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Tagungsort und Gastgeberin ist die Universität für Bodenkultur in Wien, so das Institut für Raumplanung und ländliche Entwicklung unter Leitung von Frau Prof. Dr. Gerlind Weber.
Die thematische Frage der zweiten Konferenz des Forschungsprojektes ist:
„Wie kann das Europäische Grüne Band durch landschaftspolitische Instrumente weiter voran gebracht werden?“
Das Programm mit 22 Beiträgen aus allen GreenNet Partnerländern (AT, CZ, DE, IT, SI, SK) und darüber hinaus lädt zum Austausch über den Status Quo, die Mög-lichkeiten und Grenzen der bestehenden Instrumente der Raum- und Landschaftsplanung sowie des Naturschutzes zur Sicherung und Entwicklung des Grünen Bandes ein. Nach einer einführenden Betrachtung zentraler Fragen aus raumplanerischer (Prof. G. Weber) und landschaftsplanerischer Sicht (Prof. I. Marschall) werden sowohl Erkenntnisse und Erfolge im Hinblick auf das Netz „Natura 2000“, konkrete landschaftspolitische Aktivitäten in den Partnerländern zum Biotopverbund als auch Instrumente zum Schutz des Grünen Bandes vor einer weiteren Zerschneidung durch Infrastrukturprojekte thematisiert.
Was leistet hier die Politik der „Green Infrastructure“, welche weiteren Initiativen zur Umsetzung der CBD in Europa sind hier vorgesehen? Erkenntnisse sind hier durch den Beitrag von Marco Fritz von der Europäischen Kommission zu erwarten. Wesentlich sind jedoch auch Fragen der Pflege des Grünen Bandes, wie sie heute in weiten Teilen durch Vertragsnaturschutzprogramme gewährleistet wird. Wird dies im Rahmen der derzeit erneut im Umbruch befindlichen europäischen Agrarpolitik noch möglich sein? Dies wird u.a. Gegenstand des Beitrages von Prof. R. Luick sein.
Auch die Beiträge zur bisherigen Praxis der Landschaftspolitik im Grünen Band, so u.a. der externe Blick der Südkoreanerin Suk Kyung Shim auf das Grüne Band Deutschland, aber auch der Blick auf ökonomische Fragen der Landschaftsentwicklung durch den italienischen Kollegen Prof. F. Marangon stellen sicher weitere Highlights der Tagung dar. Ein weiterer Block über die Entwicklung „der grauen und grünen Infrastruktur“ und deren weitere Umsetzung in Europa wird durch den Verkehrsplaner Prof. H. Knoflacher von der TU Wien eingeführt. Auch der bisherige Stand der Machbarkeitsstudie über die mögliche Ausweisung des Europäischen Grünen Bandes als UNESCO Weltnatur- und/oder Kulturerbe wird vorgestellt.
Eine positive Weiterentwicklung des Grünen Bandes ist nicht ohne Menschen und ihre Verbindung und ihr Bewusstsein für ihre Landschaft möglich. Entsprechend widmet sich u.a. der letzte Block der Tagung dem „awareness rising“ und damit der gezielten Einbeziehung von Menschen in eine aktive Landschaftspolitik im europäischen Grünen Band und darüber hinaus.
Über bisherige Ergebnisse des Forschungsvorhabens GreenNet wird in Form von kurzen Core output-Berichte an beiden Nachmittagen der Tagung berichtet. Eine begleitende Posterausstellung ergänzt das Programm.
Anmeldungen zur 2. Internationalen GreenNet Konferenz sind bis zum 31. Januar 2013 an marion.mueller@fh-erfurt.de möglich.
Roland Hahn | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.fh-erfurt.de
Weitere Berichte zu: Greennet > GreenNet-Konferenz > Landschaftsplanung > Landschaftspolitik > landschaftspolitische Instrumente > ländliche Entwicklung
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