Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Pharmaindustrie vor einem Neuanfang

15.11.2010
16. Handelsblatt Jahrestagung „Pharma 2011“
8. und 9. Februar 2011, Hilton Frankfurt
Im nächsten Jahr zählen 40 Prozent der weltweit bestverkauften Medikamente zu sogenannten reifen Produkten. Das sind Präparate, deren Patentschutz abgelaufen ist oder innerhalb von zwei Jahren auslaufen wird. Der Anstieg ist enorm: 2007 lag der Anteil reifer Produkte noch bei 15 Prozent, so die jüngsten Ergebnisse von Accenture.

Das traditionelle Geschäftsmodell der Pharmabranche scheint nicht mehr das gewohnte Wachstum zu erreichen. Die Pharmaforschung kann mit Neuentwicklungen nicht gegensteuern und zusätzlich sorgen Regularien für sinkende Umsätze.

Auf der 16. Handelsblatt Jahrestagung „Pharma 2011“ (8./9. Februar 2011, Frankfurt) diskutieren zahlreiche Experten über Zukunftsfelder der Pharmabranche abseits der Erforschung und Produktion verschreibungspflichtiger Medikamente, Steigerung in der Arzneimittelversorgung durch Versorgungsmanagement und weiteren Wachstumsmöglichkeiten abseits der Blockbuster.

Das Programm ist im Internet abrufbar unter
www.konferenz.de/pr-pharma2011

AMNOG verändert Pharmamarkt nachhaltig

Mit dem Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz (AMNOG) will die Bundesregierung dem unaufhörlichen Kostenanstieg einen Riegel vorschieben. Gegen den Widerstand der Pharmabranche hat die Bundesregierung Einsparungen bei Arzneimitteln von etwa 1,7 Milliarden Euro beschlossen. Das Sparpaket soll das 2011 drohende Rekorddefizit bei den gesetzlichen Krankenkassen entschärfen. Eine Stellungnahme zur Arzneimittelsteuerung aus der Perspektive des BMG gibt Dr. Ulrich Orlowski (Bundesministerium für Gesundheit). Der neue IQWIG-Leiter Prof. Dr. med. Jürgen Windeler gibt seine Einschätzung zu der Nutzenbewertung von Arzneimitteln in Deutschland ab. Nach den Bestimmungen des AMNOG-Entwurfs hat der GKV-Spitzenverband nun alle Festbeträge für verschreibungspflichtige Arzneimittel entsprechend den Handelszuschlägen der Arzneimittelpreisverordnung umzurechnen. Wolfgang Kaesbach, Abteilungsleiter Arznei- und Heilmittel des GKV-Spitzenverbands, informiert über die neuen Aufgaben des GKV-Spitzenverbandes bei der Preisfindung und der Kostenerstattung bei innovativen Arzneimitteln.

Die Branche blickt nach vorn

Aus Sicht der pharmazeutischen Industrie berichtet Andreas Fibig (Bayer Schering Pharma) über die regulatorische Neuordnung des Arzneimittelmarkts. Der Vorstandschef spricht über Konsequenzen der Neuordnung, Arzneimittel-Bewertung sowie über die Akzeptanz von Fortschritt und Innovation in Deutschland. „Arzneimittelinnovation braucht Versorgungsevolution“, fordert Han Steutel (Bristol-Myers Squibb) in seinem Vortrag über „Biologika als Hoffnungsträger“ und schildert die Wirksamkeit des Arzneimittels im internationalen Vergleich. Die Zukunft von biopharmazeutischen Generika thematisiert Dr. Claudio Albrecht (Actavis). Der Vorstandsvorsitzende erläutert auf dem Branchentreff, warum die klassische Generikaindustrie nicht überleben wird. Dr. Christopher Hermann (AOK Baden-Württemberg) berichtet wie Krankenkassen mit Selektivverträgen ein nachhaltiges Versorgungsmanagements aufbauen können. Inwieweit innovative Marketing- und Vertriebswege nachhaltiges Wachstum fördern und welche weiteren alternativen Vertriebskanäle in der pharmazeutischen Industrie möglich sind, erläutert Michael Brückner (Accenture). Über das strategische Management von RX, GX, OTC und Impfstoffen als Antwort auf das neue Paradigma im Gesundheitsmarkt informiert Peter Günter (Sanofi-Aventis Deutschland).

Kontakt:
Julia Batzing
Pressereferentin
EUROFORUM Deutschland SE
Konzeption und Organisation für Handelsblatt Veranstaltungen
Prinzenallee 3
40549 Düsseldorf
Telefon: + 49 (0)2 11. 96 86-33 81
Fax: + 49 (0)2 11. 96 86-43 81
E-Mail: presse@euroforum.com


Handelsblatt und Wirtschaftswoche Veranstaltungen
EUROFORUM ist Exklusiv-Partner für Veranstaltungen des Handelsblatts sowie der WirtschaftsWoche. Gemeinsam werden Konzepte zu aktuellen und richtungweisenden Themen erarbeitet. Die Vermarktung und Durchführung der Veranstaltungen erfolgt durch EUROFORUM.

EUROFORUM steht in Europa für hochwertige Kongresse, Seminare und Workshops. Ausgewählte, praxiserfahrene Referenten berichten zu aktuellen Themen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung. Darüber hinaus bieten wir Führungskräften ein erstklassiges Forum für Informations- und Erfahrungsaustausch. Unsere Muttergesellschaft, die Informa plc, ist ein in London börsennotiertes Medienunternehmen und erzielte in 2009 einen Umsatz von 1,2 Mrd. GBP. Informa beschäftigt über 8.000 Mitarbeiter an 150 Standorten in mehr als 40 Ländern. Mit 55.000 Büchern und über 2.100 Fachpublikationen sowohl in Print- als auch in digitalen Formaten verfügt Informa über ein umfangreiches Portfolio für die akademischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Märkte. Die international renommierte Unternehmensgruppe organisiert und konzipiert darüber hinaus weltweit über 8.000 Veranstaltungen.

Julia Batzing | EUROFORUM
Weitere Informationen:
http://www.euroforum.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Veranstaltungsnachrichten:

nachricht Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz
24.01.2017 | Friedrich-Schiller-Universität Jena

nachricht Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme
24.01.2017 | Deutsche Gesellschaft für NeuroIntensiv- und Notfallmedizin

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Veranstaltungsnachrichten >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Scientists spin artificial silk from whey protein

X-ray study throws light on key process for production

A Swedish-German team of researchers has cleared up a key process for the artificial production of silk. With the help of the intense X-rays from DESY's...

Im Focus: Forscher spinnen künstliche Seide aus Kuhmolke

Ein schwedisch-deutsches Forscherteam hat bei DESY einen zentralen Prozess für die künstliche Produktion von Seide entschlüsselt. Mit Hilfe von intensivem Röntgenlicht konnten die Wissenschaftler beobachten, wie sich kleine Proteinstückchen – sogenannte Fibrillen – zu einem Faden verhaken. Dabei zeigte sich, dass die längsten Proteinfibrillen überraschenderweise als Ausgangsmaterial schlechter geeignet sind als Proteinfibrillen minderer Qualität. Das Team um Dr. Christofer Lendel und Dr. Fredrik Lundell von der Königlich-Technischen Hochschule (KTH) Stockholm stellt seine Ergebnisse in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften vor.

Seide ist ein begehrtes Material mit vielen erstaunlichen Eigenschaften: Sie ist ultraleicht, belastbarer als manches Metall und kann extrem elastisch sein....

Im Focus: Erstmalig quantenoptischer Sensor im Weltraum getestet – mit einem Lasersystem aus Berlin

An Bord einer Höhenforschungsrakete wurde erstmals im Weltraum eine Wolke ultrakalter Atome erzeugt. Damit gelang der MAIUS-Mission der Nachweis, dass quantenoptische Sensoren auch in rauen Umgebungen wie dem Weltraum eingesetzt werden können – eine Voraussetzung, um fundamentale Fragen der Wissenschaft beantworten zu können und ein Innovationstreiber für alltägliche Anwendungen.

Gemäß dem Einstein’schen Äquivalenzprinzip werden alle Körper, unabhängig von ihren sonstigen Eigenschaften, gleich stark durch die Gravitationskraft...

Im Focus: Quantum optical sensor for the first time tested in space – with a laser system from Berlin

For the first time ever, a cloud of ultra-cold atoms has been successfully created in space on board of a sounding rocket. The MAIUS mission demonstrates that quantum optical sensors can be operated even in harsh environments like space – a prerequi-site for finding answers to the most challenging questions of fundamental physics and an important innovation driver for everyday applications.

According to Albert Einstein's Equivalence Principle, all bodies are accelerated at the same rate by the Earth's gravity, regardless of their properties. This...

Im Focus: Mikrobe des Jahres 2017: Halobacterium salinarum - einzellige Urform des Sehens

Am 24. Januar 1917 stach Heinrich Klebahn mit einer Nadel in den verfärbten Belag eines gesalzenen Seefischs, übertrug ihn auf festen Nährboden – und entdeckte einige Wochen später rote Kolonien eines "Salzbakteriums". Heute heißt es Halobacterium salinarum und ist genau 100 Jahre später Mikrobe des Jahres 2017, gekürt von der Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM). Halobacterium salinarum zählt zu den Archaeen, dem Reich von Mikroben, die zwar Bakterien ähneln, aber tatsächlich enger verwandt mit Pflanzen und Tieren sind.

Rot und salzig
Archaeen sind häufig an außergewöhnliche Lebensräume angepasst, beispielsweise heiße Quellen, extrem saure Gewässer oder – wie H. salinarum – an...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Neuer Algorithmus in der Künstlichen Intelligenz

24.01.2017 | Veranstaltungen

Gehirn und Immunsystem beim Schlaganfall – Neueste Erkenntnisse zur Interaktion zweier Supersysteme

24.01.2017 | Veranstaltungen

Hybride Eisschutzsysteme – Lösungen für eine sichere und nachhaltige Luftfahrt

23.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Im Interview mit Harald Holzer, Geschäftsführer der vitaliberty GmbH

24.01.2017 | Unternehmensmeldung

MAIUS-1 – erste Experimente mit ultrakalten Atomen im All

24.01.2017 | Physik Astronomie

European XFEL: Forscher können erste Vorschläge für Experimente einreichen

24.01.2017 | Physik Astronomie