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Polnische Migration nach Deutschland, Irland und Großbritannien

18.12.2008
Mit dem zeitgenössischen kulturellen Schaffen polnischer Migrantinnen und Migranten in Deutschland, dem Vereinigten Königreich und in Irland beschäftigt sich die am 16. und 17. Januar in Passau stattfindende fachübergreifende Konferenz "Contemporary Polish Migrant Culture in Germany, Ireland and the UK".

Die englischsprachige Konferenz, die von Prof. Dr. Dirk Uffelmann und Dipl.-Kulturwirtin Joanna Rostek (beide Universität Passau) organisiert wird, findet im Altstadt-Hotel (Bräugasse 23-29, 94032 Passau) statt und steht unter der Schirmherrschaft des Generalkonsulats der Republik Polen in München, das die Tagung auch finanziell fördert.

Die Veranstalter der Fachtagung, Professor Dr. Dirk Uffelmann (Professur für Slavische Literaturen und Kulturen) und Dipl.-Kulturwirtin Joanna Rostek (Lehrstuhl für Englische Literatur und Kultur, Passau), wollen ein Forum für den wissenschaftlichen Austausch über die kulturellen Dimensionen der jüngsten polnischen Migration (etwa seit dem Jahr 2000 sowie insbesondere seit dem Beitritt Polens in die EU im Jahr 2004) schaffen. Anders als ökonomische, soziologische und rechtliche Aspekte haben diese in der Migrationsforschung bisher wenig Beachtung gefunden.

Im Mittelpunkt der Konferenz steht die Frage nach der Bedeutung von Migration für das künstlerische Werk (Literatur, Poesie, Film, Theater) und das Selbstverständnis der Künstlerinnen und Künstler. Außerdem werden die Auswirkungen von Migration auf alltägliche Tätigkeiten wie das Kochen oder die Nutzung des Internets betrachtet. So entstanden in Irland zahlreiche neue Lebensmittelläden von zugewanderten Migrantinnen und Migranten aus Polen, so dass es beispielsweise in Bäckereien viele in Irland bisher unbekannte aus Polen stammende Backwaren zu kaufen gibt. Zudem bilden polnischstämmige Migrantinnen und Migranten Foren im Internet, in denen sie sich über ihre alte und die neue Heimat austauschen, auch die Pflege der Kontakte in die alte Heimat läuft zu weiten Teilen via Internet.

In den 13 Fachvorträgen der Konferenz werden dabei so unterschiedliche Aspekte wie die sprachlichen Strategien der Migrantinnen und Migranten, die Fremd- und Selbststereotypen und auch ihre Lebenskonzepte sowie deren mögliche Veränderungen im Zuge der Migration erörtert und zur Diskussion gestellt. Aktuelle Forschungsergebnisse zu diesen Themen werden von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus sieben Ländern vorgestellt.

Eröffnet wird die Konferenz, die unter der Schirmherrschaft des Generalkonsulats der Republik Polen in München steht, am 16. Januar um 9.00 Uhr im Altstadt-Hotel in Passau durch den Dekan der Philosophischen Fakultät der Universität Passau, Professor Dr. Hans Krah.

Thoralf Dietz | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-passau.de
http://www.phil.uni-passau.de/slavische-literaturen-und-kulturen/konferenzen/polish-migrant-culture.html

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