Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Physikerinnen diskutieren in Hamburg über Physik und die Zukunft

12.10.2016

20. Deutsche Physikerinnentagung unter der Schirmherrschaft von Ministerin Johanna Wanka / Öffentlicher Abendvortrag zum Thema „Gewichtsprobleme in der Teilchenphysik oder Wie die Teilchen zu ihrer Masse kommen.“

Vom 3. bis 6. November 2016 treffen sich Physikerinnen aller Karrierestufen aus Industrie, Wirtschaft und Forschung in Hamburg, um sich über aktuelle Forschungsergebnisse, Trends und Arbeitssituationen von Frauen in der Physik auszutauschen. Die 20. Deutsche Physikerinnentagung steht unter der Schirmherrschaft von Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, die auch bei der Eröffnung sprechen wird.


Physikerinnen diskutieren in Hamburg über Physik und die Zukunft

© DPG/Bauke 2015

Das seit 1997 jährlich stattfindende Forum wird von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und ihrem Arbeitskreis Chancengleichheit veranstaltet. Ausrichter der Jubiläumsveranstaltung sind der Fachbereich Physik der Universität Hamburg und der Exzellenzcluster „The Hamburg Centre for Ultrafast Imaging“ (CUI).

Johanna Wanka: „Das Jubiläum ist ein schöner Anlass, auf den Erfolgsweg der letzten zwei Jahrzehnte zu schauen. Viele Frauen haben sich in dieser Zeit für Physik begeistert. An Universitäten und Fachhochschulen ist der Anteil der Frauen, die Physik oder Astronomie studieren, kontinuierlich gestiegen: von 18,3 Prozent im Jahr 1995 auf 31,7 Prozent im Jahr 2014. Der Anteil der Absolventinnen hat sich im gleichen Zeitraum annähernd verdoppelt. Ich wünsche mir, dass diese Dynamik sich fortsetzt. Physik ist eine wichtige Grundlage für technologische Entwicklungen und damit für den wirtschaftlichen Fortschritt in unserem Land. Wir brauchen auch in Zukunft die wertvollen Beiträge von Frauen für Innovationsprozesse.“

Traditionell nehmen circa 200 Frauen an der Tagung teil, die in diesem Jahr auf dem Forschungscampus Bahrenfeld stattfindet, inmitten der hochentwickelten Quellen für Elektronen- und Röntgenstrahlung sowie der Laserphysikeinrichtungen des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY). Den wissenschaftlichen Eröffnungsvortrag hält Prof. Petra Rudolf von der Universität Groningen. Hamburgs Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Katharina Fegebank, debattiert in einer Podiumsdiskussion mit weiteren Gästen über die Wege zur Gleichstellung in den Naturwissenschaften.

Ein weiteres Highlight ist der öffentliche Abendvortrag mit Prof. Margarete Mühlleitner vom Karlsruher Institut für Technologie zum Thema „Gewichtsprobleme in der Teilchenphysik oder Wie die Teilchen zu ihrer Masse kommen“. Das wissenschaftliche Programm wird zudem von einer Besichtigung der Sternwarte, einem Theaterstück über die berühmten Naturwissenschaftlerinnen Marie Curie, Lise Meitner und Hedy Lamarr sowie einem umfassenden Schülerinnenprogramm flankiert. Circa 80 Schülerinnen fast aller Jahrgangsstufen können in sieben Laboren des Deutschen Elektronen-Synchrotrons und des CUI-Schullabors „Light & Schools“ experimentieren.

Eingeladen zur Tagung sind alle Frauen, die sich der Physik verbunden fühlen – ob als Schülerin, Dozentin, Forscherin oder Wirtschaftsphysikerin, sowie Männer, die sich mit den Zielen der Tagung identifizieren. „Wir freuen uns sehr, dass wir diese lebendige und vielfältige Tagung ausrichten und hier einen weiteren Beitrag zur Vernetzung leisten können“, sagt CUI-Vorstandsmitglied Dr. Melanie Schnell. „Dafür bedanke ich mich bei allen Gruppierungen auf dem Campus, die sich an der Organisation beteiligt haben.“

Die Tagung wird von DESY und dem Max-Planck-Institut für Struktur und Dynamik der Materie sowie den Sonderforschungsbereichen 676, 925 und PIER, der strategischen Partnerschaft von DESY und der Universität Hamburg, unterstützt.

Programm und Anmeldung: http://www.physikerinnentagung.de

Öffentlicher Abendvortrag:

„Gewichtsprobleme in der Teilchenphysik oder Wie die Teilchen zu ihrer Masse kommen“; Margarete Mühlleitner; KIT
Freitag, 4. November 2016; 18:30 Uhr
DESY Hörsaal (Gebäude 05)
Notkestraße 85, 22607 Hamburg

Kontakt:
Dr. Melanie Schnell
CUI-Vorstandsmitglied und Max-Planck-Forschungsgruppenleiterin
Telefon: +49 (0)40 8998-6240
E-Mail: melanie.schnell@mpsd.mpg

Informationen zum Schülerinnenprogramm:
Marie Lutz
CUI-Gleichstellungsreferentin
Tel.: +49 (0)40 8998-6697
E-Mail: marie.lutz@cui.uni-hamburg.de

Die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), deren Tradition bis in das Jahr 1845 zurückreicht, ist die älteste nationale und mit über 62.000 Mitgliedern auch größte physikalische Fachgesellschaft der Welt. Als gemeinnütziger Verein verfolgt sie keine wirtschaftlichen Interessen. Die DPG fördert mit Tagungen, Veranstaltungen und Publikationen den Wissenstransfer innerhalb der wissenschaftlichen Gemeinschaft und möchte allen Neugierigen ein Fenster zur Physik öffnen. Besondere Schwerpunkte sind die Förderung des naturwissenschaftlichen Nachwuchses und der Chancengleichheit. Sitz der DPG ist Bad Honnef am Rhein. Hauptstadtrepräsentanz ist das Magnus-Haus Berlin. Website: http://www.dpg-physik.de

Weitere Informationen:

http://www.physikerinnentagung.de (Programm und Anmeldung)

Gerhard Samulat | idw - Informationsdienst Wissenschaft

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW
08.12.2016 | Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde

nachricht NRW Nano-Konferenz in Münster
07.12.2016 | Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Event News

ICTM Conference 2017: Production technology for turbomachine manufacturing of the future

16.11.2016 | Event News

Innovation Day Laser Technology – Laser Additive Manufacturing

01.11.2016 | Event News

#IC2S2: When Social Science meets Computer Science - GESIS will host the IC2S2 conference 2017

14.10.2016 | Event News

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops