Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Plasmatherapie – Zukunft der Wundbehandlung?

09.05.2016

Auf dem 10. Deutschen Wundkongress in Bremen informieren neoplas tools GmbH und Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP Greifswald) über die Behandlung chronisch therapieresistenter Wunden mit Kaltplasma.

Vom 11. bis 13. Mai wird das INP Greifswald gemeinsam mit seiner Ausgründung, der neoplas tools GmbH, zu den Ausstellern auf dem EWMA-Kongress 2016 gehören.

Etwa 7.000 Teilnehmende aus über 80 Ländern diskutieren hier über die aktuellen Entwicklungen in der Wundbehandlung und nutzen die vielfältigen Möglichkeiten zum Austausch mit internationalen Kollegen, Meinungsführern und Vertretern aus Industrie oder medizinischen Verbänden.

Mit dem Kongressthema „Patienten · Wunden · Rechte“ liegt der Fokus vor allem darauf, die Behandlung nicht heilender Wunden und die Lebensqualität der Patienten sicherzustellen. Vor diesem Hintergrund stellen INP und neoplas tools die Plasmamedizin als neue Therapiemethode insbesondere bei chronisch therapieresistenten Wunden vor. Denn Kaltplasma kann heilen.

Das zeigt bereits der seit 2013 zugelassene Plasmastift kINPen® MED, für den die neoplas tools 2014 mit dem Ludwig-Bölkow-Technologiepreis des Landes Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet wurde. „Der kINPen® MED wird deutschlandweit in immer mehr Kliniken und dermatologischen Praxen erfolgreich eingesetzt.

Auf dem Kongress stellen wir dem internationalen Fachpublikum neben Therapieerfolgen auch künftige Potenziale der Plasmamedizin vor“, erklärt Renate Schönebeck, Geschäftsführerin der neoplas tools GmbH. In dem Greifswalder Unternehmen werden die Plasmageräte hergestellt und vertrieben.

Nach der gelungenen Einführung des kINPen® MED als Plasmagerät zur Therapie chronischer Wunden und erregerbedingter Hauterkrankungen entwickeln die Greifswalder Wissenschaftler am INP bereits weitere Kaltplasma-Medizinprodukte, die auf dem EWMA 2016 präsentiert werden: ein Plasma-Wundpflaster speziell zur Behandlung großflächiger Wunden und den Plasmastift kINPen® DENT für zahnmedizinische Anwendungen.

Für weitere Informationen zu Therapieerfolgen und neuesten Ergebnissen der plasmamedizinischen Forschung besuchen Sie die folgenden Veranstaltungen und unseren Stand 5G02. Wir freuen uns darauf Sie zu sehen!

Mittwoch, 11. Mai 2016, 10:45-12.15 Uhr – Vortragsraum Danzig
Plasmatherapie: Eine Zukunft in der Behandlung chronischer Wunden?
Dr. med. B. Schwetlick, Leitende Oberärztin, Konservative Fußabteilung, Klinikum Altenburger Land
Workshop: ICW/WundD.A.CH: Physikalische Therapiemethoden – Evolution und Innovation

Donnerstag, 12. Mai 2016, 13:10-14:15 Uhr – Deutsche E-Poster Sitzung, Screen 4
Kaltes physikalisches Atmosphärendruck-Plasma zur Heilung Chronischer Wunden (EP 254)
Dr. K. Masur, Associated Research Group "Plasma Wound Healing", Centre for Innovation Competence (ZIK) plasmatis, Leibniz Institute for Plasma Science and Technology

Für Informationen zur Plasmamedizin oder bei Fragen zu unseren Veranstaltungen auf dem EWMA-Kongress wenden Sie sich bitte an:

Cathleen Möbius
Stellv. Stabsleitung
Stabsstelle Kommunikation und Forschungstransfer
Felix-Hausdorff-Straße 2, 17489 Greifswald
Tel.: +49 3834 554 3828,
E-Mail: cathleen.moebius@inp-greifswald.de

Kaltplasma: neuer Therapieansatz in Wundbehandlung und Zahnmedizin

Die Plasmabehandlung mit dem kINPen® MED eignet sich bei chronischen, infizierten Wunden, wie Ulcus cruris oder Dekubitalulkus, und Hauterkrankungen, die durch Erreger hervorgerufen werden (z.B. Acne vulgaris oder Tinea pedis). Während der Anwendung wird die Wundheilung durch Unterstützung der Zellproliferation stimuliert und beschleunigt. Studiendaten belegen zudem die hohe Wirksamkeit bei typischen Wundkeimen und multiresistenten Bakterien. Der Plasmastift erzeugt ein handwarmes Plasma, dass sehr gut verträglich, schmerzfrei und einfach anzuwenden ist. Bisherige Studien zeigen keine Nebenwirkungen oder Resistenzbildungen. Die Zertifizierung als Medizinprodukt erfolgte in Zusammenarbeit mit der Universitätsmedizin Greifswald sowie der Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Aufgrund seiner antimikrobiellen und oberflächenverändernden Eigenschaften ist Plasma auch für die Zahnmedizin ein vielversprechendes Instrument. Der kINPen® DENT eignet sich insbesondere zur Beseitigung dentaler Biofilme, bei der Behandlung von Parodontitis oder bisher nur sehr schwer bis nicht therapierbarer Erkrankungen, wie der Periimplantitis. Durch ein extra hierfür optimiertes Kaltplasmagerät ist es möglich, auch schwer zugängliche Kavitäten (Wurzelkanäle, Parodontaltaschen) präziser zu behandeln.

Der 10. Deutschen Wundkongress 2016 findet gemeinsam mit dem 26. Kongress der EWMA (European Wound Management Association) und dem 2. WundD•A•CH Kongress 2016 statt.

Weitere Informationen:

http://ewma2016.org/de
http://www.inp-greifswald.de
http://www.neoplas-tools.eu
http://www.plasma-medizin.de

Cathleen Möbius | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017
28.04.2017 | Deutsche Gesellschaft für Immunologie

nachricht Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru
28.04.2017 | InfectoGnostics - Forschungscampus Jena e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: TU Chemnitz präsentiert weltweit einzigartige Pilotanlage für nachhaltigen Leichtbau

Wickelprinzip umgekehrt: Orbitalwickeltechnologie soll neue Maßstäbe in der großserientauglichen Fertigung komplexer Strukturbauteile setzen

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesexzellenzclusters „Technologiefusion für multifunktionale Leichtbaustrukturen" (MERGE) und des Instituts für...

Im Focus: Smart Wireless Solutions: EU-Großprojekt „DEWI“ liefert Innovationen für eine drahtlose Zukunft

58 europäische Industrie- und Forschungspartner aus 11 Ländern forschten unter der Leitung des VIRTUAL VEHICLE drei Jahre lang, um Europas führende Position im Bereich Embedded Systems und dem Internet of Things zu stärken. Die Ergebnisse von DEWI (Dependable Embedded Wireless Infrastructure) wurden heute in Graz präsentiert. Zu sehen war eine Fülle verschiedenster Anwendungen drahtloser Sensornetzwerke und drahtloser Kommunikation – von einer Forschungsrakete über Demonstratoren zur Gebäude-, Fahrzeug- oder Eisenbahntechnik bis hin zu einem voll vernetzten LKW.

Was vor wenigen Jahren noch nach Science-Fiction geklungen hätte, ist in seinem Ansatz bereits Wirklichkeit und wird in Zukunft selbstverständlicher Teil...

Im Focus: Weltweit einzigartiger Windkanal im Leipziger Wolkenlabor hat Betrieb aufgenommen

Am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist am Dienstag eine weltweit einzigartige Anlage in Betrieb genommen worden, mit der die Einflüsse von Turbulenzen auf Wolkenprozesse unter präzise einstellbaren Versuchsbedingungen untersucht werden können. Der neue Windkanal ist Teil des Leipziger Wolkenlabors, in dem seit 2006 verschiedenste Wolkenprozesse simuliert werden. Unter Laborbedingungen wurden z.B. das Entstehen und Gefrieren von Wolken nachgestellt. Wie stark Luftverwirbelungen diese Prozesse beeinflussen, konnte bisher noch nicht untersucht werden. Deshalb entstand in den letzten Jahren eine ergänzende Anlage für rund eine Million Euro.

Die von dieser Anlage zu erwarteten neuen Erkenntnisse sind wichtig für das Verständnis von Wetter und Klima, wie etwa die Bildung von Niederschlag und die...

Im Focus: Nanoskopie auf dem Chip: Mikroskopie in HD-Qualität

Neue Erfindung der Universitäten Bielefeld und Tromsø (Norwegen)

Physiker der Universität Bielefeld und der norwegischen Universität Tromsø haben einen Chip entwickelt, der super-auflösende Lichtmikroskopie, auch...

Im Focus: Löschbare Tinte für den 3-D-Druck

Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laserstrahl in einem Fotolack wie ein Stift die Struktur. „Eine Tinte zu entwickeln,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Internationaler Tag der Immunologie - 29. April 2017

28.04.2017 | Veranstaltungen

Kampf gegen multiresistente Tuberkulose – InfectoGnostics trifft MYCO-NET²-Partner in Peru

28.04.2017 | Veranstaltungen

123. Internistenkongress: Traumata, Sprachbarrieren, Infektionen und Bürokratie – Herausforderungen

27.04.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Über zwei Millionen für bessere Bordnetze

28.04.2017 | Förderungen Preise

Symbiose-Bakterien: Vom blinden Passagier zum Leibwächter des Wollkäfers

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie

Wie Pflanzen ihre Zucker leitenden Gewebe bilden

28.04.2017 | Biowissenschaften Chemie