Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

PPP-Projekte: Wenn Private die öffentliche Hand halten. Deutsch-russische Konferenz in Regensburg

29.03.2012
Vom 11. bis zum 13. April 2012 findet eine deutsch-russische Konferenz zum Thema „Public-Private-Partnership (PPP) im kommunalen Bereich – Durchführung, Finanzierung, Kontrolle“ in Regensburg statt.

Unter Public Private Partnership (PPP), auch Öffentlich-Private Partnerschaft (ÖPP), versteht man eine besondere Form der Einbindung von privatem Kapital und Fachwissen zur Erfüllung staatlicher Aufgaben.

Organisiert wird die Veranstaltung vom Lehrstuhl Prof. Dr. Gerrit Manssen der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Regensburg und vom Institut für Ostrecht München. Die Konferenz findet im Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa Regensburg (WiOS, Landshuter Straße 4, 93047 Regensburg, 3. Stock) statt. Die Tagung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des „Deutsch-Russischen Jahres der Bildung, Wissenschaft und Innovation“ sowie von der Regensburger Universitätsstiftung Hans Vielberth unterstützt.

In vielen Industrie- und Schwellenländern besteht das Bedürfnis, in Zukunft verschiedene – früher als klassisch „staatlich“ angesehene – Aufgaben über die Zusammenarbeit von staatlichen und privaten Akteuren zu erfüllen. Beispiele für diese „Public-Private-Partnerships“ sind die Errichtung oder die Sanierung öffentlicher Gebäude durch private Investoren. Allerdings gehen solche Projekte mit einer Fülle rechtlicher Fragen einher:

Inwieweit ist es aus verfassungsrechtlicher Sicht überhaupt möglich, staatliche Aufgaben an Private zu übertragen? Wie wird der staatliche Einfluss gesichert? Und wen trifft gegebenenfalls die Haftung? Im deutschen Verwaltungsrecht sind verschiedene Handlungsformen und Rechtsfiguren entwickelt worden, um diesen Problemen gerecht zu werden.

Im Rahmen der Konferenz soll geklärt werden, inwieweit die deutschen Modelle im kommunalen Bereich für das russische Recht „exportfähig“ sind. Die Veranstaltung ist dabei Teil eines rechtsvergleichenden Projekts, das von der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Regensburg, dem Institut für Ostrecht München und der Staatliche Universität St. Petersburg koordiniert wird.

Nach einer ersten erfolgreichen Tagung im November 2011 in St. Petersburg wird während der zweiten Tagung ein besonderes Augenmerk auf die praktische Seite von PPP-Projekten gelegt werden. Dafür konnten neben Vertreterinnen und Vertretern der Staatlichen Universität St. Petersburg und deutscher Forschungseinrichtungen auch internationale Fachanwälte sowie Praktiker aus den Bereichen der Kommunalverwaltung, der Rechtsaufsicht und der Wirtschaft als Referenten gewonnen werden. Zur Eröffnung der Konferenz am Mittwoch, den 11. April 2012, um 18.00 Uhr wird mit Herrn Andrej Grozow der Generalkonsul der Russischen Föderation in München anwesend sein.

Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich zur Konferenz eingeladen; der Eintritt ist frei. Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung bis zum 9. April 2012 gebeten.
Weiterführende Informationen zur Tagung und das Anmeldeformular unter:
http://www.ppp-russland.de

Ansprechpartnerin für Medienvertreter:
Antje Himmelreich
Institut für Ostrecht München
Wissenschaftliche Referentin für Russland und die Ukraine
Tel.: 0941 943-5457
himmelreich@ostrecht.de

Alexander Schlaak | idw
Weitere Informationen:
http://www.ppp-russland.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017
17.10.2017 | Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)

nachricht Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017
17.10.2017 | Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Breaking: the first light from two neutron stars merging

Seven new papers describe the first-ever detection of light from a gravitational wave source. The event, caused by two neutron stars colliding and merging together, was dubbed GW170817 because it sent ripples through space-time that reached Earth on 2017 August 17. Around the world, hundreds of excited astronomers mobilized quickly and were able to observe the event using numerous telescopes, providing a wealth of new data.

Previous detections of gravitational waves have all involved the merger of two black holes, a feat that won the 2017 Nobel Prize in Physics earlier this month....

Im Focus: Topologische Isolatoren: Neuer Phasenübergang entdeckt

Physiker des HZB haben an BESSY II Materialien untersucht, die zu den topologischen Isolatoren gehören. Dabei entdeckten sie einen neuen Phasenübergang zwischen zwei unterschiedlichen topologischen Phasen. Eine dieser Phasen ist ferroelektrisch: das bedeutet, dass sich im Material spontan eine elektrische Polarisation ausbildet, die sich durch ein äußeres elektrisches Feld umschalten lässt. Dieses Ergebnis könnte neue Anwendungen wie das Schalten zwischen unterschiedlichen Leitfähigkeiten ermöglichen.

Topologische Isolatoren zeichnen sich dadurch aus, dass sie an ihren Oberflächen Strom sehr gut leiten, während sie im Innern Isolatoren sind. Zu dieser neuen...

Im Focus: Smarte Sensoren für effiziente Prozesse

Materialfehler im Endprodukt können in vielen Industriebereichen zu frühzeitigem Versagen führen und den sicheren Gebrauch der Erzeugnisse massiv beeinträchtigen. Eine Schlüsselrolle im Rahmen der Qualitätssicherung kommt daher intelligenten, zerstörungsfreien Sensorsystemen zu, die es erlauben, Bauteile schnell und kostengünstig zu prüfen, ohne das Material selbst zu beschädigen oder die Oberfläche zu verändern. Experten des Fraunhofer IZFP in Saarbrücken präsentieren vom 7. bis 10. November 2017 auf der Blechexpo in Stuttgart zwei Exponate, die eine schnelle, zuverlässige und automatisierte Materialcharakterisierung und Fehlerbestimmung ermöglichen (Halle 5, Stand 5306).

Bei Verwendung zeitaufwändiger zerstörender Prüfverfahren zieht die Qualitätsprüfung durch die Beschädigung oder Zerstörung der Produkte enorme Kosten nach...

Im Focus: Smart sensors for efficient processes

Material defects in end products can quickly result in failures in many areas of industry, and have a massive impact on the safe use of their products. This is why, in the field of quality assurance, intelligent, nondestructive sensor systems play a key role. They allow testing components and parts in a rapid and cost-efficient manner without destroying the actual product or changing its surface. Experts from the Fraunhofer IZFP in Saarbrücken will be presenting two exhibits at the Blechexpo in Stuttgart from 7–10 November 2017 that allow fast, reliable, and automated characterization of materials and detection of defects (Hall 5, Booth 5306).

When quality testing uses time-consuming destructive test methods, it can result in enormous costs due to damaging or destroying the products. And given that...

Im Focus: Cold molecules on collision course

Using a new cooling technique MPQ scientists succeed at observing collisions in a dense beam of cold and slow dipolar molecules.

How do chemical reactions proceed at extremely low temperatures? The answer requires the investigation of molecular samples that are cold, dense, and slow at...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - Dezember 2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Intelligente Messmethoden für die Bauwerkssicherheit: Fachtagung „Messen im Bauwesen“ am 14.11.2017

17.10.2017 | Veranstaltungen

Meeresbiologe Mark E. Hay zu Gast bei den "Noblen Gesprächen" am Beutenberg Campus in Jena

16.10.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Mikroben hinterlassen "Fingerabdrücke" auf Mars-Gestein

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie

Vorhersagen bestätigt: Schwere Elemente bei Neutronensternverschmelzungen nachgewiesen

17.10.2017 | Physik Astronomie

Kaiserschnitt-Risiko ist vererbbar

17.10.2017 | Biowissenschaften Chemie