.

Die BioVaria-Partner streben an, durch das Technologieforum Auslizenzierungen und Kooperationen im frühen kommerziellen Entwicklungsstadium zu initiieren. Vorgestellt werden die Innovationen als Poster und in kurzen Vorträgen. Dabei besteht die Möglichkeit zum Austausch mit Erfindern und Innovationsmanagern.

PROvendis kommt mit ausgewählten Spitzentechnologien aus den lebenswissenschaftlichen Disziplinen der Hochschulen des Landes Nordrhein Westfalen sowie des Leibniz-Institutes für Analytische Wissenschaften

(ISAS) und für Arbeitsforschung IfADo) nach München. Unter anderem präsentiert die Patentvermarktungsgesellschaft zwei Technologien, auf deren Basis die Erfinder gezielte Therapien zur Behandlung von Arteriosklerose, Schlaganfall und anderen Kreislauferkrankungen entwickeln wollen.

Arteriosklerose-Prävention
Die erste Erfindung befasst es sich mit der Identifizierung der zentralen Rolle eines körpereigenen Moleküls, einer so genannten Mikro-RNA, bei der Bekämpfung von Gefäßerkrankungen wie der Arteriosklerose. Die zweite Erfindung betrifft die besondere Funktion eines Chemokins, eines Botenstoffes des Immunsystems: Im Mausversuch zeigten die Erfinder, dass durch die Entfernung dieses Chemokins die Entwicklung und das Fortschreiten von Gefäßerkrankungen wie der Arteriosklerose reduziert wird.
Toxizitätstest
Zudem wird eine Methode vorgestellt, mit der eine schnelle, einfache und reproduzierbare Untersuchung neurotoxischer Wirkungen von Chemikalien möglich ist. Solche Tests sind spätestens seit dem Inkrafttreten der EU- Chemikalienverordnung REACH notwendig. Mit einem Nervenzellen-Netzwerk, welches sich auf einem Mikrochip befindet, können innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Substanzen auf ihre Giftigkeit analysiert werden. Da anhand dieses neuen in vitro-Modells Vorgänge im lebenden Organismus dargestellt werden, könnte die Methode zu einer Reduzierung der Anzahl notwendiger Tierversuche dienen.
Entzündungen hemmen
NOD2-Inhibitoren sind neuartige chemische Substanzen, die ein spezielles Eiweiß, das NOD2-Protein, blocken können. Da das genannte Protein an körpereigenen Entzündungsprozessen beteiligt ist, sollen mit den Inhibitoren Entzündungsreaktionen behandelt werden. Auch andere Krankheiten, die mit dem NOD2-Protein in Zusammenhang stehen, sollen auf diese Weise therapiert werden, beispielsweise das Blau-Syndrom.
Neutrale statt bittere Pillen
Präsentiert wird ferner ein Verfahren zur Herstellung von geschmacksmaskierenden Wirkstoffkügelchen auf Lipidbasis, so genannten Pellets. Durch die spezielle Kombination der Lipide bildet sich während der Herstellung automatisch eine wirkstofffreie und damit geschmacksneutrale Schicht auf der Pelletoberfläche. Damit entfällt ein häufig notwendiger zweiter Prozessschritt: das Überziehen der Pellets mit Polymeren. Die einfachen Prozessbedingungen führen zu einer Zeit- und Kostenersparnis. Neben der Geschmacksmaskierung können die Pellets zudem dazu genutzt werden, Wirkstoffe zu stabilisieren und die Mundschleimhaut zu schützen.

Neben PROvendis präsentieren auch andere Institutionen und Vermarktungsgesellschaften auf der von Ascenion veranstalteten Partnering- Veranstaltung ihre Technologien: die Austria Wirtschaftsservice Gesellschaft mbH, die Bayerische Patentallianz GmbH, Birkeland Innovation, EMBLEM Technology Transfer GmbH, FIST S.A. (France Innovation Scientifique & Transfert), der Fraunhofer Verbund Life Sciences, die IPAL GmbH, die IP Bewertungs AG, die Life Science Inkubator GmbH, die Max-Planck-Innovation GmbH und das Nationale Genomforschungsnetz.

Pressekontakt / press contact:

PROvendis GmbH
Marion Kubitza
Eppinghofer Strasse 50
D-45468 Mülheim an der Ruhr / Germany
Tel.: +49 (0) 208 94105-0
Fax.: +49 (0) 208 94105-50
E-Mail: presse@provendis.info
PROvendis ist die Patentvermarktungsgesellschaft von 23 Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen. Als ein wichtiges Bindeglied zwischen Hochschulen und Wirt-schaft begleitet PROvendis die Erfinder von der Idee über die Bewertung und Patentierung bis hin zur professionellen Verwertung ihrer Innovationen. Ziel ist es, das Innovationspotenzial der Hochschulen und Forschungseinrichtungen wirtschaftlich auszuschöpfen durch den Transfer des Wissens in Unternehmen.

Weitere Informationen zu PROvendis: www.provendis.info

PROvendis wird gefördert durch das Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrhein-Westfalen
(MIWFT- http://www.innovation.nrw.de/ ). Des Weiteren ist PROvendis gefördert durch die Initiative SIGNO - http://www.signo-deutschland.de/. Dabei steht SIGNO für den Schutz von Ideen für die Gewerbliche Nutzung. Es handelt sich um ein Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi

- http://www.bmwi.de/ ) zur Unterstützung von Hochschulen, Unternehmen und freien Erfindern bei der rechtlichen Sicherung und wirtschaftlichen Verwertung innovativer Ideen.

PROvendis GmbH is the patent licensing agency for 23 universities in North Rhine-Westphalia. As an important link between universities and industry, PROvendis closely supports inventors right from the idea and concept to the evaluation and patenting all the way to the professional commercialisation of their inventions. The aim is to reap the full economic benefits of the innovative potential of universities and research institutes through knowledge transfers to companies.

Additional information about PROvendis: www.provendis.info

PROvendis is supported and funded by the Ministry for Innovation, Research and Technology of the federal state of North-Rhine Westphalia (MIWFT- http://www.innovation.nrw.de/ ). In addition, PROvendis receives support and funding from Initiative SIGNO - http://www.signo-deutschland.de/. SIGNO is the acronym for the protection of ideas for commercial use. It is a program of the Federal Ministry of Economics and Technology (BMWi -

http://www.bmwi.de/) for the support of universities, companies and private inventors in the legal protection and commercial utilisation of innovative ideas.

Marion Kubitza | PROvendis GmbH
Weitere Informationen:
http://www.provendis.info
http://www.lifesciencepatente-nrw.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni
24.05.2017 | Institute for Advanced Sustainability Studies e.V.

nachricht Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet
24.05.2017 | Deutsche Diabetes Gesellschaft

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften