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Projektgruppe der HWR Berlin entwickelt neuartiges Krisenmanagementinstrument

22.07.2011
Die im Rahmen des BMBF-Projekts „TankNotStrom“ ermittelten Ansatzpunkte zur Hilfe für die Bevölkerung bei Stromausfall werden am 28.7.2011 vorgestellt

Als einer von 12 Partnern aus Industrie, Forschung und öffentlicher Verwaltung beteiligt sich die Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) Berlin am Forschungsprojekt "Energie- und Kraftstoffversorgung von Tankstellen und Notstromaggregaten bei Stromausfall" (TankNotStrom). Das Forschungsvorhaben wird vom BMBF im Rahmen der „Sicherheitsforschung – Forschung für die zivile Sicherheit – Schutz vor Ausfall von Versorgungsinfrastrukturen" gefördert.

Im Rahmen von TankNotStrom widmeten sich im Sommersemester 2011 Studierende des Bachelorstudiengangs „Sicherheitsmanagment“ am Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement der HWR Berlin dem Thema Stromausfall in Berlin. Unter der Leitung von Prof. Dr. Birgitta Sticher und Prof. Dr. Claudius Ohder erforschten die Studierenden die psychosozialen Folgen eines sechstägigen Stromausfalls im Großraum Berlin-Brandenburg. Schwerpunkt war die Entwicklung eines ganzheitlichen Krisenmanagementsystems, das an den zu erwartenden Problemlagen in der Bevölkerung ansetzt und den Einsatz der Sicherheits- und Rettungskräfte unterstützt. In diesem Krisenmanagementsystem finden insbesondere mögliche Kriminalitätsschwerpunkte, Personengruppen mit besonderer Verletzbarkeit, soziale Problemverdichtungen sowie räumlich/topographische Besonderheiten Beachtung.

Am Beispiel der Berliner Bezirke Steglitz-Zehlendorf und Lichtenberg wurde dieser Ansatz exemplarisch realisiert. Ergebnis ist das voll-funktionsfähige Krisenmanagement-Instrument KriMaTab, das eine Art „Vulnerabilitäts-Topographie“ der Berliner Bevölkerung widerspiegelt und ein Krisenmanagement mit hoher Sozialraumorientierung ermöglicht.

In einem weiteren Schritt haben die Studierenden die KriMaTab in eine neue Krisenmanagement-Philosophie integriert. Mit Hilfe eines Leuchtturmkonzeptes soll ein standortnahes Krisenmanagement ermöglicht werden, welches die horizontale und vertikale Vernetzung zwischen den staatlichen und halbstaatlichen Einsatzkräften sowie der Bevölkerung stärkt.

Am Donnerstag, 28. Juli 2011, präsentieren die Projektteilnehmer die Ergebnisse von „Blackout in Berlin“. Von 10.00 Uhr bis 11.00 Uhr sind Interessierte herzlich eingeladen. Die Veranstaltung findet am Campus Lichtenberg, Alt-Friedrichsfelde 60, 10315 Berlin, Haus 1, Raum 1.2067, statt. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Ansprechpartnerin für Journalisten
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Susanne Möhring
T: +49 (0)30 85789-208
E: susanne.moehring@hwr-berlin.de
Informationen und Beratung zum Projekt
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Fachbereich Polizei und Sicherheitsmanagement
Prof. Dr. Birgitta Sticher
Professur für Psychologie / Führungslehre
T: +49 (0) 163 4820473
E: birgitta.sticher@hwr-berlin.de

Susanne Möhring | idw
Weitere Informationen:
http://www.hwr-berlin.de

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